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Inbox: Brasilien-Aktien gefragt, Marktversagen beim Brexit und Emma-Aktien weniger unattraktiv


Brasilien: Die Aktien des Krisenlandes bleiben trotz politischer Turbulenzen gefragt
Artikel 1/3

Zugemailt von: EAM

 • Starke Entwicklung des Aktienmarktes

• Vielversprechende wirtschaftsfreundliche Reformvorschläge
• Die Rohstoffabhängigkeit bleibt ein strukturelles Problem 
 
Nach Brasilien schauen aktuell nicht nur sportbegeisterte Zuschauer der Olympischen Spiele, sondern auch zunehmend die Investoren. Und das, obwohl die Wirtschaft des lateinamerikanischen Landes im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent schrumpfte. „Speziell am internationalen Aktienmarkt hat Brasilien in den vergangenen Jahren an Relevanz verloren. Im globalen MSCI-Aktienindex beträgt die Gewichtung Brasiliens mittlerweile gerade einmal ein Prozent. Dabei zählt das Land, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt“, berichtet Gabriela Tinti, Senior Fondsmanagerin Aktien Schwellenländer. Verantwortlich für diese Entwicklung seien vor allem politische Krisen, Korruptionsskandale rund um den Ölkonzern Petrobras sowie die ungünstige Entwicklung der Rohstoffpreise. Allerdings eröffne das Krisenland für Anleger derzeit wieder Chancen. So sei allein der brasilianische Aktienindex Bovespa (lokale Währung) seit Jahresbeginn um 29 Prozent angestiegen.
 
Wirtschaftspolitischer Umschwung gibt Rückenwind
Mit dem Amtsenthebungsverfahren von Präsidentin Dilma Rousseff habe sich die politische Ausgangslage entschärft. „Die Übergangsregierung unter Vize-Präsident Michel Temer, die noch bis 2018 die Regierungsgeschäfte verantworten dürfte, verfolgt eine deutlich wirtschaftsliberale Politik. Ihre größte Herausforderung ist das hohe Haushaltsdefizit, das unter der Regierung Rousseff um rund zehn Prozent angestiegen ist“, so Tinti. Um dieses Defizit in den Griff zu bekommen, kündigte die neue Regierung beispielsweise eine Reform der defizitären Sozial- und Pensionsversicherung an. Diese stellt den größten Posten im Staatshaushalt dar.
 
„Darüber hinaus plant die Regierung, den Energiesektor für private Investoren zu öffnen und die Indexierung für Löhne und Sozialleistungen aufzuheben“, so die Expertin. Zudem sollen die Steuern vereinfacht und die Rechtssicherheit für Investoren verbessert werden. Auch will die Regierung Staatsorgane wie beispielsweise die Flugaufsicht teilweise oder vollständig privatisieren und überfällige Infrastrukturmaßnahmen durch sogenannte „Öffentlich-Private Partnerschaften“ (ÖPP) finanzieren. Tinti stuft diese Reformvorschläge als konstruktiv ein: „Aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung haben wir Brasilien in unserem Schwellenländer-Aktienfonds und der historisch günstigen Bewertung leicht übergewichtet“, so die Fondsmanagerin. Der Anteil brasilianischer Aktien im Portfolio des ESPA STOCK GLOBAL EMERGING MARKETS liege bei 9,72 Prozent (per 29.7). Dabei bevorzuge sie Titel aus dem Finanzsektor und der Immobilienentwicklung sowie private Bildungseinrichtungen. Zur Vorsicht rät sie beim Energiebereich, insbesondere bei Petrobras „Dem Konzern drohen Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe. Als halbstaatliches Unternehmen ist es sehr wahrscheinlich auf eine staatliche Finanzspritze angewiesen“, so Tinti.
 
Rohstoffabhängigkeit bleibt ein strukturelles Problem
„Brasiliens Probleme sind vor allem struktureller Natur. Insbesondere die hohe Abhängigkeit von seinen Bodenschätzen stellt eine Herausforderung dar“, so Tinti. „Trotz aller Diversifizierungsmaßnahmen hängt die Entwicklung des Landes nach wie vor von den internationalen Rohstoffmärkten ab“. Allerdings seien nicht alle Sektoren gleich stark betroffen wie die Öl- und Erzindustrie. „So profitiert derzeit die Landwirtschaft und die Zellulose-Branche von günstigen Wechselkursen“, erklärt Tinti.
 
