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21.02.2013, 3959 Zeichen



Liebe Leser!

Bereits heute Vormittag ist es an der Wiener Börse eher unschön nach unten gegangen, die zweite Tageshälfte brachte nichts Neues mehr. Der ATX notiert jedenfalls wieder unter 2400 Punkten, im Verlauf wurden die Moving Averages 8 und 15 (liegen beide knapp über 2400) von oben nach unten durchbrochen. Der ATX reiht sich damit ins internationale Geschehen ein. Der Druck kommt aus den Staaten: Mitglieder des US-Offenmarktausschusses sind ja zunehmend besorgt über den aggressiven geldpolitischen Kurs der Fed. Offenbar wird weiter auf ein früheres Ende des erst im Dezember beschlossenen Anleihekaufprogramms (QE3) spekuliert. Man kann darüber sicher eingehend diskutieren, denn mehr als eine Beruhigungspille stellt QE3 nicht dar. Das wahre Drama ist, dass die Asset Klasse „Aktien“ gegen die Bonds einfach diskriminiert wird. Das führt zu epochalen Fehlallokationen in den institutionellen Portfolios.

Und, voila: Mein 1. Sonderfachheft, aus gutem Anlass ...

Nach fünf "regulären" Fachheft-Ausgaben freue ich mich sehr, mit dem hier vorliegenden Heft die erste Sonderausgabe - -> Sonderfachheft 1 (Steuern) - präsentieren zu dürfen. Und es geht- wie ich glaube - um das wichtigste Thema für Privatanleger. Denn wie soll man investieren, wenn man die Regeln nicht kennt?

Das verunsichert, das führt dazu, dass man dem Kapitalmarkt fern bleibt. Gerade, wenn es um steuerliche Themen geht. Die Broker haben erzählt, dass bei den grossen Events fast jede Publikumsfrage einen steuerlichen Hintergrund hatte. Auch in den Diskussionsboards waren Besteuerungsfragen und -Ratespiele stark in Mode. Motto: Die Anleger wissen, was Aktien, Fonds, Zertifikate, ETFs sind; aber wie diese besteuert werden ... keine Ahnung.

Das ist ein Riesen-Malus und auch ein Vorwurf an die Politik. Da wurde gemurkst. Aber es hilft nichts: An den Börsen wurden weiter Kurse festgesetzt und das, was ich Anfang 2012 angekündigt hatte, ist eingetreten: 2012 ist zu einem Superjahr für diejenigen geworden, die investiert waren. Schade, dass die Umsätze gerade in einem steil nach oben gerichteten Heimatmarkt deutlich zurückgekommen sind; je nachdem, wie man misst, um mindestens ein Drittel.

In diesem Sonderfachheft bringt Deloitte-Expertin Nora Engel-Kazemi Licht ins Dunkel der Besteuerung, sie hat sich wirklich reingehängt, das kompakt auf den Punkt zu bringen. Ich bin überzeugt, dass diese Unterlage für jeden Leser positiven Aha-Effekte beinhaltet. Hoffentlich werden einige den Mut fassen, es wieder anzugehen. Tja, und vielleicht werden Sie, liebe Leser, diese Ausgabe auch mehrfach zu Gesicht bekommen. Es ist gut möglich, dass sie diese nämlich auch in leicht adaptierter optischer Form (zB ein Bankenvorstand statt mir auf Seite 1) von ihrer Hausbank zugeschickt bekommen.

Geldinstitute können diesbezügliche Anfragen gerne an me@christian-drastil.com richten, klar ist natürlich, dass die Inputs von Nora Engel-Kazemi so bleiben, wie sie sind. Damit bleibt mir, Ihnen viel Lesespass und Nutzen zu wünschen. Das Fachheft Nr. 6 erscheint Ende Februar, die bisherigen 5 Ausgaben sowie dieses Sonderheft gibt es unter http://www.christian-drastil.com/fachheft-info/ in digitaler Form.

