Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.







Magazine aktuell


#gabb aktuell



20.11.2012, 2231 Zeichen

Hans Werner Sinn, Chef des ifo-Institutes in München, gilt als einer der schärfsten Kritiker der Rettungsbemühungen für Eurokrisenländer. Wenn sein Institut diesen Ländern nun Fortschritte bescheinigt, hat das also Gewicht. Doch die Forscher schränken die Genesungsdiagnose gleich wieder kräftig ein.
Die Financial Times Deutschland beauftragte das Institut mit einer Untersuchung der Handelsbilanzdefizite und Überschüsse in Europa und das Ergebnis war eindeutig: Alle Krisenländer haben mehr oder weniger große Fortschritte beim Abbau ihrer Defizite vorzuweisen, Irland kann sogar einen Überschuss erwirtschaften.

Das sind gute Nachrichten, denn nur ein Handelsüberschuss – oder Transferzahlungen – können diese Länder in die Lage versetzen, langfristig Auslandsschulden abzubauen. Allerdings dämpft das ifo-Institut jede Euphorie gleich im Keim.

Denn erstens sei nicht klar, wie viel Verbesserungen auf die Rezessionen in manchen der betroffenen Ländern zurückzuführen seien. Wenn eine Wirtschaft einbricht, gehen eben auch die Importe zurück. Und zweitens hätten die meisten der Länder noch einen weiten Weg vor sich - immerhin verbuchen sie weiter Defizite im Handel mit dem Ausland, die finanziert werden müssen.

Akademisch ist es tatsächlich interessant zu wissen, wie viel der Verbesserungen von konjunktureller Seite kommt und wie viel einen Strukturwandel wiederspiegeln. Das kann allerdings niemand sagen und im Fall der Reformländer geht das eine ganz klar in das andere über.

Wenn Mitarbeiter entlassen werden, hat das neben einer sozialen Dimension natürlich konjunkturelle Wirkungen, aber eben auch strukturelle: Die Produktivität steigt in der Regel. Und eben diese strukturellen Auswirkungen harter Maßnahmen sind der Sinn der "Rosskur", der sich derzeit einige der Krisenstaaten unterziehen.

Dass der Weg noch lang ist und die Fortschritte bisher bei weitem nicht ausreichen: Nun, da sind sich die ifo-Forscher vermutlich mit allen anderen – eingeschlossen der Befürworter des Rettungskurses - absolut einige. Die Kernfrage dabei ist ob der ganze Weg zu finanzieren ist, durch die EZB und die anderen Europartner. Und ob es überhaupt eine Alternative dazu gibt.



BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1120: ATX mit Intraday Turnaround Monday nun plötzlich stark Plus, 80s-Lesung und morgen ist Baader Day




 

Bildnachweis

1.

Aktien auf dem Radar:Semperit, Mayr-Melnhof, CPI Europe AG, EuroTeleSites AG, Austriacard Holdings AG, Kapsch TrafficCom, Rosgix, Zumtobel, CA Immo, Telekom Austria, Strabag, Rosenbauer, AT&S, DO&CO, Frequentis, Lenzing, Marinomed Biotech, Palfinger, Verbund, voestalpine, Wolford, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, EVN, Österreichische Post.


Random Partner

Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 19-20: Wienerberger(1)
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 18-19: Kontron(5), Wienerberger(1)
    Star der Stunde: UBM 2.15%, Rutsch der Stunde: Verbund -1.99%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 17-18: Kontron(3), Bawag(1), Wienerberger(1), Flughafen Wien(1), OMV(1), SBO(1)
    Star der Stunde: Zumtobel 1.42%, Rutsch der Stunde: Palfinger -2.14%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 16-17: Kontron(2)
    BSN Vola-Event Frequentis
    BSN Vola-Event Continental
    BSN Vola-Event Bawag

    Featured Partner Video

    Börsepeople im Podcast S23/19: Daniel Hahn

    Daniel Hahn ist Key-Account-Manager bei wikifolio. Wir sprechen zunächst über zwei spannende Stationen davor: Studytube (Amsterdam), die Schatzkammer und dann über ein wichtiges Prost Ende 2024 zum...

