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Coface: Langsames, aber sicheres Wachstum der Weltwirtschaft (BSNstocksy Bigger Picture)

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30.10.2014, 4539 Zeichen



"Langsames, aber sicheres Wachstum der Weltwirtschaft

Wien, 30. Oktober 2014 - Die Weltwirtschaft ist in eine langsame und unregelmäßige Erholungsphase eingetreten. Mehrere Faktoren erklären den mühsamen Verlauf des Aufschwungs nach der Krise: ein hohes Niveau an öffentlichen und privaten Schulden, Kreditraten unter dem Vorkrisenniveau, ein neues Risiko für eine Deflation in der Eurozone und geschwächtes langfristiges Vertrauen unter den Wirtschaftsakteuren. 

Coface prognostiziert ein weltweites Wachstum von 2,8 Prozent für 2014 und einen Anstieg von 0,1 Prozentpunkten verglichen mit 2013. Das ist der erste Wachstumsaufschwung seit 2010. Dennoch bleibt das Niveau unter den Wachstumsraten der Vorkrisenzeit (zwischen 4% und 4,5% in den Jahren 2006 und 2007). Die Industrieländer sind die Haupttreiber des Wachstums (1,6% und damit um 0,3 Prozentpunkte höher als im Jahr 2013). In den Schwellenländern geht das Wachstum in der gleichen Größenordnung zurück. Sie büßen 0,3 Prozentpunkte ein, schaffen damit aber immer noch ein Plus von 4,3 Prozent. Im Jahr 2015 wird sich die allgemeine Beschleunigung mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent schrittweise fortsetzen. 

Eurozone: Trotz Enttäuschungen verbessern sich die Länderrisiken

Während die USA nach einem externen Schock im ersten Quartal solide wachsen (Prognose: 2% in 2014), ist die Eurozone gespalten. Die Wachstumsprognosen mussten um 0,9 Prozent aufgrund der schlechten Prognose für Deutschland (1,6%), Frankreich (0,4%) und Italien (-0,2%) nach unten korrigiert werden. In der Eurozone sank die Zuversicht von Unternehmen im zweiten Quartal. Das wurde durch die geopolitischen Spannungen in der Ukraine und das Deflationsrisiko noch verstärkt.

In Spanien wird die positive Dynamik der Erholung bestätigt. Die Wachstumsprognosen belaufen sich auf 1,2 Prozent für 2014 und 1,7 Prozent für das Jahr 2015. Das Wiederaufleben der Inlandsnachfrage, die Verbesserung der finanziellen Situation von Unternehmen und dynamische Exporte verringern die spanischen Risiken. Verstärkt wird diese positive Entwicklung durch den Rückgang der Insolvenzen um 30 Prozent zwischen Juni 2013 und Juni 2014. Aufgrund dieser Verbesserungen hat Coface Spanien von B positive Watchlist auf A4 aufgewertet. 

Die Niederlande (A3, Prognose +0,7% für 2014) und Belgien (A3, Prognose +1% für 2014) wurden auf die positive Watchlist gesetzt. In beiden Ländern wurde das Wachstum durch Exporte, steigende Investments und den Rückgang bei Unternehmensinsolvenzen angekurbelt. 

Makrofinanzielle und politische Schocks: Abstufung für Russland, Türkei und Venezuela

Aufgrund der letzten Ereignisse im politischen und sozialen Kontext und deren Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten hat Coface drei Länder abgestuft. 

Russland wurde in der Länderbewertung auf C herabgestuft. Die Ukraine-Krise hat sich negativ auf das Wirtschaftswachstum ausgewirkt. Der Konsum verlangsamte sich und die Investitionen gingen zurück (Prognose 0% für 2014). Schwierigkeiten bei den Investitionen waren bereits 2013 wahrzunehmen und spiegeln das geringe Vertrauen der russischen Wirtschaftsakteure in das Geschäftsklima wider. Das wird durch den starken Kapitalabfluss aus Russland seit 2008 bestätigt. Coface berücksichtigt auch die Tatsache, dass die russischen Unternehmen hinsichtlich der Währungen massiv verschuldet sind. Mit dem begrenzten Zugang zu den Märkten aufgrund der aktuellen Sanktionen und der Abwertung des Rubels stehen die Unternehmen vor großen Rückzahlungen, die in einem Jahr fällig werden. 

Die Türkei wurde auf B herabgestuft. Während die Wirtschaftstätigkeit eine gewisse Ausdauer zeigt (Prognose +3,3% in 2014), bleibt die Auslandsverschuldung unternehmensseitig hoch, was wiederum das Wechselkursrisiko fördert. Die Lira hat sich sehr volatil gezeigt und empfindlich auf Änderungen der Geldpolitik der Fed reagiert. Das Zahlungsverhalten hat sich extrem verschlechtert. Aus politischer Sicht werden sich die wachsenden Spannungen an den Ländergrenzen auf die interne Stabilität auswirken. 

