09.06.2015, 3177 Zeichen
Meine Assoziationen mit der Tierwelt sollen Euch nicht in die Irre führen: ich habe keineswegs das Metier gewechselt und bin jetzt als Ornitologin oder Pferdeflüsterin unterwegs …. (Viecher – ihr habt’s Schwein…..)
Aber echt jetzt: warum ist uns Menschen der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach? und warum reiten wir tote Pferde zu lange? und was hat das mit meinem Schokoladenkonsum zu tun?
Die Verhaltenspsychologie findet Antworten: Wenn man einen (kleinen) Gewinn erzielt hat, z.B. das eigene Wertpapierportfolio befindet sich im Plus – schlägt unser Sicherheitsbedürfnis zu. Wir verhalten uns risikoavers, wollen unseren (kleinen) Gewinn ganz sicher nicht mehr riskieren! Positionen werden glatt gestellt, Gewinneraktien nicht laufen gelassen, die Freude über den „Spatz in der Hand” ist groß! Nur kein Risiko eingehen, dass das eigene Wohlbefinden getrübt werden könnte. Die Genugtuung eine „richtige” Entscheidung getroffen zu haben, ist ein wichtiges menschliches Bedürfnis, da lass ich gerne mal die Taube am Dach entwischen!
Ganz anders ist die Situation wenn mein kleines Wertpapierportfolio im Minus ist. Dann wird gezockt auf Teufel komm raus. Wir verhalten uns wesentlich risikoaffiner als normal. Der Mensch wird von starker Verlustaversion gesteuert, man möchte sich Fehlentscheidungen nicht eingestehen und nimmt ein hohes Risiko in Kauf.
Das „Prinzip Hoffnung” wirkt und man bleibt in der Verliereraktie investiert: „Die wird schon wieder zurück kommen!” oder „jetzt ist ein ganz schlechter Zeitpunkt zum Verkaufen” etc. Beschwichtigungsformeln werden mantra-artig gepredigt und das eigene Verhalten rationalisiert. Obwohl das Bestreben, einen erlittenen Verlust (z.B. auch beim Glückspiel) unbedingt zurück gewinnen zu wollen, in allerhand irrationalem oder sehr riskantem Verhalten gipfelt, bleiben wir dieser Strategie lange treu. Um es mit Hersh Shefrin zu sagen: „People sell winners too early and ride losers too long”
Dieser ungünstige Umgang mit Risiko ist als „Dispositionseffekt” bekannt und führt also dazu, dass Gewinneraktien zu schnell verkauft werden und Verliereraktien im Portfolio zu lange behalten werden. Außerdem kann man auch noch den Effekt feststellen, dass Verluste „doppelt zählen”. Wer also einen Euro verliert, braucht (subjektiv gefühlt) zwei Euro Ertrag auf der anderen Seite, um diesen Verlust emotional ausgeglichen zu erleben.
Wir haben noch viele andere Beispiele von menschlichem Verhalten in ökonomischen Situationen, das man gerade noch als „begrenzt rational” bezeichnen könnte aber wo ist nun die Grenze zwischen begrenzt rational und irrational? Wie entkommt man dem Dispositionseffekt und warum ist es rational, mit dem Strom zu schwimmen?
Und was hat das alles mit Schokolade essen zu tun?
Antworten auf diese und viele andere Fragen im Zusammenhang mit Entscheidung unter Unsicherheit erhält man in meinen Seminar Finanzpsychologie. Ich vermittle, wie man gute Strategien für den Umgang mit Emotionen im Business und ein neues Verständnis für den Begriff Risiko und die Einflussfaktoren auf die eigene Risikowahrnehmung entwickelt.
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