29.06.2023, 2660 Zeichen
Der Licht-Konzern Zumtobel hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 1.209,2 Mio. Euro steigern können. Vor allem Preiserhöhungen sorgten für das Plus in den Segmenten (Lightning und Components). Das operative Ergebnis (EBIT) konnte um 38,7 Prozent auf 84,3 Mio. Euro verbessert werden, was einer EBIT-Marge von 7 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent) entspricht und damit am oberen Ende der unternehmenseigenen Prognose von 5 bis 7 Prozent liegt. Der Jahresgewinn steigt um 31 Prozent auf 60 Mio. Euro, der Hauptversammlung soll eine Dividende in Höhe von 0,40 Euro (Vorjahr 0,35 Euro) vorgeschlagen werden. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen aus heutiger Sicht mit einem moderaten Umsatzwachstum zwischen 1 bis 4 Prozent. Die EBIT-Marge wird, vor allem aufgrund der gestiegenen Personalkosten, zwischen 3 bis 6 Prozent erwartet. Die Auftragslage im Refurbishment-Bereich, bei dem Kunden durch den Wechsel auf LED-Leuchten und eine intelligente Steuerung bis zu 90 Prozent der Energiekosten sparen können, ist nach wie vor gut, so CEO Alfred Felder bei der Online-Pressekonferenz. Bei den Komponenten liegt man bei den Aufträgen unter dem Vorjahr, da die Kunden nach wie vor über hohe Lager verfügen, so der CEO. Das Thema M&A soll laut Alfred Felder intensiviert werden. "Wir denken über anorganisches Wachstum nach, das lässt die finanzielle Situation auch zu", so der CEO. Mögliche Targets sollen entweder den Bereich Technologie noch weiter stärken, "hier wollen wir Frontrunner sein", so Felder. Es könnten aber auch Unternehmen in Märkten zugekauft werden, wo man noch nicht so stark vertreten ist, so Felder. Auf jeden Fall will man sich nur gesunde Unternehmen in die Gruppe holen.
In einer Kurzmitteilung zu den Zahlen meinen die Analysten von Raiffeisen Research: "Zumtobel legt insgesamt überzeugende Ergebnisse für das Geschäftsjahr 22/23 vor. Die Umsatzdynamik hat sich zwar im Q4 abgeschwächt, dennoch war die Profitabilität überzeugend. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzanstieg erwartet, jedoch dürfte (Personal-)Kostendruck die Margen belasten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir die Erreichung des oberen Endes des Margenziels begrüßen, jedoch trübt die schwächere Umsatzdynamik in Q4 das Gesamtbild etwas. Zusätzlich unterstreicht die breite Prognosespanne die geringere Visibilität und die herausfordernden Marktbedingungen. Abschließend weisen wir darauf hin, dass auf der bevorstehenden Hauptversammlung eine Ermächtigung für einen Aktienrückkauf von bis zu 10 Prozent auf der Tagesordnung steht. Die letzte Empfehlung von Raiffeisen Research zur Zumtobel-Aktie lautet Kauf“.
Börsepeople im Podcast S23/04: Johanna Duchek
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WKO
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