25.01.2019, 3456 Zeichen
Vielen Dank an den Bezirk, der diese direkte Bürgerdiskussion mit live stream ermöglicht hat.
Es gab viele Wortmeldungen, viele kritische Fragen wurden gestellt, Anregungen gemacht.
Einiges wurde beantwortet.
Von der Stadt war niemand da, auch keine Experten für Verkehrsfragen, was nicht eingängig ist.
Weiters wurde kein städtebaulicher Vertrag zugesichert und das Thema Tiefgarage wäre gerne unter den Tisch gekehrt worden.
Das wichtige, aber fehlende GESAMTKONZEPT, welches wir als Bürgerversammlung seit Jahren fordern und anregen, darf zurecht als riesige, vergebene Chance gesehen werden und wir finden nach wie vor: HIER BESTEHT DRINGENDER HANDLUNGSBEDARF!
Frau Mag. Mischek-Leiner positionierte als Geschäftsführerin der 6B47 mehrfach, daß nicht die gesamte Fläche ausgebaut, die widmungstechnisch denkbar wäre, daß aber mehrere 1000de m² vorhandene Auto-Parkfläche in Wohn/Büro Fläche umgenutzt werden, ergo wesentlich mehr Wohn/Büro Fläche neu entstehen soll, wurde selbstverständlich nicht erwähnt und somit noch mehr Parkraum notwendig wird, ebenfalls nicht.
Stattdessen wurde für die Investoren, die Parkraumverpflichtung auf 50% reduziert...?
Eine ausführlichere Stellungnahme von Dr. Steger MA21 bezüglich Stellplätzen musste von uns eingefordert werden.
Nach dieser, trotzdem löblichen Veranstaltung, sollten die statements, Anregungen und Wünsche der Bürger, jetzt aber auch wirklich ernst genommen werden.
Das Ergebnis war eindeutig, es konnte KEINERLEI MEHRWERT, durch den bestehenden Projektentwurf festgestellt werden.
Der mickrige Minipark, der von "Highline" zum Hochpark, jetzt zum Beserlpark geschrumpft ist und wo immer noch nicht klar ist, wer für die Pflege verantwortlich sein wird, bestehend aus Betonwannen mit Begrünung vor Geschäften und der höchstwahrscheinlich auch nicht öffentlich nutzbar sein wird und im Schatten der Hochbauten wäre, wurde wiederholt und zurecht von den Bürgern als „PFLANZ“ bezeichnet.
Der 2. Mehrwert, der von Mag. Mischek Leiner vollmundig als „Liechtental zum Donaukanal“ bezeichnet wurde, erwies sich ebenfalls zum wiederholten Mal als Farce und leicht zu entlarvender Werbeslogan, denn jetzt haben es wirklich alle begriffen: Durchwegungen oder Querungen wird es NIE geben, immer nur mühevolles ÜBERQUEREN und wohin sollte auch überquert werden??? Übergang zum Donaukanal wird es laut 6b47 aus finanziellen Gründen nicht geben, das hiesse, der mühsame Aufstieg in den „Althanhub“ dient entweder dem Konsum in den dortigen Geschäften, oder endet am Spittelauerplatz bei den Alkoholkranken, oder auf der 3 spurigen Schnellstrasse ohne Abgang zur Donaulände. Also bleibt alles beim Alten und dem Werbeblablabla in den Hochglanzbrochüren des Investors.
Last but not least wird es laut Investor auch keine erschwinglichen Wohnungen geben, die von der SPÖ gefordert wurden.
FAZIT: Jetzt sollte klar sein, wo die Reise hingehen muss, wenn es mit rechten Dingen zugeht. Da kein Mehrwert besteht, muss in der bereits vorgegebenen Widmung gebaut werden, eine rechtliche Grundlage für 60 Meterbauten gibt es nicht.
Auch die zur Diskussion stehende Tiefgarage in der Nordbergstrasse, indem sich der Investor seiner Stellplatzverpflichtung auf Eigengrund entzöge, indem er aus Profitgründen auf öffentlichen Grund auslagert, stiess auf massive Ablehnung. - Die Unterschriftenaktion dagen, erfreute sich grösster Beliebtheit, bis jetzt sind über 400 Unterschriften in kürzester Zeit gegen dieses Vorhaben gesammelt worden.
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