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PIR-News: Zahlen von Uniqa, Palfinger, Zumtobel, News zu UBM, Wienerberger, Strabag, Frequentis, Research zu Amag (Christine Petzwinkler)

07.03.2024, 9676 Zeichen

Die Uniqa Insurance Group AG hat die verrechneten Prämien, inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung, in 2023 um 9,7 Prozent auf 7.185,6 Mio. Euro steigern können. Das Wachstum basiere auf Neugeschäft sowie auf Indexierungen. So wurden etwa die Prämien in der Krankenversicherung im abgelaufenen Jahr um 9 Prozent erhöht, so der Vorstand bei der Pressekonferenz. Die versicherungstechnischen Aufwendungen der Uniqa Group erhöhten sich 2023 um 11,5 Prozent auf 5.291,0 Mio. Euro (2022: 4.744,5 Mio. Euro). Hinsichtlich Unwetterschäden war 2023 eine der schlimmsten Perioden der vergangenen 20 Jahre. Die wetterbedingten Schäden beliefen sich in Österreich und CEE auf insgesamt 186 Mio. Euro. CEO Andreas Brandstetter geht davon aus, dass weiter mit Extrem-Wetterereignissen gerechnet werden muss. In einzelnen Fällen könne man keinen Versicherungsschutz mehr bieten, daher sei die Politik gefragt. "Die Schäden können nicht mehr allein von der Privatwirtschaft gedeckt werden", so Brandstetter. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 18,3 Prozent auf 302,7 Mio. Euro (2022: 256,0 Mio. Euro). Es soll eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie (Vorjahr 0,55 Euro) vorgeschlagen werden. Das Kapitalanlageergebnis stieg im Jahr 2023 auf 588,8 Mio. Euro (2022: 179,8 Mio. Euro). Hier würden sich die höheren Zinsen und die verbesserte Stabilität des Finanzmarktes niederschlagen, so Vorstand Kurt Svoboda, der die Uniqa-Anlagen als konservativ bezeichnet. Die regulatorische Kapitalquote nach Solvency II, die als Gradmesser für die Kapitalisierung gilt, lag bei Uniqa am Stichtag 31. Dezember 2023 bei rund 255 Prozent (2022: 246 Prozent). "Das ist 2,5 mal höher als vom Regulator vorgegeben,“ betont Brandstetter. Aufgrund des demografischen Wandels verstärkt die Uniqa ihre Aktivitäten im Gesundheitsbereich. Alle Gesundheitsthemen außerhalb der Versicherung, wie zB Gesundheitsvorsorge und Pflege, werden in der Mavie Holding zusammengefasst. Das Ökosystem Gesundheit beinhaltet u.a. die Gesundheitsprogramme "Mavie at Work", bei dem etwa Unternehmen eine Gesundheitsförderung angeboten wird, unter "Mavie me" gibt es Blut- oder Mikrobiom-Testkits für zu Hause, zudem werden die Bereiche Telemedizin und Pflege weiter ausgebaut. Laut dem CEO ist es gut möglich, dass es im Gesundheitsbereich zu weiteren Zukäufen kommen kann.
Uniqa ( Akt. Indikation:  8,07 /8,09, 0,25%)

