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• Starke Entwicklung des Aktienmarktes
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• Die Weltwirtschaft differenziert sich. Es gibt unterschiedliche Konjunkturzyklen in den Industrie- und den Entwicklungsländern.
In der Weltwirtschaft vollziehen sich derzeit Veränderungen, die ich so bisher noch nie gesehen hatte. Sie haben erhebliche Auswirkungen nicht nur auf das globale Wachstum, sondern auch auf die Kapitalmärkte und die Anleger.
Bisher sind wir immer davon ausgegangen, dass sich auch die Weltwirtschaft in Zyklen bewegt. Es gibt zwar immer das eine oder andere Land, das zeitweise ausschert und seinen eigenen Weg geht. Die Wachstumsraten von Industrie- und Entwicklungsländern sind auch unterschiedlich hoch. Aber insgesamt gesehen konnte man doch ein gemeinsames Muster erkennen. Wenn es in den Industrieländern nach oben ging, dann war das auch in den Emerging Markets der Fall. Umgekehrt, wenn sich die Konjunktur abschwächte, waren davon sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer betroffen.
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Konjunktur
In Großbritannien trüben sich derzeit die Stimmungsindikatoren ein. Die negativen Daten zur Realwirtschaft werden später folgen. In den USA fielen die Konjunkturdaten überraschend gut aus. Die Wachstumsbeeinträchtigung durch den starken US-Dollar und die schwache Auslandskonjunktur scheint zunehmend auszulaufen. Und in China wird sich das Wachstum im 2. Halbjahr leicht abschwächen, das Wachstumsziel der Regierung von 6,5 Prozent dürfte jedoch erreicht werden.
Finanzmärkte
Dank der dezidierten Statements der Zentralbanken und trotz Brexit, Terroranschlägen in Frankreich und Deutschland sowie des gescheiterten Putschversuchs in der Türkei operierten die Finanzmärkte im Juli im «Risk-on»-Modus. Obwohl die US-amerikanische Notenbank aufgrund der Risiken im Zusammenhang mit dem Brexit-Entscheid vorerst mit weiteren Zinserhöhungen zuwartet, wird sie diesbezüglich dennoch die Vorreiterrolle übernehmen; der US-Dollar wird im Vorfeld stärker notieren. Laut EZB-Präsident Draghi sind zwar mögliche Anpassungen beim Anleihenkaufprogramm im Rat nicht diskutiert worden. Diesbezügliche Neuerungen sind bis Ende des Jahres jedoch wahrscheinlich.
Risikofreudiges Marktumfeld besteht fort – Gründe für Aktien
Solange die weitreichenden (geo-)politischen Folgen des Brexit und des Putsches in der Türkei speziell für Europa vom Markt ignoriert werden und Letzterer sich auf weitere geldpolitische Stimuli etlicher Notenbanken wie der BoE, EZB und BoJ fokussiert, bleibt die risikofreundliche Stimmung an den Märkten erhalten - zumal auch die amerikanische Fed vorderhand von Zinserhöhungen absieht. Neben der historisch einmaligen Liquiditätsversorgung und den seit der Finanzkrise etablierten Rettungsmöglichkeiten, die jetzt auch italienischen Banken zugutekommen werden, sprechen für Aktien auch die grundsätzlich intakte Weltkonjunktur und positive Gewinnüberraschungen seitens der Unternehmen.
Anleihen: GBP-Segment bleibt unattraktiv
CHF-Bonds sind angesichts des historisch tiefen Zinsumfelds sehr unattraktiv, das gleiche gilt für das GBP-Segment. So dürfte das GBP nachhaltig unter Abwertungsdruck stehen, unter anderem infolge der sich abzeichnenden spürbaren Wachstumsabschwächung in Großbritannien. Wesentlich mehr Potenzial sehen wir hingegen bei USD-Anleihen. Der Grund ist zum einen die erneut verschobene US-Zinserhöhung, zum anderen die positive Renditedifferenz bei gleichzeitig leicht steigendem US-Dollar. Weitere Kursgewinne scheinen im Emma-Bondsegment vorderhand ausgereizt zu sein.
Emma-Aktien weniger unattraktiv
Weniger attraktiv erscheinen derzeit JPY-Aktien, weil die Maßnahmen der BoJ kaum Wirkung zeigen - auch betreffend JPY-Abschwächung. Emma-Aktien dagegen sind nunmehr weniger unattraktiv. Wenngleich viele strukturelle Probleme in den Emerging Markets ungelöst bleiben, scheinen doch etliche gewichtige Schwellenländer wie Brasilien und Russland die konjunkturelle Talsohle durchschritten zu haben. Hinausgeschobene US-Zinserhöhungen und eine attraktive Bewertung sprechen ebenfalls für diese Position.
Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, Österreichische Post, RBI, EuroTeleSites AG, Semperit, Austriacard Holdings AG, Amag, VIG, Uniqa, Bajaj Mobility AG, Bawag, Frequentis, CA Immo, Erste Group, SBO, AT&S, SW Umwelttechnik, BKS Bank Stamm, Athos Immobilien, BTV AG, Oberbank AG Stamm, CPI Europe AG, Telekom Austria, RHI Magnesita, Mercedes-Benz Group.
(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)123545
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10.08.2016, 8739 Zeichen
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• Die Weltwirtschaft differenziert sich. Es gibt unterschiedliche Konjunkturzyklen in den Industrie- und den Entwicklungsländern.
In der Weltwirtschaft vollziehen sich derzeit Veränderungen, die ich so bisher noch nie gesehen hatte. Sie haben erhebliche Auswirkungen nicht nur auf das globale Wachstum, sondern auch auf die Kapitalmärkte und die Anleger.
Bisher sind wir immer davon ausgegangen, dass sich auch die Weltwirtschaft in Zyklen bewegt. Es gibt zwar immer das eine oder andere Land, das zeitweise ausschert und seinen eigenen Weg geht. Die Wachstumsraten von Industrie- und Entwicklungsländern sind auch unterschiedlich hoch. Aber insgesamt gesehen konnte man doch ein gemeinsames Muster erkennen. Wenn es in den Industrieländern nach oben ging, dann war das auch in den Emerging Markets der Fall. Umgekehrt, wenn sich die Konjunktur abschwächte, waren davon sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer betroffen.
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In Großbritannien trüben sich derzeit die Stimmungsindikatoren ein. Die negativen Daten zur Realwirtschaft werden später folgen. In den USA fielen die Konjunkturdaten überraschend gut aus. Die Wachstumsbeeinträchtigung durch den starken US-Dollar und die schwache Auslandskonjunktur scheint zunehmend auszulaufen. Und in China wird sich das Wachstum im 2. Halbjahr leicht abschwächen, das Wachstumsziel der Regierung von 6,5 Prozent dürfte jedoch erreicht werden.
Finanzmärkte
Dank der dezidierten Statements der Zentralbanken und trotz Brexit, Terroranschlägen in Frankreich und Deutschland sowie des gescheiterten Putschversuchs in der Türkei operierten die Finanzmärkte im Juli im «Risk-on»-Modus. Obwohl die US-amerikanische Notenbank aufgrund der Risiken im Zusammenhang mit dem Brexit-Entscheid vorerst mit weiteren Zinserhöhungen zuwartet, wird sie diesbezüglich dennoch die Vorreiterrolle übernehmen; der US-Dollar wird im Vorfeld stärker notieren. Laut EZB-Präsident Draghi sind zwar mögliche Anpassungen beim Anleihenkaufprogramm im Rat nicht diskutiert worden. Diesbezügliche Neuerungen sind bis Ende des Jahres jedoch wahrscheinlich.
Risikofreudiges Marktumfeld besteht fort – Gründe für Aktien
Solange die weitreichenden (geo-)politischen Folgen des Brexit und des Putsches in der Türkei speziell für Europa vom Markt ignoriert werden und Letzterer sich auf weitere geldpolitische Stimuli etlicher Notenbanken wie der BoE, EZB und BoJ fokussiert, bleibt die risikofreundliche Stimmung an den Märkten erhalten - zumal auch die amerikanische Fed vorderhand von Zinserhöhungen absieht. Neben der historisch einmaligen Liquiditätsversorgung und den seit der Finanzkrise etablierten Rettungsmöglichkeiten, die jetzt auch italienischen Banken zugutekommen werden, sprechen für Aktien auch die grundsätzlich intakte Weltkonjunktur und positive Gewinnüberraschungen seitens der Unternehmen.
Anleihen: GBP-Segment bleibt unattraktiv
CHF-Bonds sind angesichts des historisch tiefen Zinsumfelds sehr unattraktiv, das gleiche gilt für das GBP-Segment. So dürfte das GBP nachhaltig unter Abwertungsdruck stehen, unter anderem infolge der sich abzeichnenden spürbaren Wachstumsabschwächung in Großbritannien. Wesentlich mehr Potenzial sehen wir hingegen bei USD-Anleihen. Der Grund ist zum einen die erneut verschobene US-Zinserhöhung, zum anderen die positive Renditedifferenz bei gleichzeitig leicht steigendem US-Dollar. Weitere Kursgewinne scheinen im Emma-Bondsegment vorderhand ausgereizt zu sein.
Emma-Aktien weniger unattraktiv
Weniger attraktiv erscheinen derzeit JPY-Aktien, weil die Maßnahmen der BoJ kaum Wirkung zeigen - auch betreffend JPY-Abschwächung. Emma-Aktien dagegen sind nunmehr weniger unattraktiv. Wenngleich viele strukturelle Probleme in den Emerging Markets ungelöst bleiben, scheinen doch etliche gewichtige Schwellenländer wie Brasilien und Russland die konjunkturelle Talsohle durchschritten zu haben. Hinausgeschobene US-Zinserhöhungen und eine attraktive Bewertung sprechen ebenfalls für diese Position.
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