20.08.2025, 2475 Zeichen
Der Aerospace-Konzern FACC hat den Umsatz im 1. Halbjahr 2025 um 10,6 Prozent auf 484,7 Mio. Euro steigern können. Das EBIT liegt mit 18,4 Mio. Euro unter dem Wert der Vorjahresperiode (22,5 Mio. Euro), was laut FACC den Verwerfungen in den internationalen Lieferketten sowie hohen Material- und Personalkosten geschuldet ist, aber insgesamt den Erwartungen des Managements entspricht. Die EBIT-Marge liegt nach sechs Monaten bei 3,8 Prozent (Vorjahreszeitraum: 5,2 Proznt). Das Ergebnis nach Steuer konnte leicht verbessert werden und liegt im Halbjahr bei 9,8 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 9,5 Mio. Euro). Im Fokus standen im 1. Halbjahr 2025 mitunter die Optimierung der Supply Chain sowie die Reduktion der Materialbestände. Diese wurden seit Ende des dritten Quartals 2024 signifikant reduziert und konnten somit zur Verbesserung des Cashflows beitragen. Der weltweite Auftragsstand liegt bei einem Rekordwert von über 17.500 bestellten Passagierflugzeugen. "Das zeigt sich auch am Order Backlog der FACC, das im ersten Halbjahr 2025 aufgrund von Neuaufträgen und Ratensteigerungen auf über 6 Mrd. USD gestiegen ist," so das Unternehmen.
Auf Basis der vom Markt geforderten Abrufe und der vorliegenden Bestellungen verfestigt sich der Ausblick für das FACC-Geschäftsjahr 2025. Das Unternehmen geht auf Basis der heutigen Marktentwicklung von einem Umsatzwachstum größer 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Nach dem 1. Quartal lag die Umsatzprognose bei einem Wachstum von 5 bis 15 Prozent. Die EBIT-Marge werde sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 durch Effekte aus dem in Umsetzung befindlichen Effizienzsteigerungsprogramm weiter verbessern (2024: 3,2 Prozent), so das Unternehmen im Ausblick.
Durch ein weltweites Produktions- und Vertriebsnetzwerk von 15 internationalen Standorten in Europa, Amerika und im asiatischen Raum verfügt die FACC angesichts bestehender geopolitischer Herausforderungen eigenen Angaben zufolge "über eine hohe Resilienz". Mit der Stärkung der Supply Chain in Indien, der Produktionsverlagerung der COMAC C919 Produktpalette (Struktur- und Innenraumsysteme) nach China sowie einer Erhöhung der Betriebsleistung an den Auslandsstandorten in den FACC-Werken in Kroatien/Jakovlje sowie in Kanada/Montreal habe diese Standortstrategie im ersten Halbjahr 2025 weiter vorangetrieben werden können. "Die seit Jahren globale FACC-Standortstrategie ist besonders im Umfeld der momentanen geopolitischen Veränderungen von Vorteil," heißt es.
Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber
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