Palfinger hat das Jahr 2023 mit Rekordwerten abgeschlossen. Der Umsatz wird mit 2,45 Mrd. Euro ausgewiesen (Vorjahr: 2,23 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis stieg um 39,8 Prozent auf 210,2 Mio. Euro. Mit 8,6 Prozent konnte die beste EBIT-Marge seit 2008 verzeichnet werden, so das Unternehmen. Somit hat Palfinger die eigene Guidance (Umsatz 2,4 Mrd. Euro, EBIT von über 200 Mio. Euro) erfüllt. Das Konzernergebnis stieg um 50,8 Prozent, von 71,4 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 107,7 Mio. Euro. "Maßgeblich dafür verantwortlich sind der sehr gute Produktmix, die gute Auslastung in den Werken, die volle Wirksamkeit der implementierten Preiserhöhungen und die Stabilisierung der Supply Chain", so das Unternehmen. Die Wachstumsregionen Nordamerika und Asien sowie der Bereich Marine verzeichneten 2023 die höchsten Profitabilitätssteigerungen – mit einem Plus von rund 17 Prozent Es soll eine Dividende in Höhe von 1,05 Euro je Aktie (Vorjahr 0,77 Euro je Aktie) vorgeschlagen werden. „Bei Palfinger wissen wir, wie man mit volatilen Rahmenbedingungen umgeht. Wir haben das 2023 eindrucksvoll bewiesen und wir werden auch die nicht weniger werdenden Herausforderungen im Jahr 2024 meistern“, betont CEO Andreas Klauser. Das Wirtschaftsumfeld ist laut Palfinger aktuell in Europa sehr herausfordernd. Der Auftragsstand reicht derzeit bis zum Ende des zweiten Quartals 2024. Für das erste Halbjahr erwartet das Unternehmen einen stabilen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sowie eine gute Profitabilität. Für einen Ausblick auf das zweite Halbjahr 2024 bestehe zum jetzigen Zeitpunkt eine sehr eingeschränkte Visibilität. Die ambitionierten Finanzziele für 2027 bleiben aufrecht: 2027 soll ein Umsatz von 3,0 Mrd. Euro bei einer EBIT-Marge von 10 Prozent und einem Return on Capital Employed von 12 Prozent erreicht werden, so der Kran-Hersteller. Die Raiffeisen-Analysten meinen in einer Kurzmitteilung: "Palfinger konnte die Finanzziele für 2023 erreichen. Im Einklang mit der Gewinnentwicklung wurde auch die Dividende angehoben. Der Ausblick für das Jahr 2024 fiel allerdings ungewöhnlich vage aus. Das Management sprach jedoch von stabilen Umsätzen in H1 und einer "guten Profitabilität". Letzteres ist jedoch als niedrigere Marge zu interpretieren, da die Schwäche in EMEA (vor allem Deutschland, Frankreich und Skandinavien) nicht durch Nordamerika kompensiert werden kann." Die letzte Empfehlung von Raiffeisen Research zur Palfinger-Aktie lautet Kauf.
Palfinger ( Akt. Indikation:  23,90 /24,20, -0,00%)

Der Licht-Konzern Zumtobel verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2023/24 einen Umsatzrückgang von 7,9 Prozent auf 840 Mio. Euro. Grund hierfür war laut dem Unternehmen die unverändert schwache Nachfrage im Components Segment, auch wenn sich hier im dritten Quartal langsam eine leichte Erholung abzeichnete, wie das Unternehmen mitteilt. Das Components Segment verzeichnete einen Umsatzrückgang von –20,4 Prozent auf 222,6 Mio. Euro, im Lightning-Bereich reduzierte sich der Umsatz um –2,1 Prozent auf 663,4 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,5 Prozent auf 45,9 Mio. Euro zurück. Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 5,5 Prozent (Vorjahr: 7,5 Prozent). Der Unternehmensgewinn beläuft sich auf 21,4 Mio. Euro nach 43,4 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ausblick wurde bestätigt: Für das Geschäftsjahr 2023/24 geht das Unternehmen weiterhin einen Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich und einer bereinigte EBIT-Marge (exklusive Sondereffekte) von 4 bis 6 Prozent aus. Seitens der Analysten von Raiffeisen Research heißt es in einer Kurzmitteilung: "Das dritte Quartal entsprach hinsichtlich des Umsatzes unserer Erwartung, das EBIT lag jedoch darunter. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde beibehalten, allerdings werden die Investitionen zurückgeschraubt, was unseres Erachtens vor allem auf eine Verschiebung ins nächste Jahr zurückzuführen ist." Die letzte Empfehlung von Raiffeisen Research zur Zumtobel-Aktie lautet Kauf.
Zumtobel ( Akt. Indikation:  5,76 /5,84, -1,69%)

