Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.







Magazine aktuell


#gabb aktuell



19.09.2012, 3487 Zeichen

(Von: Wolfgang Matejka) Krieg der Welten

Ich weiß, dramaturgische Verzerrung liebe ich und das Spiel mit abstrakten Vergleichen ebenso, aber das, was uns gerade blüht, bzw. sich vor unseren teils verbundenen Augen und verstopften Ohren abspielt, hat schon etwas von Hollywoods besten Endzeitschinken. Unser „Schicksal“ und unsere „Finanzordnung“ stehen gerade vor einer ihrer härtesten Proben.

Es geht um die Frage, ob Sachwerte wie Aktien beispielsweise in unseren Tagen überhaupt noch Sinn haben. Ja gar darum, ob sie nicht ob ihres wertschaffenden Charakters zerstörend wirken oder als solches gebrandmarkt werden. Und dies ist kein wildes Dahergeschreibsel, dies ist die tägliche Realität in den Zimmern unserer Banken und Versicherer gegenüber jenen der Staatsrepräsentanten. Es geht darum, wer unsere Schulden in Zukunft tragen wird. Es geht darum, dass wir einen enormen Haufen an Zinsen und Zinseszinsen vor uns herschieben. Es geht darum, ob man sich traut, die Verarbeitung dieser Schuld dem Markt zu überlassen und diesen dafür zu fördern und zu unterstützen, oder in die komplette Gegenrichtung zu steuern indem man die Inflation „steuert“ und die Bedienung der Staatsschuld quasi zur Pflichtaufgabe jeder Geldsammelstelle macht, wie es Versicherungen beispielsweise eben sind. Entmündigung und Gängelung als Bedingung für die Existenz.

Dieser Konflikt hat das Potential, unser Wirtschaftsgefüge für die nächsten Jahrzehnte komplett zu wandeln. Uns in eine rückwärts laufende Spirale der Ökonomie zu drängen an deren Ende der Sozialscheck steht.

Es ist nicht unlogisch und von der Hand zu weisen, dass eine kontrollierende Staatshand Gutes und Steuerndes und somit Sicherheit bewirkt. Chinas Wirtschaftswunder wäre ohne die harte Hand des Zentralbüros in Peking nicht möglich gewesen. Aber es bedingt eines gewaltigen Willens zum freien Kapital, um dieses dann auch wachsen zu lassen. Wir sehen gerade in Europa Tendenzen hin zum Gegenteil. Übermäßige Staatskontrolle, überbordende und erstickende Regularien, Kontrollanforderungen die jegliches freie Denken reduzieren, keine Zeit übrig lassen für die Pflichtaufgaben, die Leistungsfähigkeit massiv belasten.

Europa, mit seinem Mario Draghi, hat es geschafft, sich aus den Fesseln von Hedgefonds und allzu guten „Freunden“ aus USA kurzfristig zu befreien. Die Versprechen, mit Wachstumsinitiativen dem Kontinent auf die Sprünge zu helfen verhallen dagegen seit Monaten im Off. Da tun die USA mit dem direkten Kauf von Pfandbriefen weit mehr für ihre Wirtschaft und haben wieder einen Investitionsstein ins Rollen gebracht der nachhaltig wirkt ohne allzu viel zu kosten. Europa kämpft dagegen noch mit sich, ob und wie man über den eigenen Schatten springen soll, oder ob es nicht besser wäre wie gehabt über Griechenland oder Spanien abzulenken und die Strukturinvestitionen anderen zu überlassen.

Wir sollten uns dessen bewusst werden, dass es jetzt um die Selbständigkeit von Versicherungen, Pensionskassen und auch Banken geht, deren Funktion als Financier und Beschützer von Industrie und Vermögen erneuert wird und unsere Wirtschaft wieder auf eigenen Beinen (nicht nur auf einem Bein, jenem der Realwirtschaft) zu gehen beginnt. Der Finanzmarkt gehört zur Wirtschaft dazu!

Ich glaube nämlich nicht, dass ein Versicherungsvorstand gerne die Frage beantworten möchte, warum er Anleihen mit negativen Zinsen kauft anstatt gleich seinen Kunden weniger Prämien ab zu verlangen. Weil er vielleicht gar nicht anders DARF … ?!?



BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1078: ATX schon wieder auf All-time-High-Kurs, Do&Co gesucht, Good News für AT&S, cyan und Novomatic




 

Bildnachweis

1.

