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Neuer CEO bei der voestalpine geoutet

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05.06.2018, 9331 Zeichen

In der Aufsichtsratssitzung der voestalpine AG sind heute die Entscheidungen über die Nachfolge an der Spitze des Technologie- und Industriegüterkonzerns gefallen: Vorstandsvorsitzender Dr.  Wolfgang Eder wird seinen bis zum 31. März 2019 laufenden Vertrag bis 3. Juli 2019 (Hauptversammlung der voestalpine AG) verlängern und danach aus dem Vorstand ausscheiden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung 2019 empfehlen, Eder als neuen Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat zu wählen. Bei einer erfolgreichen Zuwahl könnte er mit einer zweijährigen „Cooling-off-Periode“ vom langjährigen Vorsitzenden Dr. Joachim Lemppenau den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen.

Neuer Vorstandsvorsitzender wird am 3. Juli 2019 DI Herbert Eibensteiner. Eibensteiner ist seit 2012 im Vorstand der voestalpine AG und hat umfassende internationale Management- und Konzernerfahrung, nicht zuletzt als Chef zweier Konzerndivisionen. Die Verträge des übrigen Vorstandsteams wurden um weitere fünf Jahre (1. April 2019 bis 31. März 2024) verlängert.

 „Wir betrachten es als unsere Pflicht, rechtzeitig die Nachfolgeplanung auf Schiene zu bringen und haben mit Bedauern die Entscheidung von Dr. Eder, nicht noch einmal als CEO zur Verfügung zu stehen, zur Kenntnis genommen. Aus diesem Grund haben wir mögliche Kandidaten geprüft und mit Herbert Eibensteiner einen exzellenten Nachfolger gefunden,“ so Joachim Lemppenau, Aufsichtsratsvorsitzender der voestalpine AG. 

„Mit Herbert Eibensteiner wird die voestalpine ab Juli 2019 ein international erfahrener Topmanager führen, der bereits seit 30 Jahren im Konzern tätig ist und an der jüngeren Erfolgsgeschichte maßgeblich beteiligt war. Es freut mich, dass es nach einer intensiven Diskussion im Aufsichtsrat mit Eibensteiner zu einer internen Lösung kommt und mit der Verlängerung der übrigen Vorstandsmandate das erwiesernermaßen erfolgreiche Vorstandsteam bis zumindest 2024 für den Konzern weiterarbeiten wird. Ob Eibensteiner die Steel Division neben dem Vorstandsvorsitz in Personalunion weiterführt, wird im laufenden Geschäftsjahr geklärt. Die heutige Größe des Konzerns wird aber eine solche Doppelfunktion auf Dauer nicht zulassen“, erklärt Lemppenau.

Der designierte CEO Herbert Eibensteiner, 54 Jahre, freut sich über die kommenden Aufgaben. „Ich möchte dem Aufsichtsrat der voestalpine AG für das in mich gesetzte Vertrauen herzlich danken. Die voestalpine ist ein großartiges Unternehmen, das sich durch Innovationsgeist, Leistungskraft und die Begeisterung seiner Belegschaft auszeichnet. Sie hat sich sehr erfolgreich in Richtung globaler Technologie- und Industriegüterkonzern mit einer einzigartigen Stahlbasis entwickelt. Wir verfügen heute über 51.600 topausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 500 Standorte in 50 Ländern auf allen Kontinenten, Schlüsseltechnologien in allen Segmenten und die weltweit anspruchsvollsten Kunden, die uns jeden Tag fordern. Gemeinsam mit unserem eingespielten Vorstandsteam möchte ich den erfolgreichen Kurs konsequent weiterführen und bedanke mich bei Wolfgang Eder für die 15 Jahre erfolgreiche Führung in teilweise sehr schwierigen Zeiten in denen der Konzern eine völlig neue Dimension erreicht hat, aber vor allem auch für das dem Vorstandsteam immer entgegengebrachte Vertrauen. Aber zuerst freue ich mich auf 12 gemeinsame Monate um eine gute Übergabe sicherzustellen.“

Herbert Eibensteiner ist ein hochqualifizierter und erfahrener Manager, der 1963 in Linz geboren wurde. Er blickt auf eine lange und internationale Karriere zurück, ist seit 1989 bei voestalpine tätig und kennt das Geschäft daher umfassend und im Detail. Er ist seit 2012 Mitglied des Vorstands der voestalpine AG und leitet darüber hinaus seit Oktober 2014 mit der Steel Division auch die umsatzstärkste Division des Konzerns. Eibensteiner beendete 1988 das Studium Maschinenbau/Betriebswissenschaft an der Technischen Universität Wien, trat 1989 als Betriebsingenieur für Instandhaltung in den voestalpine-Konzern ein und bekleidete von 1993 bis 2000 Führungspositionen in den Bereichen Instandhaltung Kaltwalzwerke, Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Von 2000 bis 2014 hielt Eibensteiner mehrere Führungspositionen in der Metal Forming Division und war zuletzt als Vorstandsmitglied der voestalpine AG für die Gesamtleitung der Division verantwortlich. Bereits während seiner Managementfunktion in der Metal Forming Division war er auch maßgeblich an der forcierten Internationalisierung des Segments Automotive beteiligt.