Das Signa-Projekt Lamarr auf der Mariahilfer Straße wird verkauft. Die Liegenschaft samt des in Bau befindlichen Gebäudekomplexes wird in einem strukturierten Verkaufsverfahren angeboten, wie der Masseverwalter mitteilt. Zur Unterstützung eines transparenten Verkaufsprozesses wird der Insolvenzverwalter den renommierten Immobilienexperten Bruno Ettenauer beiziehen, wie es heißt. Bruno Ettenauer fungierte bekanntlich als CEO sowohl der S Immo als auch der CA Immo,

Apropos Signa: Die Uniqa hat eine Anleihe der Signa Prime von 80 Mio. Euro im Depot, diese wurde 2023 auf 30 Prozent abgewertet, teilte Uniqa-Vorstand Kurt Svoboda bei der Pressekonferenz mit. Bei Assets under Management in Höhe von 20,4 Mrd. Euro mache dies einen geringen Teil aus. Im Insolvenzverfahren wird seitens der Uniqa aus Transparenz- und Gleichstellungsgründen ein geordnetes Sanierungsverfahren gefordert und keine Eigenverwaltung.

UBM mit neuem Team in Deutschland: David S. Christmann übernimmt zum 1. April 2024 den Vorsitz der Geschäftsführung der UBM in Deutschland. Nachfolger von Werner Huber als technische Geschäftsführer in Deutschland sind bereits seit Jahresbeginn Bernhard Egert und Roman Ehrentraut, Damit besteht die deutsche Geschäftsführung ab Anfang April 2024 aus David S. Christmann (Vorsitz), Daniel Pfister (Finanzen) sowie Bernhard Egert (Technik) und Roman Ehrentraut (Technik).
UBM ( Akt. Indikation:  20,30 /20,80, 0,24%)

Appell: Der CEO des Baustoff-Konzerns Wienerberger, Heimo Scheuch, fordert weitere Schritte, die auf das Wohnbaupaket der Bundesregierung folgen sollen: Konkret fordert er eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Sanierungskosten – sowohl für Materialien als auch für Dienstleistungen – auf fünf Prozent. „Weiters muss österreichweit zusätzlicher Baugrund zur Verfügung gestellt und gemeinnütziger Wohnbau stärker gefördert werden," so Scheuch.
Wienerberger ( Akt. Indikation:  31,88 /31,94, 0,41%)

Lehrlinge bauen: Ein Team aus Strabag-Lehrlingen hat in St. Pölten ein ganzes Mehrfamilienhaus gebaut. Zwölf Lehrlinge zwischen dem ersten und vierten Lehrjahr errichteten größtenteils eigenverantwortlich ein Reihenhaus mit fünf Wohneinheiten und knapp 530 m² Wohnfläche. Von Mitte Jänner bis Anfang März schlichteten die Teams aus jeweils zwei bis drei Lehrlingen knapp 3.500 Ziegel, brachten 7.480 kg Bewehrungseisen ein und stellten in acht Wochen den kompletten Rohbau fertig. Kürzlich wurde die Dachgleiche gefeiert. Künftig ist geplant gerade in den Wintermonaten mehr solcher Lehrlingsprojekte umzusetzen und damit nicht nur die Praxispause für die jungen Mitarbeiter:innen zu verkürzen, sondern vor allem auch neue Lernimpulse zu setzen.
Strabag ( Akt. Indikation:  42,15 /42,30, -0,30%)

Research: LBBW bestätigt das Hold-Rating für Amag und reduziert das Kursziel von 30,0 auf 26,0 Euro.
Amag ( Akt. Indikation:  27,50 /27,80, -0,54%)

Dividenden-Info: Auf der Frequentis-Hauptversammlung am 6. 6. 2024 soll eine Dividende in Höhe von 0,24 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2023 zur Beschlussfassung kommen, teilt das Unternehmen mit. Im Vorjahr lag die Dividende bei 0,22 Euro je Aktie.