Aktien auf dem Radar:Amag, Flughafen Wien, Polytec Group, Kapsch TrafficCom, Agrana, Rosenbauer, Palfinger, Porr, Addiko Bank, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Strabag, AT&S, Frequentis, Mayr-Melnhof, voestalpine, Wienerberger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, SW Umwelttechnik, Athos Immobilien, EVN, CPI Europe AG, OMV, Österreichische Post, Verbund, Fresenius Medical Care, SAP, Scout24, Commerzbank, Continental.


Random Partner

wikifolio
wikifolio ging 2012 online und ist heute Europas führende Online-Plattform mit Handelsstrategien für alle Anleger, die Wert auf smarte Geldanlage legen. wikifolio Trader, darunter auch Vollzeitinvestoren, erfolgreiche Unternehmer, Experten bestimmter Branchen, Vermögensverwalter oder Finanzredaktionen, teilen ihre Handelsideen in Musterportfolios, den wikifolios.

>> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 17-18: Andritz(3), voestalpine(1)
    BSN Vola-Event Strabag
    BSN Vola-Event AT&S
    Star der Stunde: Polytec Group 1.57%, Rutsch der Stunde: Verbund -2.05%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 16-17: RBI(1), AT&S(1), SBO(1), voestalpine(1)
    Star der Stunde: Porr 1.73%, Rutsch der Stunde: Zumtobel -1.25%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: Lenzing(1), RBI(1)
    BSN Vola-Event Porr
    Star der Stunde: RBI 1.54%, Rutsch der Stunde: AT&S -0.81%

    Featured Partner Video

    Wiener Börse Party #1063: Closing Bell 2025 für die Wiener Börse, die mit ihrer Aussendung um wenige Stunden zu früh war, Steuer-Debakel

    Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

    Books josefchladek.com

    Marjolein Martinot
    Riverland
    2025
    Stanley / Barker

    Thonet
    Stahlrohrmöbel (Catalogue 1934)
    1934
    Selbstverlag

    Ludwig Kozma
    Das Neue Haus
    1941
    Verlag Dr. H. Girsberger & Cie

    Jan Holkup
    Posedy / Hunting Stands
    2025
    PositiF

    Elizabeth Alderliesten
    Not Shameless
    2025
    Self published

    Zinsen, Zinseszinsen, Entmündigung, Gängelung (Wolfgang Matejka)


    19.09.2012, 3487 Zeichen

    (Von: Wolfgang Matejka) Krieg der Welten

    Ich weiß, dramaturgische Verzerrung liebe ich und das Spiel mit abstrakten Vergleichen ebenso, aber das, was uns gerade blüht, bzw. sich vor unseren teils verbundenen Augen und verstopften Ohren abspielt, hat schon etwas von Hollywoods besten Endzeitschinken. Unser „Schicksal“ und unsere „Finanzordnung“ stehen gerade vor einer ihrer härtesten Proben.

    Es geht um die Frage, ob Sachwerte wie Aktien beispielsweise in unseren Tagen überhaupt noch Sinn haben. Ja gar darum, ob sie nicht ob ihres wertschaffenden Charakters zerstörend wirken oder als solches gebrandmarkt werden. Und dies ist kein wildes Dahergeschreibsel, dies ist die tägliche Realität in den Zimmern unserer Banken und Versicherer gegenüber jenen der Staatsrepräsentanten. Es geht darum, wer unsere Schulden in Zukunft tragen wird. Es geht darum, dass wir einen enormen Haufen an Zinsen und Zinseszinsen vor uns herschieben. Es geht darum, ob man sich traut, die Verarbeitung dieser Schuld dem Markt zu überlassen und diesen dafür zu fördern und zu unterstützen, oder in die komplette Gegenrichtung zu steuern indem man die Inflation „steuert“ und die Bedienung der Staatsschuld quasi zur Pflichtaufgabe jeder Geldsammelstelle macht, wie es Versicherungen beispielsweise eben sind. Entmündigung und Gängelung als Bedingung für die Existenz.

    Dieser Konflikt hat das Potential, unser Wirtschaftsgefüge für die nächsten Jahrzehnte komplett zu wandeln. Uns in eine rückwärts laufende Spirale der Ökonomie zu drängen an deren Ende der Sozialscheck steht.

