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Erste Group steigert Gewinn um 40 Prozent

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30.10.2023, 4185 Zeichen

Die Erste Group erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2023 einen Nettogewinn von 2.309,6 Mio. Euro, das ist ein Anstieg von 40,2 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode (1.647,0 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg aufgrund von Zinserhöhungen sowie des höheren Kreditvolumens auf 5.422,3 Mio. (+23,7 Prozent), am stärksten in Österreich, wie die Bank mitteilt. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich auf 1.937,6 Mio. Euro (+5,9 Prozent). Zuwächse gab es in allen Kernmärkten, insbesondere bei den Zahlungsverkehrsdienstleistungen, aber auch in der Vermögensverwaltung sowie dem Kreditgeschäft, wie die Bank mitteilt. Das Handelsergebnis erhöhte sich auf 337,4 Mio. Euro (-848,5 Mio. Euro in der Vorjahresperiode), Die Betriebserträge stiegen auf 7.852,8 Mio. (+25,2 Prozent). Das Betriebsergebnis stieg um 44,6 Prozent auf 4.178,1 Mio. Euro, die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich auf 46,8 Prozent (53,9 Prozent). „Wir können ein starkes operatives Ergebnis für die ersten neun Monate des Jahres ausweisen. Das ist zurückzuführen auf die Steigerung des Kreditvolumens bei höheren Zinsen. Zugleich konnten wir beim Provisionsüberschuss entlang unserer strategischen Ziele deutliche Zuwächse erzielen“, sagt Stefan Dörfler, CFO der Erste Group.

Die Kundenkredite stiegen seit Jahresende auf 206,2 Mrd. Euro (+2,0 Prozent; 202,1 Mrd. Euro), wobei sowohl das Privat- als auch das Unternehmenskreditvolumen Wachstum verzeichneten, so die Erste Group. Passivseitig gab es einen Rückgang bei den Einlagen von Kreditinstituten auf 23,2 Mrd. (28,8 Mrd. Euro). Die Kundeneinlagen stiegen in fast allen Kernmärkten – insbesondere in Österreich und Tschechien – auf 235,8 Mrd. (+5,3 Prozent; 224,0 Mrd. Euro). Das Kredit-Einlagen-Verhältnis belief sich auf 87,4 Prozent (90,2 Prozent). Die Ausfallsquote bei Krediten liegt laut Bank bei stabilen 2 Prozent. Die Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote, final) belief sich auf 14,5 Prozent (14,2 Prozent), die Gesamtkapitalquote auf 18,7 Prozent (18,2 Prozent).

Das Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten belief sich auf -127,5 Mio. Euro bzw. auf 8 Basispunkte des durchschnittlichen Bruttokundenkreditbestands (-158,3 Mio. bzw. 11 Basispunkte). Dotierungen von Wertberichtigungen für Kredite und Darlehen wurden mit Ausnahme von Kroatien in allen Kernmärkten vorgenommen, so die Bank. Positiv wirkten sich Nettoauflösungen für Kreditzusagen und Finanzgarantien sowie Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen (beides insbesondere in Österreich) aus. Die NPL-Quote bezogen auf Bruttokundenkredite war mit 2,0 Prozent (2,0%) stabil. Die NPL-Deckungsquote (ohne Sicherheiten) stieg auf 96,7 Prozent (94,6 Prozent).

Für 2023 hat sich die Erste Group das Ziel gesetzt, eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 15 Prozent zu erwirtschaften. Darüberhinaus erwartet die Erste Group ein Nettokreditwachstum von etwa 5 Prozent. Dazu sollten sowohl das Retail- als auch das Firmenkundengeschäft in allen Märkten der Erste Group beitragen; insgesamt plant die Erste Group, in allen Märkten im Rahmen des Gesamtmarktes zu wachsen.

Das Kreditwachstum sollte zusammen mit einem günstigen Einfluss des Zinsumfeldes zu einer Steigerung des Zinsüberschusses von mehr als 20 Prozent führen. Bei der zweiten wichtigen Einnahmenkomponente – dem Provisionsüberschuss – wird ein Anstieg von über 5 Prozent erwartet. Insgesamt wird für 2023 ein Anstieg der Betriebserträge erwartet. Die Betriebsaufwendungen sollten sich um etwa 9 Prozent und damit weniger stark als die Betriebserträge erhöhen. Damit wird gegenüber 2022 eine weitere Verbesserung der Kosten-Ertrags-Relation auf unter 50 Prozent erwartet. Die Erste Group geht davon aus, dass sich die Risikokosten 2023 unter 10 Basispunkten der durchschnittlichen Bruttokundenkredite bewegen werden.

Insgesamt strebt die Erste Group eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 15 Prozent an. Die CET1-Quote der Erste Group sollte hoch bleiben. Die Erste Group plant für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 2,7 Euro (für 2022: 1,9 Euro) je Aktie. Der Aktienrückkauf mit einem Volumen von bis zu 300 Mio. Euro ist laut Angaben erfolgreich im Laufen und bereits in voller Höhe vom Kapital abgezogen.



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Autor
Christine Petzwinkler
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    Die Erste Group erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2023 einen Nettogewinn von 2.309,6 Mio. Euro, das ist ein Anstieg von 40,2 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode (1.647,0 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg aufgrund von Zinserhöhungen sowie des höheren Kreditvolumens auf 5.422,3 Mio. (+23,7 Prozent), am stärksten in Österreich, wie die Bank mitteilt. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich auf 1.937,6 Mio. Euro (+5,9 Prozent). Zuwächse gab es in allen Kernmärkten, insbesondere bei den Zahlungsverkehrsdienstleistungen, aber auch in der Vermögensverwaltung sowie dem Kreditgeschäft, wie die Bank mitteilt. Das Handelsergebnis erhöhte sich auf 337,4 Mio. Euro (-848,5 Mio. Euro in der Vorjahresperiode), Die Betriebserträge stiegen auf 7.852,8 Mio. (+25,2 Prozent). Das Betriebsergebnis stieg um 44,6 Prozent auf 4.178,1 Mio. Euro, die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich auf 46,8 Prozent (53,9 Prozent). „Wir können ein starkes operatives Ergebnis für die ersten neun Monate des Jahres ausweisen. Das ist zurückzuführen auf die Steigerung des Kreditvolumens bei höheren Zinsen. Zugleich konnten wir beim Provisionsüberschuss entlang unserer strategischen Ziele deutliche Zuwächse erzielen“, sagt Stefan Dörfler, CFO der Erste Group.

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    Insgesamt strebt die Erste Group eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 15 Prozent an. Die CET1-Quote der Erste Group sollte hoch bleiben. Die Erste Group plant für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 2,7 Euro (für 2022: 1,9 Euro) je Aktie. Der Aktienrückkauf mit einem Volumen von bis zu 300 Mio. Euro ist laut Angaben erfolgreich im Laufen und bereits in voller Höhe vom Kapital abgezogen.



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