06.08.2026, 2774 Zeichen
Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Kontron einen Gesamtumsatz von 737,1 Mio. Euro (6M 2025: 729,0 Mio. Euro bereinigt). Bereinigt um die Auswirkungen der entkonsolidierten Gesellschaften (55,1 Mio. Euro) wuchs das operative Geschäft auf organischer Basis um 1,1 Prozent. Geprägt war das Halbjahr von einem anhaltenden Umsatzwachstum in den Kernbereichen Cybersolutions (+16,3 Prozent), Aerospace & Defense (+31,8 Prozent) sowie Transportation (+11,0 Prozent), während im Bereich GreenTec der Umsatz um 42,8 Prozent zurückging. Der Auftragsbestand zum Ende des 1. Halbjahres erreichte mit 2.750 Mio. Euro ein neues Rekord-Niveau (31. Dezember 2025: 2.495 Mio. Euro). Die Book-to-Bill-Ratio lag im 2. Quartal 2026 bei 1,55 und unterstreicht laut Kontron die enorm hohe Nachfrage nach den Produkten und Lösungen der Kontron AG in den kommenden Jahren.
Das bereinigte EBITDA belief sich im ersten Halbjahr auf 100,8 Mio. Euro (6M 2025: 90,9 Mio. Euro bereinigt). Bereinigt um Restrukturierungskosten von 16,4 Mio. Euro für 2026 und Sondererträge der Entkonsolidierung für 2025. Das Konzernergebnis nach Minderheiten belief sich bereinigt auf 48,8 Mio. Euro oder 0,78 Euro je Aktie und berichtet auf 34,9 Mio. Euro oder 0,56 Euro je Aktie. Die Vorjahreswerte beliefen sich bereinigt auf 46,5 Mio. Euro oder 0,76 Euro und berichtet auf 88,9 Mio. Euro oder 1,45 Euro je Aktie.
Kontron hat zum Ende des ersten Halbjahres einen Großteil der strategischen Neuausrichtung bereits erfolgreich durchlaufen. Das Restrukturierungsprogramm im Bereich GreenTec sieht den Abbau von 500 Stellen vor. Davon sind bereits 424 abgeschlossen oder vereinbart. Das Programm soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. Die Kosteneinsparungen von jährlich über 30 Mio. Euro werden vollständig ab dem Geschäftsjahr 2027 sichtbar, so das Unternehmen.
Der operative Cashflow belief sich im ersten Halbjahr auf -13,8 Mio. Euro (6M 2025: 16,3 Mio.) und reflektiert insbesondere den temporären starken Aufbau von Lagerbeständen über 47 Mio. Euro im Zuge der Chipkrise. Zum 30. Juni 2026 verfügte Kontron über liquide Mittel von 171,5 Mio. Euro.
Für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt der Vorstand den Ausblick von einem Umsatz leicht über Vorjahresniveau von 1.607 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der verkauften Geschäftsbereiche von 75 Mio. Euro, ergibt sich damit ein organisches Wachstum von 8 Prozent. Die starke Allokation von Microchips für KI-Rechenzentren führten im ersten Halbjahr 2026 zu aufgebauten Kundenrückständen (Delinquent Backlog) von zuletzt 50,4 Mio. Euro. Gelingt der Abbau dieser Rückstände könnte der Umsatz um diesen Betrag steigen, wie es heißt. Der Vorstand erwartet für 2026 unverändert ein bereinigtes EBITDA von 225 Mio. Euro vor Restrukturierungsaufwendungen von rund 25 Mio. Euro.
Börsepeople im Podcast S25/17: Jana Micka
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Der Technologiekonzern Kontron AG – ehemals S&T AG – ist mit mehr als 6.000 Mitarbeitern und Niederlassungen in 32 Ländern weltweit präsent. Das im SDAX® an der Deutschen Börse gelistete Unternehmen ist einer der führenden Anbieter von IoT (Internet of Things) Technologien. In diesen Bereichen konzentriert sich Kontron auf die Entwicklung sicherer und vernetzter Lösungen durch ein kombiniertes Portfolio aus Hardware, Software und Services.
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