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Finde den Unterschied: Ted Ligety vs. Benjamin Raich (Nicola Werdenigg-Spiess)

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05.12.2012, 3438 Zeichen

Unbestritten ist Ted Ligety im Riesenslalom momentan in einer eigenen Liga unterwegs. Obwohl, so betonen die meisten Medien, er zu den schärfsten Kritikern des, von der FIS veränderten Skimaterials zählte. Nicht obwohl – sondern weil, finde ich! Gerade seine kritische Auseinandersetzung mit der veränderten Geometrie von GS Ski könnte einiges an seinem Vorsprung erklären.

Ted Ligety hat als einer der Ersten laut protestiert. Er hat auch sehr früh gründlich analysiert. Während die gesamte Österreichische Equipe unter dem Maulkorberlass des Verbands mehr oder weniger brav still hielt  – lediglich Marcel Hirscher sprach dem neuen Material öffentlich Problemzonen zu – setzte sich Ligety bereits mit den veränderten Skieigenschaften in Theorie und Praxis auseinander.



Ligety’s Selbstanalyse vom GS in Sölden 2012

Gewiss kommen die neuen Ski einem Athleten mit mehr Masse besonders entgegen. Und niemand würde Marcel Hirscher’s Klasse anzweifeln. Dass der „Schmalspund“, wenn auch mit dramatischen Rückständen, in beiden Riesentorläufen der jungen Saison am Podium stand, ist momentan nur mit einem enormen Material-Aufwand machbar. Hirscher reiste zu den Rennen in Übersee mit 600kg Skigepäck an.

Was ist der Unterschied?
Antizipation zeichnet Ted Ligety gleich mehrfach aus. Seine Fähigkeit vorauszublicken mutet beinahe ein wenig hellseherisch an. Zumindest am Ski. Geschwindigkeit, Hangneigung, Schwungradius, Schneebeschaffenheit … Ligety zeigt uns eindrucksvoll, dass er genau weiß oder fühlt wie sich sein Ski verhalten wird. Und während ein guter Teil der österreichischen Ski-Fachwelt das Ski-Heil händeringend in der neutralen Position über der Skimitte sucht, zeigt Ligety, dass die gute Verbindung von Hirn und Gesäß (nicht nur momentan) unschlagbar ist.

Raich & Ligety Beaver Creek 2012 - Tirol Foto E. Spiess

Finde den Unterschied: Ted Ligety oben, Benjamin Raich unten

Antizipation im Sinne von gelungenem Change Management gehört ebenfalls zu Ligety’s Stärken. Während viele andere einfach das machten, was die anderen auch machen, „sich halt ans neue Material anpassen“, hat Ted Ligety die Fähigkeit bewiesen mit der regeloktroyierten Paradoxie umzugehen. Auch im Geist ist er nicht in der Position „Ich weiß.“ verharrt sondern hat sich sofort antizipierend zum „Ich lerne!“ bewegt.

Reagieren auf einen unerwarteten Witz
Trotzdem finden nach wie vor viele Experten, dass die neuen GS Skis vor allem leichteren und  jüngeren Läufern, die Freude an der Sache verderben könnten. Nicht zuletzt wird auch an ihrer erhöten Sicherheitskomponente gezweifelt … Man wird sehen und hoffentlich lernen, wenn sich das Reglement dann doch als Irrtum erweist. Und obwohl er nicht ahnen konnte, dass der FIS in Punkto Reglement so manche Posse einfallen könnte, hat Henry Hoek bereits 1925 seinen Schülern empfohlen:
Selbst der geübteste Läufer kann jedes Jahr neue Feinheit hinzulernen und der ewig wechselnde Schnee stellt ständig neue Aufgaben. Stets kann eine neue geistreiche Antwort auf einen unerwarteten Witz gefordert werden. Und gerade dieses geistige Mitarbeiten sind Momente die den Schilauf für den Anfänger und den alten “Schneeschleifer” so unendlich reizvoll machen. Darum: egal ob du schnell oder langsam lernst! Beginne! Es reut dich gewiss nicht!

P.S. Die Aufforderung zum Lernen sollten sich auch die Regelmacher zu Herzen nehmen!

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    Ted Ligety hat als einer der Ersten laut protestiert. Er hat auch sehr früh gründlich analysiert. Während die gesamte Österreichische Equipe unter dem Maulkorberlass des Verbands mehr oder weniger brav still hielt  – lediglich Marcel Hirscher sprach dem neuen Material öffentlich Problemzonen zu – setzte sich Ligety bereits mit den veränderten Skieigenschaften in Theorie und Praxis auseinander.



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