30.04.2026, 4601 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Palfinger: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur Palfinger stufen wir unsere Emp- fehlung auf Akkumulieren ab (zuvor: Kaufen) mit neuem Kursziel EUR 42,0/Ak- tie (zuvor: EUR 43,40). Da das Management eine stärkere zweite Jahreshälfte 2026 erwartet und die ehrgeizigen Ziele für 2030 bekräftigt (EUR 3 Mrd. Umsatz, 12% E- BIT-Marge), bleibt unsere mittelfristige Überzeugung intakt. Die kurzfristige Entwicklung wird jedoch Geduld erfordern, da das Unternehmen die Lücke zu einer breiteren Erholung in der zweiten Jahreshälfte schließen muss. Im Peer Group Vergleich notiert die Palfinger-Aktie weiter mit Abschlägen zur Peer Group und insbesondere zum wichtigsten Mitbewerber Hiab."
Andritz: "Andritz veröffentlichte seine Ergebnisse zum 1. Quartal 2026 nachdem bereits vorab ein Rekordauftragseingang von EUR 3,6 Mrd. (+54% J/J) bekannt gegeben worden war. Andritz startete das Jahr mit einem Rekordauftragseingang von EUR 3,6 Mrd., der nicht nur von einigen mittelgroßen Aufträgen im Segment Hydro, sondern auch von der anhaltenden P&P-Nachfrage getragen wurde. Der Re- kordauftragsbestand von mehr als EUR 12,4 Mrd. bietet zudem eine bessere Visibilität für die kommenden Quartale, insbesondere für die ambitionierten Fi- nanzziele 2027. Wir stufen die Aktie mit einer Kaufen-Empfehlung ein."
Frequentis: "Aufgrund der stärker als erwarteten Wachstumsdynamik und der steigenden Cash Conversion Rate im GJ 2025 erhöhen wir unser Kursziel auf EUR 85 (zuvor EUR 65) und stufen unser Rating auf Akkumulieren hoch (zuvor Halten). Die Frequentis-Aktie zeigt bei DCF, im Peer Group-Vergleich, und in der Regression EBITDA-Wachstum vs. EV/EBITDA eine Unterbewertung auf, alle anderen Kennziffern zeigen jedoch eine angemessene Bewertung auf."
Mayr-Melnhof: "Mayr-Melnhof veröffentlichte diese Woche ihr Trading Statement zum 1. Quartal 2026, das im Rahmen unserer Erwartungen lag. Der Vorstand gibt keinen konkreten Finanzausblick für 2026. Zusätzlich zu einem anspruchsvolleren Preis- und Mengenumfeld als im 4. Quartal 2025 wirken sich laut Management Kostensteigerungen infolge des Nahostkonflikts negativ aus - insbesondere bei Energie, Transport und Chemikalien. Daraus ergeben sich laut Vorstand für das Gesamtjahr Ergebnisrisiken, zumal die Branche von strukturellen Überkapazitäten und intensivem Wettbewerb geprägt ist. Das Fit-for-Future-Programm zeigt gleichzeitig jedoch stärkere Fortschritte als geplant. Mayr-Melnhof verzeichnete ein weiteres schwaches, aber im Großen und Ganzen ausgeglichenes Quartal. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2026 sieht das Management im herausfordernden Umfeld ein wesentliches Ertragsrisiko (ca. 6% des bereinigten EBITDA 2025). Während das Fit-for-Future-Programm erhebliche Einsparungen bringen und die mittelfristige Rentabilität unterstützen sollte, begrenzen anhaltende Überkapazitäten und Preisdruck bei Karton und Papier, neue Kapazitäten am Markt sowie Wartungskosten das kurzfristige Potenzial. Wir stufen die MM-Aktie weiter mit Halten ein."
Ausblick: Kommende Woche berichten RBI, FACC, Lenzing und die Österreichische Post über ihre Q1-Ergebnisse. CA Immo, PORR, SBO und Mayr-Melnhof handeln Ex-Dividende. CA Immo und Wienerberger halten ihre Hauptversammlungen ab.
Wiener Börse Party #1181: ATX unverändert, AT&S mit der doppelten 600 und MSCI vs. Stoxx, Palfinger nach Auftrag gesucht
Aktien auf dem Radar:AT&S, Lenzing, Strabag, Austriacard Holdings AG, Semperit, EuroTeleSites AG, Erste Group, FACC, Addiko Bank, voestalpine, Rosgix, Fabasoft, Mayr-Melnhof, Agrana, CPI Europe AG, Telekom Austria, BKS Bank Stamm, Wolford, Amag, Österreichische Post, Symrise, Fresenius Medical Care, Fresenius, Rheinmetall, Deutsche Telekom, Brenntag, SAP, Volkswagen Vz., DAIMLER TRUCK HLD..., Deutsche Post, Siemens Healthineers.
Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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