Als Chef der auf hochqualitative Flachstahlprodukte ausgerichteten Steel Division – auch da bereits in Nachfolge von Wolfgang Eder – gelang mit der Eröffnung der Direktreduktionsanlage im texanischen Corpus Christi (USA) 2016 ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung der internationalen Wachstumsstrategie des Gesamtkonzerns. Das modernste Werk seiner Art sichert durch die Versorgung mit höchstwertigem Vormaterial für die Stahlerzeugung auch die österreichischen voestalpine-Standorte langfristig ab. Weitreichende Impulse setzte Eibensteiner in den letzten Jahren auch am Hauptsitz der Steel Division in Linz, wo seit 2014 über eine Milliarde Euro investiert wurde. Derzeit wird beispielsweise mit der Erneuerung des Hochofens A, der Inbetriebnahme einer neuen Stranggussanlage sowie dem Bau einer Wasserstoffpilotanlage die technologische Basis für die nächsten Jahre des Standortes gelegt. Herbert Eibensteiner ist zudem seit 2014 einer der Vizepräsidenten des europäischen Stahlverbandes „Eurofer“.

Eder soll 2019 in den Aufsichtsrat wechseln und 2021 Vorsitz übernehmen

Mit dem Auslaufen seines Vertrages 2019 wird Wolfgang Eder mehr als 41 Jahre im Konzern – davon 24 Jahre im Vorstand –  gearbeitet haben und 15 Jahre an der Spitze der voestalpine gestanden sein. „Unter Wolfgang Eders Führung hat sich der voestalpine-Konzern von einem österreichischen Stahlunternehmen zu einem globalen Technologie- und Industriegüterkonzern entwickelt und seinen Umsatz von ursprünglich rund vier Milliarden Euro seither mehr als verdreifacht. Eder hat mit dem Börsengang und der Privatisierung des ehemaligen ‚Flaggschiffs der Verstaatlichten Industrie Österreichs‘ den wohl prägendsten Einschnitt der Konzerngeschichte mitbegleitet und die strategische Neuausrichtung hin zum heutigen Fokus auf Hochqualität und Internationalisierung mit viel Mut, Engagement und einem bemerkenswerten Führungssstil umgesetzt“, so Lemppenau.

Joachim Lemppenau, Jahrgang 1942 und seit 1999 im voestalpine-Aufsichtsrat, hat auch betreffend seiner Zukunft eine Entscheidung getroffen. „Ich sehe 2021 den geeigneten Zeitpunkt gekommen, die Leitung des Aufsichtsrats der voestalpine AG nach 17 Jahren abzugeben. Ich freue mich sehr, dass Herr Eder in der Hauptversammlung 2019 für den Aufsichtsrat kandidieren wird und sich auch bereit erklärt hat, bei erfolgreicher Wahl und Zustimmung seiner zukünftigen Kollegen den Aufsichtsratsvorsitz zwei Jahre später zu übernehmen. Der gesamte Aufsichtsrat trägt diese Überlegungen vollinhaltlich mit und sieht Herrn Eder bestens geeignet für diese Funktion.“

Eder sieht seinem nunmehr letzten Geschäftsjahr als CEO und seiner Zeit als Aufsichtsrat sehr positiv entgegen: „Auch wenn mir noch ein Jahr Zeit bleibt bis zum Abschied, möchte ich diese Gelegenheit nutzen, allen 51.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des voestalpine-Konzerns zu danken. Die Führung eines Unternehmens ist nur so gut wie die Mannschaft dahinter und dieser Aspekt stellt bei der voestalpine den zentralen Erfolgsfaktor dar. Unsere Mitarbeiter haben in den letzten Jahren nicht nur großartige Arbeit geleistet und Innovation vorangetrieben, sie haben auch Veränderungen im Konzern mitgetragen sowie Herausforderungen in kritischen Zeiten gemeinsam mit dem Management gemeistert. Das hat die voestalpine zu dem gemacht, was sie heute ist: ein weltweit erfolgreicher Techologiekonzern, der in jeder Hinsicht positiv in die Zukunft blicken kann. Ich freue mich nun darauf, eine erfolgreiche Übergabe an meinen Nachfolger sicherzustellen, den ich seit sehr vielen Jahren kennen und sowohl fachlich als auch als Mensch schätzen gelernt habe. Der Aufsichtsrat hat mit seiner Bestellung und der Verlängerung des Teams  eine hervorragende Entscheidung getroffen und ich habe größtes Vertrauen in Hinblick auf die künftige Führung der voestalpine“, so Wolfgang Eder.