Venezuela wurde auf D abgestuft. Vor dem Hintergrund politischer und sozialer Spannungen ist die Wirtschaft in eine Rezession (-2,5% in 2014) und in eine Hyperinflation (64% in 2014) abgerutscht. Es herrscht ein Mangel an Waren. Das Risiko der Verstaatlichung und der Rationierung von Importen sowie der Kontrolle von Preisen und Margen wirft einen Schatten auf das sehr schwierige Geschäftsumfeld für Unternehmen."

 

 
 


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    "Langsames, aber sicheres Wachstum der Weltwirtschaft

    Wien, 30. Oktober 2014 - Die Weltwirtschaft ist in eine langsame und unregelmäßige Erholungsphase eingetreten. Mehrere Faktoren erklären den mühsamen Verlauf des Aufschwungs nach der Krise: ein hohes Niveau an öffentlichen und privaten Schulden, Kreditraten unter dem Vorkrisenniveau, ein neues Risiko für eine Deflation in der Eurozone und geschwächtes langfristiges Vertrauen unter den Wirtschaftsakteuren. 

    Coface prognostiziert ein weltweites Wachstum von 2,8 Prozent für 2014 und einen Anstieg von 0,1 Prozentpunkten verglichen mit 2013. Das ist der erste Wachstumsaufschwung seit 2010. Dennoch bleibt das Niveau unter den Wachstumsraten der Vorkrisenzeit (zwischen 4% und 4,5% in den Jahren 2006 und 2007). Die Industrieländer sind die Haupttreiber des Wachstums (1,6% und damit um 0,3 Prozentpunkte höher als im Jahr 2013). In den Schwellenländern geht das Wachstum in der gleichen Größenordnung zurück. Sie büßen 0,3 Prozentpunkte ein, schaffen damit aber immer noch ein Plus von 4,3 Prozent. Im Jahr 2015 wird sich die allgemeine Beschleunigung mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent schrittweise fortsetzen. 

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    In Spanien wird die positive Dynamik der Erholung bestätigt. Die Wachstumsprognosen belaufen sich auf 1,2 Prozent für 2014 und 1,7 Prozent für das Jahr 2015. Das Wiederaufleben der Inlandsnachfrage, die Verbesserung der finanziellen Situation von Unternehmen und dynamische Exporte verringern die spanischen Risiken. Verstärkt wird diese positive Entwicklung durch den Rückgang der Insolvenzen um 30 Prozent zwischen Juni 2013 und Juni 2014. Aufgrund dieser Verbesserungen hat Coface Spanien von B positive Watchlist auf A4 aufgewertet. 

    Die Niederlande (A3, Prognose +0,7% für 2014) und Belgien (A3, Prognose +1% für 2014) wurden auf die positive Watchlist gesetzt. In beiden Ländern wurde das Wachstum durch Exporte, steigende Investments und den Rückgang bei Unternehmensinsolvenzen angekurbelt. 

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    Russland wurde in der Länderbewertung auf C herabgestuft. Die Ukraine-Krise hat sich negativ auf das Wirtschaftswachstum ausgewirkt. Der Konsum verlangsamte sich und die Investitionen gingen zurück (Prognose 0% für 2014). Schwierigkeiten bei den Investitionen waren bereits 2013 wahrzunehmen und spiegeln das geringe Vertrauen der russischen Wirtschaftsakteure in das Geschäftsklima wider. Das wird durch den starken Kapitalabfluss aus Russland seit 2008 bestätigt. Coface berücksichtigt auch die Tatsache, dass die russischen Unternehmen hinsichtlich der Währungen massiv verschuldet sind. Mit dem begrenzten Zugang zu den Märkten aufgrund der aktuellen Sanktionen und der Abwertung des Rubels stehen die Unternehmen vor großen Rückzahlungen, die in einem Jahr fällig werden. 

    Die Türkei wurde auf B herabgestuft. Während die Wirtschaftstätigkeit eine gewisse Ausdauer zeigt (Prognose +3,3% in 2014), bleibt die Auslandsverschuldung unternehmensseitig hoch, was wiederum das Wechselkursrisiko fördert. Die Lira hat sich sehr volatil gezeigt und empfindlich auf Änderungen der Geldpolitik der Fed reagiert. Das Zahlungsverhalten hat sich extrem verschlechtert. Aus politischer Sicht werden sich die wachsenden Spannungen an den Ländergrenzen auf die interne Stabilität auswirken. 

    Venezuela wurde auf D abgestuft. Vor dem Hintergrund politischer und sozialer Spannungen ist die Wirtschaft in eine Rezession (-2,5% in 2014) und in eine Hyperinflation (64% in 2014) abgerutscht. Es herrscht ein Mangel an Waren. Das Risiko der Verstaatlichung und der Rationierung von Importen sowie der Kontrolle von Preisen und Margen wirft einen Schatten auf das sehr schwierige Geschäftsumfeld für Unternehmen."

     

     
     


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