    Books josefchladek.com

    Daido Moriyama
    Farewell Photography (English Version
    2018
    Getsuyosha, bookshop M

    Otto Wagner
    Moderne Architektur
    1902
    Anton Schroll

    Olga Ignatovich
    In the Shadow of the Big Brother
    2025
    Arthur Bondar Collection WWII

    Livio Piatti
    zooreal
    2003
    Kontrast Verlag

    L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)

    1937
    Editions Perceval

    ifo bescheinigt Euro-Krisenländern Fortschritte (Gisela Baur)


    20.11.2012, 2231 Zeichen

    Hans Werner Sinn, Chef des ifo-Institutes in München, gilt als einer der schärfsten Kritiker der Rettungsbemühungen für Eurokrisenländer. Wenn sein Institut diesen Ländern nun Fortschritte bescheinigt, hat das also Gewicht. Doch die Forscher schränken die Genesungsdiagnose gleich wieder kräftig ein.
    Die Financial Times Deutschland beauftragte das Institut mit einer Untersuchung der Handelsbilanzdefizite und Überschüsse in Europa und das Ergebnis war eindeutig: Alle Krisenländer haben mehr oder weniger große Fortschritte beim Abbau ihrer Defizite vorzuweisen, Irland kann sogar einen Überschuss erwirtschaften.

    Das sind gute Nachrichten, denn nur ein Handelsüberschuss – oder Transferzahlungen – können diese Länder in die Lage versetzen, langfristig Auslandsschulden abzubauen. Allerdings dämpft das ifo-Institut jede Euphorie gleich im Keim.

    Denn erstens sei nicht klar, wie viel Verbesserungen auf die Rezessionen in manchen der betroffenen Ländern zurückzuführen seien. Wenn eine Wirtschaft einbricht, gehen eben auch die Importe zurück. Und zweitens hätten die meisten der Länder noch einen weiten Weg vor sich - immerhin verbuchen sie weiter Defizite im Handel mit dem Ausland, die finanziert werden müssen.

    Akademisch ist es tatsächlich interessant zu wissen, wie viel der Verbesserungen von konjunktureller Seite kommt und wie viel einen Strukturwandel wiederspiegeln. Das kann allerdings niemand sagen und im Fall der Reformländer geht das eine ganz klar in das andere über.

    Wenn Mitarbeiter entlassen werden, hat das neben einer sozialen Dimension natürlich konjunkturelle Wirkungen, aber eben auch strukturelle: Die Produktivität steigt in der Regel. Und eben diese strukturellen Auswirkungen harter Maßnahmen sind der Sinn der "Rosskur", der sich derzeit einige der Krisenstaaten unterziehen.

    Dass der Weg noch lang ist und die Fortschritte bisher bei weitem nicht ausreichen: Nun, da sind sich die ifo-Forscher vermutlich mit allen anderen – eingeschlossen der Befürworter des Rettungskurses - absolut einige. Die Kernfrage dabei ist ob der ganze Weg zu finanzieren ist, durch die EZB und die anderen Europartner. Und ob es überhaupt eine Alternative dazu gibt.



    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Wiener Börse Party #1120: ATX mit Intraday Turnaround Monday nun plötzlich stark Plus, 80s-Lesung und morgen ist Baader Day




     

    Bildnachweis

    1.

    Aktien auf dem Radar:Semperit, Mayr-Melnhof, CPI Europe AG, EuroTeleSites AG, Austriacard Holdings AG, Kapsch TrafficCom, Rosgix, Zumtobel, CA Immo, Telekom Austria, Strabag, Rosenbauer, AT&S, DO&CO, Frequentis, Lenzing, Marinomed Biotech, Palfinger, Verbund, voestalpine, Wolford, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, EVN, Österreichische Post.


    Random Partner

    Addiko Group
    Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.

    >> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 19-20: Wienerberger(1)
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 18-19: Kontron(5), Wienerberger(1)
      Star der Stunde: UBM 2.15%, Rutsch der Stunde: Verbund -1.99%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 17-18: Kontron(3), Bawag(1), Wienerberger(1), Flughafen Wien(1), OMV(1), SBO(1)
      Star der Stunde: Zumtobel 1.42%, Rutsch der Stunde: Palfinger -2.14%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 16-17: Kontron(2)
      BSN Vola-Event Frequentis
      BSN Vola-Event Continental
      BSN Vola-Event Bawag

      Featured Partner Video

      Börsepeople im Podcast S23/19: Daniel Hahn

      Daniel Hahn ist Key-Account-Manager bei wikifolio. Wir sprechen zunächst über zwei spannende Stationen davor: Studytube (Amsterdam), die Schatzkammer und dann über ein wichtiges Prost Ende 2024 zum...

      Books josefchladek.com

      Jan Tschichold
      Typografische Entwurfstechnik
      1932
      Akadem. Verlag Dr. Fr. Wedekind & Co

      Jerker Andersson
      ABC Diary
      2025
      Self published

      Jacques Fivel
      CHINON DCM-206
      2025
      Le Plac’Art Photo

      Olga Ignatovich
      In the Shadow of the Big Brother
      2025
      Arthur Bondar Collection WWII

      Raymond Thompson Jr
      It’s hard to stop rebels that time travel
      2025
      Void