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Top 5 Lithiumprojekt weltweit? XXL-Fund in Quebec stärkt westliche Lieferketten

Magazine aktuell


#gabb aktuell



05.02.2026, 8623 Zeichen

In Mali und der DR Kongo hat der Westen das Rennen um XXL-Lithiumvorkommen gegen China verloren. Explorationserfolge von Q2 Metals in Kanada wecken nun die Hoffnung auf ein Großprojekt ohne politische Risiken und ohne Beteiligung Pekings.

 

Der Lithiumexplorer Q2 Metals (ISIN: CA74739G1072, WKN: A3D4CR) legte Ende Januar Bohrergebnisse für das Lithiumprojekt Cisco im kanadischen Quebec vor. Bohrloch CS25-065 durchschnitt 179,2 Meter mit 1,24 % Li₂O. Wichtiger jedoch: Die Bohrung wurde nördlich der bekannten mineralisierten Zone des Projekts gesetzt und erweitert das System nach Norden in geringen Tiefen, wo keine Mineralisierung erwartet wurde. Die Lagerstätte bei Cisco fällt damit wohl noch größer aus als bislang gedacht.

 

Lithiumprojekt Cisco: 236 Mio. Tonnen mit 1,39 % Li₂O

 

Dabei wird die erste Mineralressourcenschätzung (MRE) für das Projekt an den Märkten ohnehin mit größter Aufmerksamkeit erwartet. Geplant ist die MRE für das erste Quartal. Analysten haben schon vorab geschätzt, wie groß die Lagerstätte sein könnte. „Wir haben unser Micromine-Modell für die im Jahr 2025 gemeldeten Analysen aktualisiert und schätzen nun, dass die Lagerstätte 236 Mio. t mit 1,39 % Li₂O enthält“, heißt es etwa in einem Bericht von Canaccord. Dies entspreche einem Zuwachs von 32 % gegenüber der ursprünglichen Schätzung.

 

Erweist sich die Schätzung als korrekt, handelt es sich bei Cisco um eines der fünf größten Lithium-Hartgesteinsprojekte der Welt. Ein Blick auf die anderen Projekte in dieser Liga zeigt, welche Bedeutung Cisco für die westlichen Lieferketten gewinnen könnte.

 

Mehr Lithium enthalten einer Canaccord-Analyse zufolge z. B. Manono Northeast im Süden der DR Kongo in der Provinz Tanganjika. Das Projekt befindet sich in der Bauphase und wird durch Zijin Mining (54,9 %) und das staatliche Bergbauunternehmen der DR Kongo, COMINIERE, betrieben. Zijin Mining gibt die Ressource mit 6,47 Mio. Tonnen LCE bei einem Gehalt von 1,50 % Li₂O bzw. 3,71 % LCE an.

 

Manono in der DR Kongo unter Kontrolle von Zijin Mining

 

Manono ist auf eine Gesamtkapazität von 5 Millionen Tonnen Abbau und Verarbeitung pro Jahr ausgelegt. Geplant ist der Bau einer Schmelzhütte, die jährlich 500.000 Tonnen Spodumenkonzentrat verarbeitet und daraus 95.170 Tonnen Rohlithiumsulfat produziert. „Der Minenbau ist bereits im Gange, das Wohnlager und der Solarpark der Phase I sind schon in Betrieb. Die Projekte für Abbau, Verarbeitung, Schmelzhütte, Logistik und Flussumleitung verlaufen planmäßig; die Inbetriebnahme ist für den 30. Juni 2026 vorgesehen“, teilt Zijin Mining mit.

 

Manono ist ein Gegenstand laufender internationaler juristischer Auseinandersetzungen. Ursprünglich war das australische Unternehmen AVZ Minerals im Besitz der Genehmigung zur Erschließung der Vorkommen. Die Genehmigung wurde jedoch im Februar 2023 vom kongolesischen Bergbauministerium widerrufen – mit der Begründung, dass AVZ Minerals die Lagerstätte nicht schnell genug erschlossen habe. Daraufhin war Zijin Mining am Zug. AVZ Minerals, das sich wegen des Vorwurfs der unzureichenden Information der eigenen Investoren über die Probleme in der DR Kongo seit November einem Verfahren der australischen Wertpapieraufsicht ASIC gegenübersieht, setzt die Gerichtsprozesse fort – Erfolg ungewiss.

