25.11.2025, 3489 Zeichen
Das Vermögen der Private Banking-Kunden in Österreich stieg 2024 auf 974 Milliarden Euro. Bis 2030 soll es auf 1,2 Billionen Euro steigen, wie eine Analyse des internationalen Beratungsunternehmens zeb zum Private Banking-Markt in Österreich aufzeigt. Insgesamt 76.200 Haushalte in Österreich verfügen über ein liquides Vermögen von mindestens 500.000 Euro. Davon nennen 10.650 Haushalte ein Vermögen von mehr als drei Millionen Euro ihr Eigen. In beiden Kundensegmenten (Wealth-Management ab 3 Millionen Euro und Private Banking zwischen 500.000 und 3 Millionen Euro) ist die Anzahl der Haushalte mit einem entsprechenden Vermögen um sieben Prozent gestiegen und wird auch weiter steigen, wie das Beratungshaus zeb prognostiziert. „Der Zuwachs bei den Kunden und beim Vermögen birgt für Österreichs Privat Banking-Anbieter ein beachtliches Potenzial“, erklärt Michaela Schneider Managing Partner bei zeb Austria, „allerdings führt die zunehmende Dynamik im Markt auch zu einem steigenden Wettbewerb, der den Handlungsdruck auf die Anbieter verstärkt.“ Mit 3,17 Milliarden Euro lag das Ertragspotenzial im Private Banking und Wealth Management um 8,9 Prozent über jenem aus dem Jahr davor. Gegenüber 2019 hat sich das Ertragspotenzial der Banken sogar nahezu verdoppelt (exakt 83,2 Prozent). Das durchschnittliche jährliche Wachstum (CAGR) lag damit bei 12,9 Prozent. Angetrieben wurde diese Entwicklung vor allem von den Einlagen, deren Zuwachs nach Jahren mit Nullzinsen von einem zuletzt relativ hohen Zinsniveau befördert wurde. Allein der Bereich der Einlagen verzeichnete in den letzten Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum (CAGR) von 84,7 Prozent auf 1,11 Milliarden Euro (2024). Die Erträge bei den übrigen Positionen stiegen lediglich um 4,3 Prozent per anno. „Das erhöhte Zinsniveau hat sich temporär verfestigt – das spiegelt sich auch in den Erträgen wider. Wir sehen höheres Wachstum. Letztlich bleibt aber das Risiko, dass es zu einem Zinsumschwung kommt, weiterhin sehr virulent“, erklärt Markus Bräckle, Senior Manager bei zeb.
Im Unterschied zu Deutschland und der Schweiz, wo die Ertragsmarge der Banken zuletzt stieg, verzeichneten die österreichischen Privatbanken im Jahr 2024 einen leichten Rückgang um zwei Prozentpunkte. Zurückzuführen ist dies auf die überproportional gestiegenen Kosten, aber auch auf die Zinsentwicklung. Dennoch weisen die untersuchten Banken in Österreich vergleichsweise eine bessere Cost-Income-Ratio (CIR) (61 Prozent) auf, als die deutschen Banken (70 Prozent) und die Schweizer Banken (71 Prozent). „Um die Ergebnissituation im Hinblick auf eine drohende Zinswende nachhaltig abzusichern, weisen Österreichs Banken bei den Ertragsmargen noch Spielraum auf. Chancen sehen wir insbesondere auf der Provisionsseite.“, erläutert Michaela Schneider: „Jetzt ist jedenfalls der richtige Zeitpunkt, um strategische Investitionen zu tätigen.“ Geraten wird den Privatbanken, bei ihrer Kundenansprache ein exklusives, sichtbares und abgrenzbares Leistungsversprechen zu liefern. Dieses umfasst Standort, Pricing, Marke und Services. Des weiteren sollte eine 360°-Sicht auf die Kundenportfolios sowie eine (noch) individuellere Beratung und mehr Effizienz im Fokus stehen. Banken sollten zudem das Vermögen ganzheitlich managen – auch unter zu Hilfenahme von künstlicher Intelligenz, die auf umfangreichen Datensätzen basiert und hochpersonalisierte Lösungen ermöglicht. Und auch die Bedürfnisse der NextGen sollten berücksichtigt werden.
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Michaela Schneider Managing Partner bei zeb Austria, Foto: zeb Austria
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FACC
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