Verlängerung der Vorstandsmandate bis 2024

Der Aufsichtsrat der voestalpine AG hat heute auch alle weiteren Vorstandsmandate der bestehenden Mitglieder um fünf Jahre verlängert. Damit werden Franz Kainersdorfer, Robert Ottel, Franz Rotter und Peter Schwab ihre Verantwortungsbereiche für eine weitere Funktionsperiode bis  31. März 2024 unverändert weiterführen. Franz Kainersdorfer, geboren in Leoben, wechselte 2011 in den Vorstand der voestalpine AG und ist Leiter der Metal Engineering Division. Der aus Wien stammende CFO Robert Ottel wurde 2004 zum Mitglied des Vorstands der voestalpine AG bestellt und steuert seit 2005 das Ressort Finanzen. Der Steirer Franz Rotter gehört dem Vorstandsgremium ebenfalls seit 2011 an und ist für die High Performance Metals Division verantwortlich. Peter Schwab wurde 2014 zum Mitglied des Vorstands der voestalpine AG bestellt und seither leitet der gebürtige Oberösterreicher die Metal Forming Division des Konzerns.



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1. voestalpine-CEO Wolfgang Eder wird seinen bis zum 31. März 2019 laufenden Vertrag bis 3. Juli 2019 verlängern, neuer Vorstandsvorsitzender wird am 3. Juli 2019 DI Herbert Eibensteiner, Bild: voestalpine , (© Aussender)   >> Öffnen auf photaq.com

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voestalpine-CEO Wolfgang Eder wird seinen bis zum 31. März 2019 laufenden Vertrag bis 3. Juli 2019 verlängern, neuer Vorstandsvorsitzender wird am 3. Juli 2019 DI Herbert Eibensteiner, Bild: voestalpine, (© Aussender)


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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    „Mit Herbert Eibensteiner wird die voestalpine ab Juli 2019 ein international erfahrener Topmanager führen, der bereits seit 30 Jahren im Konzern tätig ist und an der jüngeren Erfolgsgeschichte maßgeblich beteiligt war. Es freut mich, dass es nach einer intensiven Diskussion im Aufsichtsrat mit Eibensteiner zu einer internen Lösung kommt und mit der Verlängerung der übrigen Vorstandsmandate das erwiesernermaßen erfolgreiche Vorstandsteam bis zumindest 2024 für den Konzern weiterarbeiten wird. Ob Eibensteiner die Steel Division neben dem Vorstandsvorsitz in Personalunion weiterführt, wird im laufenden Geschäftsjahr geklärt. Die heutige Größe des Konzerns wird aber eine solche Doppelfunktion auf Dauer nicht zulassen“, erklärt Lemppenau.

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    Herbert Eibensteiner ist ein hochqualifizierter und erfahrener Manager, der 1963 in Linz geboren wurde. Er blickt auf eine lange und internationale Karriere zurück, ist seit 1989 bei voestalpine tätig und kennt das Geschäft daher umfassend und im Detail. Er ist seit 2012 Mitglied des Vorstands der voestalpine AG und leitet darüber hinaus seit Oktober 2014 mit der Steel Division auch die umsatzstärkste Division des Konzerns. Eibensteiner beendete 1988 das Studium Maschinenbau/Betriebswissenschaft an der Technischen Universität Wien, trat 1989 als Betriebsingenieur für Instandhaltung in den voestalpine-Konzern ein und bekleidete von 1993 bis 2000 Führungspositionen in den Bereichen Instandhaltung Kaltwalzwerke, Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Von 2000 bis 2014 hielt Eibensteiner mehrere Führungspositionen in der Metal Forming Division und war zuletzt als Vorstandsmitglied der voestalpine AG für die Gesamtleitung der Division verantwortlich. Bereits während seiner Managementfunktion in der Metal Forming Division war er auch maßgeblich an der forcierten Internationalisierung des Segments Automotive beteiligt.

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    Eder soll 2019 in den Aufsichtsrat wechseln und 2021 Vorsitz übernehmen

    Mit dem Auslaufen seines Vertrages 2019 wird Wolfgang Eder mehr als 41 Jahre im Konzern – davon 24 Jahre im Vorstand –  gearbeitet haben und 15 Jahre an der Spitze der voestalpine gestanden sein. „Unter Wolfgang Eders Führung hat sich der voestalpine-Konzern von einem österreichischen Stahlunternehmen zu einem globalen Technologie- und Industriegüterkonzern entwickelt und seinen Umsatz von ursprünglich rund vier Milliarden Euro seither mehr als verdreifacht. Eder hat mit dem Börsengang und der Privatisierung des ehemaligen ‚Flaggschiffs der Verstaatlichten Industrie Österreichs‘ den wohl prägendsten Einschnitt der Konzerngeschichte mitbegleitet und die strategische Neuausrichtung hin zum heutigen Fokus auf Hochqualität und Internationalisierung mit viel Mut, Engagement und einem bemerkenswerten Führungssstil umgesetzt“, so Lemppenau.

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