 

Greenbushes in Australien mit China-Beteiligung

 

Auf dem zweiten Platz der größten Lithium-Hartgesteinsprojekte liegt Greenbushes in Westaustralien, 250 Kilometer südlich von Perth und Fremantle entfernt. Greenbushes wird durch das nicht mehr an der Börse notierte Talison Lithium betrieben. Albemarle hält eine Beteiligung von 49 % an Talison Lithium. Ein Joint Venture der Tianqi Lithium und IGO hält die restlichen 51 %.

 

Im Jahr 2024 wurden bei Greenbushes 5,8 Mt mit 2,0 % Li₂O gewonnen. Die verbliebene Erzreserve wird auf 172 Mt mit 1,9 % Li₂O geschätzt, die Mineralressource auf 440 MT mit 1,5 % Li₂O.

 

Pilgangoora ist laut Cannacord die drittgrößte Lithium-Lagerstätte im Hartgestein. Das Projekt befindet sich 140 km südöstlich von Port Hedland in der ressourcenreichen Pilbara-Region Westaustraliens. Der Eigentümer, das australische Unternehmen PLS Group (ehemals Pilbara Minerals), informiert: „Pilgangoora ist die weltweit größte unabhängige Hartgestein-Lithiummine und deckt rund 8 % des globalen Lithiumbedarfs. Mit dem Abschluss des Erweiterungsprojekts P1000 verfügt sie nun über die weltweit größte Lithium-Erzsortieranlage und kann jährlich bis zu 1 Million Tonnen Spodumenkonzentrat produzieren.“

 

Die jüngste Ressourcenschätzung aus dem Jahr 2025 wurde auf 446 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 1,28 % Lithiumoxid aktualisiert und enthält rund 5,7 Millionen Tonnen Lithiumoxid.

 

Goulamina in Mali: Ganfeng Lithium macht das Rennen

 

Die Lithiummine Goulamina liegt in der malischen Region Bamako, rund 50 Kilometer von der Grenze zu Guinea entfernt. Goulamina verfügt schätzungsweise über Lithiumoxidreserven von insgesamt 211 Millionen Tonnen mit einem durchschnittlichen Gehalt von 1,37 %. Die Mine wurde Ende 2024 eingeweiht, 2025 startete die kommerzielle Produktion. Mehrheitseigentümer und Betreiber ist Ganfeng Lithium. In Phase 1 ist eine jährliche Spodumenproduktion von 506.000 Tonnen vorgesehen, die später verdoppelt werden soll.

 

Goulamina hätte ein Projekt mit westlicher Beteiligung werden können: Das australische Unternehmen Leo Lithium war ursprünglich JV-Partner von Ganfeng Lithium. Aufgrund der politischen Instabilität des Landes entschied sich Leo Lithium jedoch für einen sicheren Exit in Form des Verkaufs der eigenen Anteile an Ganfeng für 342,7 Mio. USD.

 

Nach Manono, Greenbushes, Pilgangoora und Goulamina kommt im Ranking der größten Lithium-Hartgesteinlagerstätten das Cisco-Projekt von Q2 Metals. Ein Blick auf die vier größeren Projekte zeigt die Bedeutung von Cisco für die westlichen Lieferketten auf: Manono und Goulamina sind in chinesischer Hand, bei Greenbushes besteht eine signifikante chinesische Beteiligung.

 

Auch wenn die Exploration von Cisco noch nicht abgeschlossen ist, spricht vieles dafür, dass dieses Projekt es bis zum Produktionsstatus schaffen könnte. Noch in diesem Jahr werden wesentliche Fortschritte in diese Richtung erwartet: Neben der MRE im ersten Quartal sowie weiteren Bohrergebnissen und Resultaten metallurgischer Testarbeiten steht gegen Ende des Jahres auch eine PEA auf dem Plan.

 

Weitere Informationen zu Q2 Metals Corp. finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:

https://www.miningscout.de/minenaktien/q2-metals-corp/

 

Unternehmen: Q2 Metals Corp.