(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 07.03.)


(07.03.2024)

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Wiener Börse Party #698: Was hat Porsche mit Varta vor? Valneva top, was Thomas Arnoldner und ich bei Die Seer machten




Amag
Akt. Indikation:  25.30 / 25.70
Uhrzeit:  19:17:13
Veränderung zu letztem SK:  0.79%
Letzter SK:  25.30 ( -1.17%)

Palfinger
Akt. Indikation:  22.45 / 22.75
Uhrzeit:  19:19:00
Veränderung zu letztem SK:  0.22%
Letzter SK:  22.55 ( 1.58%)

Strabag
Akt. Indikation:  39.25 / 39.70
Uhrzeit:  19:19:22
Veränderung zu letztem SK:  0.32%
Letzter SK:  39.35 ( 0.90%)

UBM
Akt. Indikation:  21.40 / 21.80
Uhrzeit:  19:17:37
Veränderung zu letztem SK:  0.47%
Letzter SK:  21.50 ( 0.00%)

Uniqa
Akt. Indikation:  8.02 / 8.04
Uhrzeit:  19:18:59
Veränderung zu letztem SK:  0.50%
Letzter SK:  7.99 ( 0.25%)

Wienerberger
Akt. Indikation:  32.90 / 33.04
Uhrzeit:  19:18:59
Veränderung zu letztem SK:  0.27%
Letzter SK:  32.88 ( 0.92%)

Zumtobel
Akt. Indikation:  5.78 / 5.84
Uhrzeit:  19:18:59
Veränderung zu letztem SK:  0.52%
Letzter SK:  5.78 ( 0.35%)



 

Bildnachweis

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    Switch Publishing Co Ltd

    Walker Evans
    Many are Called
    1966
    Houghton Mifflin


    07.03.2024, 9676 Zeichen

    Die Uniqa Insurance Group AG hat die verrechneten Prämien, inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung, in 2023 um 9,7 Prozent auf 7.185,6 Mio. Euro steigern können. Das Wachstum basiere auf Neugeschäft sowie auf Indexierungen. So wurden etwa die Prämien in der Krankenversicherung im abgelaufenen Jahr um 9 Prozent erhöht, so der Vorstand bei der Pressekonferenz. Die versicherungstechnischen Aufwendungen der Uniqa Group erhöhten sich 2023 um 11,5 Prozent auf 5.291,0 Mio. Euro (2022: 4.744,5 Mio. Euro). Hinsichtlich Unwetterschäden war 2023 eine der schlimmsten Perioden der vergangenen 20 Jahre. Die wetterbedingten Schäden beliefen sich in Österreich und CEE auf insgesamt 186 Mio. Euro. CEO Andreas Brandstetter geht davon aus, dass weiter mit Extrem-Wetterereignissen gerechnet werden muss. In einzelnen Fällen könne man keinen Versicherungsschutz mehr bieten, daher sei die Politik gefragt. "Die Schäden können nicht mehr allein von der Privatwirtschaft gedeckt werden", so Brandstetter. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 18,3 Prozent auf 302,7 Mio. Euro (2022: 256,0 Mio. Euro). Es soll eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie (Vorjahr 0,55 Euro) vorgeschlagen werden. Das Kapitalanlageergebnis stieg im Jahr 2023 auf 588,8 Mio. Euro (2022: 179,8 Mio. Euro). Hier würden sich die höheren Zinsen und die verbesserte Stabilität des Finanzmarktes niederschlagen, so Vorstand Kurt Svoboda, der die Uniqa-Anlagen als konservativ bezeichnet. Die regulatorische Kapitalquote nach Solvency II, die als Gradmesser für die Kapitalisierung gilt, lag bei Uniqa am Stichtag 31. Dezember 2023 bei rund 255 Prozent (2022: 246 Prozent). "Das ist 2,5 mal höher als vom Regulator vorgegeben,“ betont Brandstetter. Aufgrund des demografischen Wandels verstärkt die Uniqa ihre Aktivitäten im Gesundheitsbereich. Alle Gesundheitsthemen außerhalb der Versicherung, wie zB Gesundheitsvorsorge und Pflege, werden in der Mavie Holding zusammengefasst. Das Ökosystem Gesundheit beinhaltet u.a. die Gesundheitsprogramme "Mavie at Work", bei dem etwa Unternehmen eine Gesundheitsförderung angeboten wird, unter "Mavie me" gibt es Blut- oder Mikrobiom-Testkits für zu Hause, zudem werden die Bereiche Telemedizin und Pflege weiter ausgebaut. Laut dem CEO ist es gut möglich, dass es im Gesundheitsbereich zu weiteren Zukäufen kommen kann.
    Uniqa ( Akt. Indikation:  8,07 /8,09, 0,25%)