    Es ist nicht unlogisch und von der Hand zu weisen, dass eine kontrollierende Staatshand Gutes und Steuerndes und somit Sicherheit bewirkt. Chinas Wirtschaftswunder wäre ohne die harte Hand des Zentralbüros in Peking nicht möglich gewesen. Aber es bedingt eines gewaltigen Willens zum freien Kapital, um dieses dann auch wachsen zu lassen. Wir sehen gerade in Europa Tendenzen hin zum Gegenteil. Übermäßige Staatskontrolle, überbordende und erstickende Regularien, Kontrollanforderungen die jegliches freie Denken reduzieren, keine Zeit übrig lassen für die Pflichtaufgaben, die Leistungsfähigkeit massiv belasten.

    Europa, mit seinem Mario Draghi, hat es geschafft, sich aus den Fesseln von Hedgefonds und allzu guten „Freunden“ aus USA kurzfristig zu befreien. Die Versprechen, mit Wachstumsinitiativen dem Kontinent auf die Sprünge zu helfen verhallen dagegen seit Monaten im Off. Da tun die USA mit dem direkten Kauf von Pfandbriefen weit mehr für ihre Wirtschaft und haben wieder einen Investitionsstein ins Rollen gebracht der nachhaltig wirkt ohne allzu viel zu kosten. Europa kämpft dagegen noch mit sich, ob und wie man über den eigenen Schatten springen soll, oder ob es nicht besser wäre wie gehabt über Griechenland oder Spanien abzulenken und die Strukturinvestitionen anderen zu überlassen.

    Wir sollten uns dessen bewusst werden, dass es jetzt um die Selbständigkeit von Versicherungen, Pensionskassen und auch Banken geht, deren Funktion als Financier und Beschützer von Industrie und Vermögen erneuert wird und unsere Wirtschaft wieder auf eigenen Beinen (nicht nur auf einem Bein, jenem der Realwirtschaft) zu gehen beginnt. Der Finanzmarkt gehört zur Wirtschaft dazu!

    Ich glaube nämlich nicht, dass ein Versicherungsvorstand gerne die Frage beantworten möchte, warum er Anleihen mit negativen Zinsen kauft anstatt gleich seinen Kunden weniger Prämien ab zu verlangen. Weil er vielleicht gar nicht anders DARF … ?!?



    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Wiener Börse Party #1078: ATX schon wieder auf All-time-High-Kurs, Do&Co gesucht, Good News für AT&S, cyan und Novomatic




     

    Bildnachweis

    1.

    Aktien auf dem Radar:Amag, Flughafen Wien, Polytec Group, Kapsch TrafficCom, Agrana, Rosenbauer, Palfinger, Porr, Addiko Bank, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Strabag, AT&S, Frequentis, Mayr-Melnhof, voestalpine, Wienerberger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, SW Umwelttechnik, Athos Immobilien, EVN, CPI Europe AG, OMV, Österreichische Post, Verbund, Fresenius Medical Care, SAP, Scout24, Commerzbank, Continental.


    Random Partner

    wikifolio
    wikifolio ging 2012 online und ist heute Europas führende Online-Plattform mit Handelsstrategien für alle Anleger, die Wert auf smarte Geldanlage legen. wikifolio Trader, darunter auch Vollzeitinvestoren, erfolgreiche Unternehmer, Experten bestimmter Branchen, Vermögensverwalter oder Finanzredaktionen, teilen ihre Handelsideen in Musterportfolios, den wikifolios.

    >> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 17-18: Andritz(3), voestalpine(1)
      BSN Vola-Event Strabag
      BSN Vola-Event AT&S
      Star der Stunde: Polytec Group 1.57%, Rutsch der Stunde: Verbund -2.05%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 16-17: RBI(1), AT&S(1), SBO(1), voestalpine(1)
      Star der Stunde: Porr 1.73%, Rutsch der Stunde: Zumtobel -1.25%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: Lenzing(1), RBI(1)
      BSN Vola-Event Porr
      Star der Stunde: RBI 1.54%, Rutsch der Stunde: AT&S -0.81%

      Featured Partner Video

      Wiener Börse Party #1063: Closing Bell 2025 für die Wiener Börse, die mit ihrer Aussendung um wenige Stunden zu früh war, Steuer-Debakel

      Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

      Books josefchladek.com

      Pedro J. Saavedra
      Donde el viento da la vuelta
      2023
      Self published

      Ray K. Metzker
      City Lux
      2025
      Ludion Publishers

      Man Ray
      Photographie n'est pas L'Art
      1937
      GLM

      Marjolein Martinot
      Riverland
      2025
      Stanley / Barker

      JH Engström
      Dimma Brume Mist
      2025
      Void