WKN: A3D4CR

ISIN: CA74739G1072

Webseite: https://www.q2metals.com/

 

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte

 

Die hier angebotene Berichterstattung stellt keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar und ist weder explizit noch implizit als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die hanseatic stock publishing UG und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Berichterstattung dient ausschließlich der Leserinformation und stellt zu keinem Zeitpunkt eine Handlungsaufforderung dar. Zwischen der hanseatic stock publishing UG und den Lesern der von ihr veröffentlichten Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich die Berichterstattung ausschliesslich lediglich auf das jeweils genannte Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung bezieht. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der hanseatic stock publishing UG Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Ferner besteht zwischen dem hier erwähnten Unternehmen oder mit ihm verbundenen Unternehmen und der hanseatic stock publishing UG ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag, womit ebenfalls ein Interessenkonflikt besteht. Da wir zu keinem Zeitpunkt ausschließen können, dass auch andere, Medien, Research- und Börseninformationsdienste die von uns erwähnten Werte im gleichen Zeitraum besprechen, kann es zu einer symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Mitarbeiter des Herausgebers halten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Aktien oder Aktien-Optionen des besprochenen Wertpapieres. Eine Veränderung, Verwendung oder Reproduktion dieser Publikation ohne eine vorherige schriftliche Zustimmung von der hanseatic stock publishing UG (haftungsbeschränkt) ist untersagt. Bitte lesen Sie auch unseren Disclaimer: https://www.miningscout.de/disclaimer-agb/.

 

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    Lithiumprojekt Cisco: 236 Mio. Tonnen mit 1,39 % Li₂O

     

    Dabei wird die erste Mineralressourcenschätzung (MRE) für das Projekt an den Märkten ohnehin mit größter Aufmerksamkeit erwartet. Geplant ist die MRE für das erste Quartal. Analysten haben schon vorab geschätzt, wie groß die Lagerstätte sein könnte. „Wir haben unser Micromine-Modell für die im Jahr 2025 gemeldeten Analysen aktualisiert und schätzen nun, dass die Lagerstätte 236 Mio. t mit 1,39 % Li₂O enthält“, heißt es etwa in einem Bericht von Canaccord. Dies entspreche einem Zuwachs von 32 % gegenüber der ursprünglichen Schätzung.

     

    Erweist sich die Schätzung als korrekt, handelt es sich bei Cisco um eines der fünf größten Lithium-Hartgesteinsprojekte der Welt. Ein Blick auf die anderen Projekte in dieser Liga zeigt, welche Bedeutung Cisco für die westlichen Lieferketten gewinnen könnte.

     

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    Manono ist auf eine Gesamtkapazität von 5 Millionen Tonnen Abbau und Verarbeitung pro Jahr ausgelegt. Geplant ist der Bau einer Schmelzhütte, die jährlich 500.000 Tonnen Spodumenkonzentrat verarbeitet und daraus 95.170 Tonnen Rohlithiumsulfat produziert. „Der Minenbau ist bereits im Gange, das Wohnlager und der Solarpark der Phase I sind schon in Betrieb. Die Projekte für Abbau, Verarbeitung, Schmelzhütte, Logistik und Flussumleitung verlaufen planmäßig; die Inbetriebnahme ist für den 30. Juni 2026 vorgesehen“, teilt Zijin Mining mit.

     

    Manono ist ein Gegenstand laufender internationaler juristischer Auseinandersetzungen. Ursprünglich war das australische Unternehmen AVZ Minerals im Besitz der Genehmigung zur Erschließung der Vorkommen. Die Genehmigung wurde jedoch im Februar 2023 vom kongolesischen Bergbauministerium widerrufen – mit der Begründung, dass AVZ Minerals die Lagerstätte nicht schnell genug erschlossen habe. Daraufhin war Zijin Mining am Zug. AVZ Minerals, das sich wegen des Vorwurfs der unzureichenden Information der eigenen Investoren über die Probleme in der DR Kongo seit November einem Verfahren der australischen Wertpapieraufsicht ASIC gegenübersieht, setzt die Gerichtsprozesse fort – Erfolg ungewiss.

     

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