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Manz: Zu teuer? (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

Bild: © finanzmarktfoto.at/Martina Draper, Manz

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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29.05.2017, 2333 Zeichen

Bei Manz (WKN: A0JQ5U / ISIN: DE000A0JQ5U3) ist eine Frist abgelaufen: Und zwar hat der Großaktionär „Shanghai Electric Germany Holding GmbH“ eine bis zum 24. Mai 2017 laufende Option auf Abschluss einer Stimmbindungsvereinbarung verfallen lassen.

Option auf was? Das hat es damit auf sich, so wie ich es verstanden habe:

  • Laut Manz ist besagte chinesische Firma „Shanghai Electric“ bzw. deren deutsche Tochter mit einem Anteil von 19,67% der Manz-Aktien ein sogenannter „Anker-Aktionär“.
  • Hauptaktionär von Manz ist allerdings der Gründer und Vorstandsvorsitzende Dieter Manz, der 24,66% hält.
  • Laut Angaben des Unternehmens waren die Chinesen im Mai 2016 im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei Manz eingestiegen.
  • Damals erhielten sie die Option auf eine Stimmbindungsvereinbarung, die ihnen die Stimmrechte aus den Aktien von Dieter Manz zugerechnet hätte.

Dann hätten sie aber so wie ich es verstehe auch den Manz-Aktionären ein Pflichtangebot zur Übernahme der Aktien machen müssen.

Manz-Chart: finanztreff.de

Manz: Vorerst bleibt die Aktionärsstruktur wie sie war

Das war dem chinesischen „Anker-Aktionär“ wohl zu teuer – oder sie sind skeptisch im Hinblick auf die operative Lage bei Manz. Wer weiß das schon. Dieter Manz jedenfalls zeigt sich optimistisch: Man habe „Shanghai Electric“ als strategischen Partner, gleichzeitig liege der Streubesitz-Anteil bei den Manz-Aktien mit über 50%, was einen liquiden Handel ermögliche. Und das China-Geschäft ist offensichtlich ausbaufähig – erst diesen Monat erhielt Manz von dort einen Auftrag im Volumen „von knapp 20 Mio. Euro“, für Anlagen zur Display-Produktion. Klingt soweit ganz gut, und das erste Quartal 2017 hatte auch einen Turnaround gezeigt (schwarze Zahlen – ein Jahr zuvor wurden noch Verluste geschrieben).

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Grabsteinspruch: Oberst Nikolaus Tarabas, ein Gast auf dieser Erde.“

Ein Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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(29.05.2017)

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Akt. Indikation:  0.07 / 0.10
Uhrzeit:  13:03:33
Veränderung zu letztem SK:  18.90%
Letzter SK:  0.07 ( -0.27%)



 

Bildnachweis

1. Manz , (© finanzmarktfoto.at/Martina Draper)   >> Öffnen auf photaq.com

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