    Palfinger hat das Jahr 2023 mit Rekordwerten abgeschlossen. Der Umsatz wird mit 2,45 Mrd. Euro ausgewiesen (Vorjahr: 2,23 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis stieg um 39,8 Prozent auf 210,2 Mio. Euro. Mit 8,6 Prozent konnte die beste EBIT-Marge seit 2008 verzeichnet werden, so das Unternehmen. Somit hat Palfinger die eigene Guidance (Umsatz 2,4 Mrd. Euro, EBIT von über 200 Mio. Euro) erfüllt. Das Konzernergebnis stieg um 50,8 Prozent, von 71,4 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 107,7 Mio. Euro. "Maßgeblich dafür verantwortlich sind der sehr gute Produktmix, die gute Auslastung in den Werken, die volle Wirksamkeit der implementierten Preiserhöhungen und die Stabilisierung der Supply Chain", so das Unternehmen. Die Wachstumsregionen Nordamerika und Asien sowie der Bereich Marine verzeichneten 2023 die höchsten Profitabilitätssteigerungen – mit einem Plus von rund 17 Prozent Es soll eine Dividende in Höhe von 1,05 Euro je Aktie (Vorjahr 0,77 Euro je Aktie) vorgeschlagen werden. „Bei Palfinger wissen wir, wie man mit volatilen Rahmenbedingungen umgeht. Wir haben das 2023 eindrucksvoll bewiesen und wir werden auch die nicht weniger werdenden Herausforderungen im Jahr 2024 meistern“, betont CEO Andreas Klauser. Das Wirtschaftsumfeld ist laut Palfinger aktuell in Europa sehr herausfordernd. Der Auftragsstand reicht derzeit bis zum Ende des zweiten Quartals 2024. Für das erste Halbjahr erwartet das Unternehmen einen stabilen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sowie eine gute Profitabilität. Für einen Ausblick auf das zweite Halbjahr 2024 bestehe zum jetzigen Zeitpunkt eine sehr eingeschränkte Visibilität. Die ambitionierten Finanzziele für 2027 bleiben aufrecht: 2027 soll ein Umsatz von 3,0 Mrd. Euro bei einer EBIT-Marge von 10 Prozent und einem Return on Capital Employed von 12 Prozent erreicht werden, so der Kran-Hersteller. Die Raiffeisen-Analysten meinen in einer Kurzmitteilung: "Palfinger konnte die Finanzziele für 2023 erreichen. Im Einklang mit der Gewinnentwicklung wurde auch die Dividende angehoben. Der Ausblick für das Jahr 2024 fiel allerdings ungewöhnlich vage aus. Das Management sprach jedoch von stabilen Umsätzen in H1 und einer "guten Profitabilität". Letzteres ist jedoch als niedrigere Marge zu interpretieren, da die Schwäche in EMEA (vor allem Deutschland, Frankreich und Skandinavien) nicht durch Nordamerika kompensiert werden kann." Die letzte Empfehlung von Raiffeisen Research zur Palfinger-Aktie lautet Kauf.
    Palfinger ( Akt. Indikation:  23,90 /24,20, -0,00%)