Weitere Informationen und eine tiefergehende Analyse finden Sie auch auf unserem Blog unter dem folgenden Link:
http://blog.de.erste-am.com/2016/08/08/brasilianische-aktien-sind-gefragt


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Marktversagen beim Brexit
Artikel 2/3

Zugemailt von: Hello bank!

• Die Weltwirtschaft differenziert sich. Es gibt unterschiedliche Konjunkturzyklen in den Industrie- und den Entwicklungsländern.

• Für die Realwirtschaft ist das ein zweischneidiges Schwert. Die Weltwirtschaft stabilisiert sich, der Handel gleicht konjunkturelle Unterschiede aber nicht mehr aus.
• Für die Anleger sind es gute Nachrichten: Der gegenwärtige Kursaufschwung an den Börsen der Emerging Markets kann noch länger dauern.

In der Weltwirtschaft vollziehen sich derzeit Veränderungen, die ich so bisher noch nie gesehen hatte. Sie haben erhebliche Auswirkungen nicht nur auf das globale Wachstum, sondern auch auf die Kapitalmärkte und die Anleger.

Bisher sind wir immer davon ausgegangen, dass sich auch die Weltwirtschaft in Zyklen bewegt. Es gibt zwar immer das eine oder andere Land, das zeitweise ausschert und seinen eigenen Weg geht. Die Wachstumsraten von Industrie- und Entwicklungsländern sind auch unterschiedlich hoch. Aber insgesamt gesehen konnte man doch ein gemeinsames Muster erkennen. Wenn es in den Industrieländern nach oben ging, dann war das auch in den Emerging Markets der Fall. Umgekehrt, wenn sich die Konjunktur abschwächte, waren davon sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer betroffen.


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Emma-Aktien weniger unattraktiv
Artikel 3/3

Zugemailt von: Swisscanto Invest

Konjunktur

In Großbritannien trüben sich derzeit die Stimmungsindikatoren ein. Die negativen Daten zur Realwirtschaft werden später folgen. In den USA fielen die Konjunkturdaten überraschend gut aus. Die Wachstumsbeeinträchtigung durch den starken US-Dollar und die schwache Auslandskonjunktur scheint zunehmend auszulaufen. Und in China wird sich das Wachstum im 2. Halbjahr leicht abschwächen, das Wachstumsziel der Regierung von 6,5 Prozent dürfte jedoch erreicht werden.

Finanzmärkte

Dank der dezidierten Statements der Zentralbanken und trotz Brexit, Terroranschlägen in Frankreich und Deutschland sowie des gescheiterten Putschversuchs in der Türkei operierten die Finanzmärkte im Juli im «Risk-on»-Modus. Obwohl die US-amerikanische Notenbank aufgrund der Risiken im Zusammenhang mit dem Brexit-Entscheid vorerst mit weiteren Zinserhöhungen zuwartet, wird sie diesbezüglich dennoch die Vorreiterrolle übernehmen; der US-Dollar wird im Vorfeld stärker notieren. Laut EZB-Präsident Draghi sind zwar mögliche Anpassungen beim Anleihenkaufprogramm im Rat nicht diskutiert worden. Diesbezügliche Neuerungen sind bis Ende des Jahres jedoch wahrscheinlich.  

Risikofreudiges Marktumfeld besteht fort – Gründe für Aktien

Solange die weitreichenden (geo-)politischen Folgen des Brexit und des Putsches in der Türkei speziell für Europa vom Markt ignoriert werden und Letzterer sich auf weitere geldpolitische Stimuli etlicher Notenbanken wie der BoE, EZB und BoJ fokussiert, bleibt die risikofreundliche Stimmung an den Märkten erhalten - zumal auch die amerikanische Fed vorderhand von Zinserhöhungen absieht. Neben der historisch einmaligen Liquiditätsversorgung und den seit der Finanzkrise etablierten Rettungsmöglichkeiten, die jetzt auch italienischen Banken zugutekommen werden, sprechen für Aktien auch die grundsätzlich intakte Weltkonjunktur und positive Gewinnüberraschungen seitens der Unternehmen.