Christian Drastil

ABOUT

Mit den jeweils achtseitigen Fachheften möchte Christian Drastil Comm. aktuelle Trends und B2B-Themen rund um die Wiener Börse aufgreifen. Nach dem Motto: B2B, aber auch für interessierte “private” Leser offen. Die Fachhefte gibt es in “Print” (für Events, etc.), als PDF und als Digital Paper, die starken Zugriffe darauf sieht man u.a. HIER (externe Quelle “Issuu”). Die Fachhefte umfassen stets acht Seiten. Bisher sind fünf Fachhefte und ein Special erschienen, im Jahr 2013 wird monatlich ein Fachheft-8-Seiter produziert.

-> Fachheft 1 (Sommer 2012)
-> Fachheft 2 (Oktober 2012)
-> Fachheft 3 (November 2012)
-> Fachheft 4 (Dezember 2012)
-> Fachheft 5 (Jänner 2013)

Finde Fachheft-Fotos auf finanzmarktfoto.at: http://www.finanzmarktfoto.at/search/fachheft



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Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1155: ATX unverändert, mit Wienerberger / Verbund zwei Dauer-ATXler vorne, Frequentis 18/70 und Rheinmetall/Ritschy




 

Bildnachweis

1.

Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Bajaj Mobility AG, EuroTeleSites AG, Amag, UBM, FACC, OMV, Porr, Rosgix, EVN, Kapsch TrafficCom, Austriacard Holdings AG, Addiko Bank, Fabasoft, Heid AG, Mayr-Melnhof, Palfinger, Rath AG, Rosenbauer, Zumtobel, Polytec Group, Semperit, BKS Bank Stamm, Telekom Austria, Oberbank AG Stamm, CPI Europe AG, Österreichische Post.


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    Star der Stunde: Telekom Austria 0.69%, Rutsch der Stunde: voestalpine -0.87%
    Star der Stunde: Agrana 1.5%, Rutsch der Stunde: Porr -1.08%
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    kapitalmarkt-stimme.at daily voice auf audio-cd.at: Eine proaktive Diskussion rund um die 2. Säule ist dank Schumann/Marterbauer losgetreten worden, mir ist die 3. Säule noch wichtiger. Dazu reihe ...

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    Epochale Fehlallokationen in den institutionellen Portfolios


    21.02.2013, 3959 Zeichen



    Liebe Leser!

    Bereits heute Vormittag ist es an der Wiener Börse eher unschön nach unten gegangen, die zweite Tageshälfte brachte nichts Neues mehr. Der ATX notiert jedenfalls wieder unter 2400 Punkten, im Verlauf wurden die Moving Averages 8 und 15 (liegen beide knapp über 2400) von oben nach unten durchbrochen. Der ATX reiht sich damit ins internationale Geschehen ein. Der Druck kommt aus den Staaten: Mitglieder des US-Offenmarktausschusses sind ja zunehmend besorgt über den aggressiven geldpolitischen Kurs der Fed. Offenbar wird weiter auf ein früheres Ende des erst im Dezember beschlossenen Anleihekaufprogramms (QE3) spekuliert. Man kann darüber sicher eingehend diskutieren, denn mehr als eine Beruhigungspille stellt QE3 nicht dar. Das wahre Drama ist, dass die Asset Klasse „Aktien“ gegen die Bonds einfach diskriminiert wird. Das führt zu epochalen Fehlallokationen in den institutionellen Portfolios.

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    Das ist ein Riesen-Malus und auch ein Vorwurf an die Politik. Da wurde gemurkst. Aber es hilft nichts: An den Börsen wurden weiter Kurse festgesetzt und das, was ich Anfang 2012 angekündigt hatte, ist eingetreten: 2012 ist zu einem Superjahr für diejenigen geworden, die investiert waren. Schade, dass die Umsätze gerade in einem steil nach oben gerichteten Heimatmarkt deutlich zurückgekommen sind; je nachdem, wie man misst, um mindestens ein Drittel.

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