    Der Licht-Konzern Zumtobel verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2023/24 einen Umsatzrückgang von 7,9 Prozent auf 840 Mio. Euro. Grund hierfür war laut dem Unternehmen die unverändert schwache Nachfrage im Components Segment, auch wenn sich hier im dritten Quartal langsam eine leichte Erholung abzeichnete, wie das Unternehmen mitteilt. Das Components Segment verzeichnete einen Umsatzrückgang von –20,4 Prozent auf 222,6 Mio. Euro, im Lightning-Bereich reduzierte sich der Umsatz um –2,1 Prozent auf 663,4 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,5 Prozent auf 45,9 Mio. Euro zurück. Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 5,5 Prozent (Vorjahr: 7,5 Prozent). Der Unternehmensgewinn beläuft sich auf 21,4 Mio. Euro nach 43,4 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ausblick wurde bestätigt: Für das Geschäftsjahr 2023/24 geht das Unternehmen weiterhin einen Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich und einer bereinigte EBIT-Marge (exklusive Sondereffekte) von 4 bis 6 Prozent aus. Seitens der Analysten von Raiffeisen Research heißt es in einer Kurzmitteilung: "Das dritte Quartal entsprach hinsichtlich des Umsatzes unserer Erwartung, das EBIT lag jedoch darunter. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde beibehalten, allerdings werden die Investitionen zurückgeschraubt, was unseres Erachtens vor allem auf eine Verschiebung ins nächste Jahr zurückzuführen ist." Die letzte Empfehlung von Raiffeisen Research zur Zumtobel-Aktie lautet Kauf.
    Zumtobel ( Akt. Indikation:  5,76 /5,84, -1,69%)

    Das Signa-Projekt Lamarr auf der Mariahilfer Straße wird verkauft. Die Liegenschaft samt des in Bau befindlichen Gebäudekomplexes wird in einem strukturierten Verkaufsverfahren angeboten, wie der Masseverwalter mitteilt. Zur Unterstützung eines transparenten Verkaufsprozesses wird der Insolvenzverwalter den renommierten Immobilienexperten Bruno Ettenauer beiziehen, wie es heißt. Bruno Ettenauer fungierte bekanntlich als CEO sowohl der S Immo als auch der CA Immo,

    Apropos Signa: Die Uniqa hat eine Anleihe der Signa Prime von 80 Mio. Euro im Depot, diese wurde 2023 auf 30 Prozent abgewertet, teilte Uniqa-Vorstand Kurt Svoboda bei der Pressekonferenz mit. Bei Assets under Management in Höhe von 20,4 Mrd. Euro mache dies einen geringen Teil aus. Im Insolvenzverfahren wird seitens der Uniqa aus Transparenz- und Gleichstellungsgründen ein geordnetes Sanierungsverfahren gefordert und keine Eigenverwaltung.

    UBM mit neuem Team in Deutschland: David S. Christmann übernimmt zum 1. April 2024 den Vorsitz der Geschäftsführung der UBM in Deutschland. Nachfolger von Werner Huber als technische Geschäftsführer in Deutschland sind bereits seit Jahresbeginn Bernhard Egert und Roman Ehrentraut, Damit besteht die deutsche Geschäftsführung ab Anfang April 2024 aus David S. Christmann (Vorsitz), Daniel Pfister (Finanzen) sowie Bernhard Egert (Technik) und Roman Ehrentraut (Technik).
    UBM ( Akt. Indikation:  20,30 /20,80, 0,24%)

    Appell: Der CEO des Baustoff-Konzerns Wienerberger, Heimo Scheuch, fordert weitere Schritte, die auf das Wohnbaupaket der Bundesregierung folgen sollen: Konkret fordert er eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Sanierungskosten – sowohl für Materialien als auch für Dienstleistungen – auf fünf Prozent. „Weiters muss österreichweit zusätzlicher Baugrund zur Verfügung gestellt und gemeinnütziger Wohnbau stärker gefördert werden," so Scheuch.
    Wienerberger ( Akt. Indikation:  31,88 /31,94, 0,41%)

