02.10.2023, 2284 Zeichen
Wie berichtet, sollen bei Strabag Kapitalmaßnahmen durchgeführt werden, um den Anteil des sanktionierten Oligarchen Oleg Deripaska (MKAO "Rasperia Trading Limited) von 27,8 Prozent auf unter 25 Prozent zu verringern. Aktionäre konnten eine Aktienvariante oder eine Barvariante wählen. Am 29. September endete nun die Bezugsfrist für die Aktienvariante und es haben 87,6 Prozent des bezugsberechtigten Aktienbestands die Aktienvariante gewählt. Das entspricht einem Anteil von 60,9 Prozent am Grundkapital der Gesellschaft, wie die Strabag mitteilt. Damit sei die Annahmequote als eine der Bedingungen für die Ausschüttung erfüllt. Im Zuge der ordentlichen Sachkapitalerhöhung im März 2024 werden somit rund 15,6 Mio. neue Aktien ausgegeben werden. Das entspricht einer Erhöhung des Grundkapitals um 15,2 Prozent. Die Beteiligung von MKAO "Rasperia Trading Limited" an Strabag fällt damit auf unter 25 Prozent, konkret auf rund 24,1 Prozent. "Namens des gesamten Vorstands der Strabag SE möchte ich mich bei Ihnen, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre, für die breite Unterstützung der in Umsetzung befindlichen Kapitalmaßnahmen bedanken. Als Strabag SE handeln wir im Einklang mit den europäischen Sanktionen und setzen konsequent Schritte, um Nachteile und Risiken für die Gesellschaft zu reduzieren", so CEO Klemens Haselsteiner.
Wie bereits vorab vertraglich zugesichert, wählten die Kernaktionäre - Familie Haselsteiner, Uniqa und Raiffeisen - die Aktienvariante. Darüber hinaus entschieden sich auch 26,4 Prozent der Streubesitzaktionär:innen für die Aktienvariante.
Die eingereichten (bestehenden) Aktien werden voraussichtlich ab dem 6.10.2023 unter der temporären ISIN AT0000A36HH9 im Fließhandel der Wiener Börse (Segment "Prime Market") - und nicht wie ursprünglich geplant im Segment "Standard Market Auction" - handel- und lieferbar sein. Sie werden diese temporäre ISIN bis zur Auslieferung der neuen Aktien (somit bis gegen Ende des ersten Quartals 2024) tragen und danach wieder in die reguläre ISIN AT000000STR1 zurückgebucht werden.
Für die Barausschüttung müssen derzeit noch keine Handlungen gesetzt werden. Voraussichtlich gegen Ende des ersten Quartals 2024 werden für jene Aktien, für die die Aktienvariante nicht gewählt wurde, automatisch Wertrechte eingebucht.
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