Anleihen: GBP-Segment bleibt unattraktiv

CHF-Bonds sind angesichts des historisch tiefen Zinsumfelds sehr unattraktiv, das gleiche gilt für das GBP-Segment. So dürfte das GBP nachhaltig unter Abwertungsdruck stehen, unter anderem infolge der sich abzeichnenden spürbaren Wachstumsabschwächung in Großbritannien. Wesentlich mehr Potenzial sehen wir hingegen bei USD-Anleihen. Der Grund ist zum einen die erneut verschobene US-Zinserhöhung, zum anderen die positive Renditedifferenz bei gleichzeitig leicht steigendem US-Dollar. Weitere Kursgewinne scheinen im Emma-Bondsegment vorderhand ausgereizt zu sein.

Emma-Aktien weniger unattraktiv

Weniger attraktiv erscheinen derzeit JPY-Aktien, weil die Maßnahmen der BoJ kaum Wirkung zeigen - auch betreffend JPY-Abschwächung. Emma-Aktien dagegen sind nunmehr weniger unattraktiv. Wenngleich viele strukturelle Probleme in den Emerging Markets ungelöst bleiben, scheinen doch etliche gewichtige Schwellenländer wie Brasilien und Russland die konjunkturelle Talsohle durchschritten zu haben. Hinausgeschobene US-Zinserhöhungen und eine attraktive Bewertung sprechen ebenfalls für diese Position. 

 


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(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

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    Inbox: Brasilien-Aktien gefragt, Marktversagen beim Brexit und Emma-Aktien weniger unattraktiv


    10.08.2016, 8739 Zeichen

    Brasilien: Die Aktien des Krisenlandes bleiben trotz politischer Turbulenzen gefragt
    Artikel 1/3

    Zugemailt von: EAM

     • Starke Entwicklung des Aktienmarktes

    • Vielversprechende wirtschaftsfreundliche Reformvorschläge
    • Die Rohstoffabhängigkeit bleibt ein strukturelles Problem 
     
    Nach Brasilien schauen aktuell nicht nur sportbegeisterte Zuschauer der Olympischen Spiele, sondern auch zunehmend die Investoren. Und das, obwohl die Wirtschaft des lateinamerikanischen Landes im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent schrumpfte. „Speziell am internationalen Aktienmarkt hat Brasilien in den vergangenen Jahren an Relevanz verloren. Im globalen MSCI-Aktienindex beträgt die Gewichtung Brasiliens mittlerweile gerade einmal ein Prozent. Dabei zählt das Land, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt“, berichtet Gabriela Tinti, Senior Fondsmanagerin Aktien Schwellenländer. Verantwortlich für diese Entwicklung seien vor allem politische Krisen, Korruptionsskandale rund um den Ölkonzern Petrobras sowie die ungünstige Entwicklung der Rohstoffpreise. Allerdings eröffne das Krisenland für Anleger derzeit wieder Chancen. So sei allein der brasilianische Aktienindex Bovespa (lokale Währung) seit Jahresbeginn um 29 Prozent angestiegen.
     
    Wirtschaftspolitischer Umschwung gibt Rückenwind
    Mit dem Amtsenthebungsverfahren von Präsidentin Dilma Rousseff habe sich die politische Ausgangslage entschärft. „Die Übergangsregierung unter Vize-Präsident Michel Temer, die noch bis 2018 die Regierungsgeschäfte verantworten dürfte, verfolgt eine deutlich wirtschaftsliberale Politik. Ihre größte Herausforderung ist das hohe Haushaltsdefizit, das unter der Regierung Rousseff um rund zehn Prozent angestiegen ist“, so Tinti. Um dieses Defizit in den Griff zu bekommen, kündigte die neue Regierung beispielsweise eine Reform der defizitären Sozial- und Pensionsversicherung an. Diese stellt den größten Posten im Staatshaushalt dar.
     
