15.12.2022, 1921 Zeichen
Der Energieversorger EVN hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um knapp 70 Prozent auf 4.062,2 Mio. Euro erhöhen können, das EBIT ging um 14,2 Prozent auf 331,6 Mio. Euro zurück, das Konzernergbnis um 35,6 Prozent auf 209,6 Mio. Euro. Das Unternehmen schlägt der Hauptversammlung eine Ausschüttung von 0,52 Euro je Aktie und damit auf Vorjahresniveau vor.
Das schwächere EBIT ist u.a. auf Wertminderungen zurückzuführen: Bereits im zweiten Quartal 2021/22 hatte die durch globale Verwerfungen geänderte Risiko- und Ertragserwartung des Konzerns für zukünftige Projekte eine Wertminderung des Firmenwerts des internationalen Projektgeschäfts sowie des Restbuchwerts der beiden klärschlammbetriebenen Blockheizkraftwerke in Moskau notwendig gemacht. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfungen per 30. September 2022 musste zudem eine Wertminderung auf das Erdgasnetz der Netz Niederösterreich vorgenommen werden, erläutert das Unternehmen. Weitere zum Bilanzstichtag erforderliche Wertminderungen betrafen Fernwärmeanlagen in Niederösterreich und Bulgarien, denen eine Wertaufholung beim Windpark Kavarna in Bulgarien entgegenstand.
Belastend auf das Konzernergebnis wirkte u.a. die durch die Fremdwährungskursentwicklungen und die Wertberichtigung einer Ausleihung sowie die im aktuellen Börseumfeld rückläufige Performance des R138-Fonds.
Für das Geschäftsjahr 2022/23 erwartet die EVN ein Konzernergebnis, das sich an der Höhe des Vorjahres orientieren und in einer Bandbreite von etwa 190 Mio. bis 250 Mio. Euro liegen wird. Der Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung an der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2022 ist dabei vorerst nicht berücksichtigt. Die Dividendenausschüttung der EVN aus der operativen Geschäftstätigkeit soll zumindest auf dem Niveau des Vorjahres (0,52 Euro pro Aktie) gehalten werden. Die EVN beabsichtigt, ihre Aktionär*innen an zusätzlichen Ergebnissteigerungen in angemessener Höhe zu beteiligen.
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