    Lehrlinge bauen: Ein Team aus Strabag-Lehrlingen hat in St. Pölten ein ganzes Mehrfamilienhaus gebaut. Zwölf Lehrlinge zwischen dem ersten und vierten Lehrjahr errichteten größtenteils eigenverantwortlich ein Reihenhaus mit fünf Wohneinheiten und knapp 530 m² Wohnfläche. Von Mitte Jänner bis Anfang März schlichteten die Teams aus jeweils zwei bis drei Lehrlingen knapp 3.500 Ziegel, brachten 7.480 kg Bewehrungseisen ein und stellten in acht Wochen den kompletten Rohbau fertig. Kürzlich wurde die Dachgleiche gefeiert. Künftig ist geplant gerade in den Wintermonaten mehr solcher Lehrlingsprojekte umzusetzen und damit nicht nur die Praxispause für die jungen Mitarbeiter:innen zu verkürzen, sondern vor allem auch neue Lernimpulse zu setzen.
    Strabag ( Akt. Indikation:  42,15 /42,30, -0,30%)

    Research: LBBW bestätigt das Hold-Rating für Amag und reduziert das Kursziel von 30,0 auf 26,0 Euro.
    Amag ( Akt. Indikation:  27,50 /27,80, -0,54%)

    Dividenden-Info: Auf der Frequentis-Hauptversammlung am 6. 6. 2024 soll eine Dividende in Höhe von 0,24 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2023 zur Beschlussfassung kommen, teilt das Unternehmen mit. Im Vorjahr lag die Dividende bei 0,22 Euro je Aktie.

    (Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 07.03.)


    (07.03.2024)

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    Wiener Börse Party #698: Was hat Porsche mit Varta vor? Valneva top, was Thomas Arnoldner und ich bei Die Seer machten




    Amag
    Akt. Indikation:  25.30 / 25.70
    Uhrzeit:  19:17:13
    Veränderung zu letztem SK:  0.79%
    Letzter SK:  25.30 ( -1.17%)

    Palfinger
    Akt. Indikation:  22.45 / 22.75
    Uhrzeit:  19:19:00
    Veränderung zu letztem SK:  0.22%
    Letzter SK:  22.55 ( 1.58%)

    Strabag
    Akt. Indikation:  39.25 / 39.70
    Uhrzeit:  19:19:22
    Veränderung zu letztem SK:  0.32%
    Letzter SK:  39.35 ( 0.90%)

    UBM
    Akt. Indikation:  21.40 / 21.80
    Uhrzeit:  19:17:37
    Veränderung zu letztem SK:  0.47%
    Letzter SK:  21.50 ( 0.00%)

    Uniqa
    Akt. Indikation:  8.02 / 8.04
    Uhrzeit:  19:18:59
    Veränderung zu letztem SK:  0.50%
    Letzter SK:  7.99 ( 0.25%)

    Wienerberger
    Akt. Indikation:  32.90 / 33.04
    Uhrzeit:  19:18:59
    Veränderung zu letztem SK:  0.27%
    Letzter SK:  32.88 ( 0.92%)

    Zumtobel
    Akt. Indikation:  5.78 / 5.84
    Uhrzeit:  19:18:59
    Veränderung zu letztem SK:  0.52%
    Letzter SK:  5.78 ( 0.35%)



     

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    1. mind the #gabb

    Aktien auf dem Radar:Warimpex, CA Immo, Bawag, Austriacard Holdings AG, Lenzing, Amag, Telekom Austria, DO&CO, Rosenbauer, Cleen Energy, S Immo, Wiener Privatbank, Oberbank AG Stamm, Marinomed Biotech, Agrana, Erste Group, EVN, Flughafen Wien, Immofinanz, Mayr-Melnhof, Österreichische Post, Uniqa, VIG, Wienerberger.


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