    „Darüber hinaus plant die Regierung, den Energiesektor für private Investoren zu öffnen und die Indexierung für Löhne und Sozialleistungen aufzuheben“, so die Expertin. Zudem sollen die Steuern vereinfacht und die Rechtssicherheit für Investoren verbessert werden. Auch will die Regierung Staatsorgane wie beispielsweise die Flugaufsicht teilweise oder vollständig privatisieren und überfällige Infrastrukturmaßnahmen durch sogenannte „Öffentlich-Private Partnerschaften“ (ÖPP) finanzieren. Tinti stuft diese Reformvorschläge als konstruktiv ein: „Aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung haben wir Brasilien in unserem Schwellenländer-Aktienfonds und der historisch günstigen Bewertung leicht übergewichtet“, so die Fondsmanagerin. Der Anteil brasilianischer Aktien im Portfolio des ESPA STOCK GLOBAL EMERGING MARKETS liege bei 9,72 Prozent (per 29.7). Dabei bevorzuge sie Titel aus dem Finanzsektor und der Immobilienentwicklung sowie private Bildungseinrichtungen. Zur Vorsicht rät sie beim Energiebereich, insbesondere bei Petrobras „Dem Konzern drohen Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe. Als halbstaatliches Unternehmen ist es sehr wahrscheinlich auf eine staatliche Finanzspritze angewiesen“, so Tinti.
     
    Rohstoffabhängigkeit bleibt ein strukturelles Problem
    „Brasiliens Probleme sind vor allem struktureller Natur. Insbesondere die hohe Abhängigkeit von seinen Bodenschätzen stellt eine Herausforderung dar“, so Tinti. „Trotz aller Diversifizierungsmaßnahmen hängt die Entwicklung des Landes nach wie vor von den internationalen Rohstoffmärkten ab“. Allerdings seien nicht alle Sektoren gleich stark betroffen wie die Öl- und Erzindustrie. „So profitiert derzeit die Landwirtschaft und die Zellulose-Branche von günstigen Wechselkursen“, erklärt Tinti.
     
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    • Die Weltwirtschaft differenziert sich. Es gibt unterschiedliche Konjunkturzyklen in den Industrie- und den Entwicklungsländern.

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    • Für die Anleger sind es gute Nachrichten: Der gegenwärtige Kursaufschwung an den Börsen der Emerging Markets kann noch länger dauern.

    In der Weltwirtschaft vollziehen sich derzeit Veränderungen, die ich so bisher noch nie gesehen hatte. Sie haben erhebliche Auswirkungen nicht nur auf das globale Wachstum, sondern auch auf die Kapitalmärkte und die Anleger.

    Bisher sind wir immer davon ausgegangen, dass sich auch die Weltwirtschaft in Zyklen bewegt. Es gibt zwar immer das eine oder andere Land, das zeitweise ausschert und seinen eigenen Weg geht. Die Wachstumsraten von Industrie- und Entwicklungsländern sind auch unterschiedlich hoch. Aber insgesamt gesehen konnte man doch ein gemeinsames Muster erkennen. Wenn es in den Industrieländern nach oben ging, dann war das auch in den Emerging Markets der Fall. Umgekehrt, wenn sich die Konjunktur abschwächte, waren davon sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer betroffen.


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    Risikofreudiges Marktumfeld besteht fort – Gründe für Aktien

    Solange die weitreichenden (geo-)politischen Folgen des Brexit und des Putsches in der Türkei speziell für Europa vom Markt ignoriert werden und Letzterer sich auf weitere geldpolitische Stimuli etlicher Notenbanken wie der BoE, EZB und BoJ fokussiert, bleibt die risikofreundliche Stimmung an den Märkten erhalten - zumal auch die amerikanische Fed vorderhand von Zinserhöhungen absieht. Neben der historisch einmaligen Liquiditätsversorgung und den seit der Finanzkrise etablierten Rettungsmöglichkeiten, die jetzt auch italienischen Banken zugutekommen werden, sprechen für Aktien auch die grundsätzlich intakte Weltkonjunktur und positive Gewinnüberraschungen seitens der Unternehmen.

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