27.08.2024, 2452 Zeichen
Die AMAG unterzeichnet die Antwerpener Deklaration und schließt sich damit der dringenden Forderung von mehr als 1.000 energieintensiven Unternehmen der Grundstoffindustrie nach einem „European Industrial Deal“ an. Ziel ist, die Klimawende zu schaffen und zugleich die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas zu erhalten. AMAG-CEO Helmut Kaufmann: „Die Unterzeichnung der Antwerpener Erklärung ist ein wichtiges Signal der AMAG und der gesamten energieintensiven Industrie in Europa. Wir stehen vor enormen Herausforderungen auf unserem Weg zur Klimaneutralität, und es ist essenziell, dass wir als Industrie die Unterstützung erhalten, die notwendig ist, um unsere Standorte zu modernisieren und nachhaltig zu gestalten. Eine moderne Infrastruktur und der Zugang zu CO2-freien Energien zu wettbewerbsfähigen Preisen sind unerlässlich, um unsere Ziele zu erreichen.“
In 10 Punkten fordert die Erklärung unter anderem die Straffung widersprüchlicher Regulierungen und die Reduzierung überbordender Dokumentationspflichten sowie die Schaffung neuer gesetzgeberischer Anreize für grüne Technologien. Zudem wird eine Vereinfachung des Rahmens für staatliche Beihilfen für saubere Technologien gefordert, um den Übergang auf dieselben zu erleichtern. Die Erklärung unterstreicht die Notwendigkeit, Europa als weltweit wettbewerbsfähigen Energielieferanten zu positionieren und die Rohstoffversorgung zu sichern. Eine europäische Strategie für den Ausbau der Infrastruktur in Bereichen wie Energie, Digitalisierung, Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS) und Recycling muss umgehend geschaffen werden. Zudem wird ein eigener Vizepräsident der EU-Kommission gefordert, der die Umsetzung des „Industrial Deals“ bis 2029 vorantreiben soll.
„Es besteht kein Zweifel, dass wir Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen müssen. Doch nachhaltige Industriepolitik ist nur dann nachhaltig, wenn die Industrie überlebt. Deshalb ist die Umsetzung der Forderungen der Antwerpener Erklärung entscheidend für eine erfolgreiche Bewältigung der Transformation zu einer CO2-neutralen Industrie. Was für Europa gilt, sollte auch in Österreich adäquat umgesetzt werden, ohne dabei im Alleingang über das vorgegebene Maß hinaus zu handeln. Ein unausgegorenes Erneuerbare-Gase-Gesetz und ein fehlendes Stromkostenausgleichsgesetz verschlechtern zusätzlich die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie, selbst im europäischen Vergleich“, so CEO Helmut Kaufmann.
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