06.03.2019, 3291 Zeichen
Wie smart muss ein Telefon sein? Wer kann sich noch an die alten Nokia Handys erinnern? Das 3310, oder das scherzhaft „Krokodil“ genannte 7110, oder den Killer aller Anzug-Innentaschen, das „Irony“, mit gefühlt 2 Kilogramm im Sakko? Mit einer Hand SMS zu schreiben galt damals bereits als Top, E-Mails zu lesen war Fantasie die erst mit den Blackberries Realität wurde. Telefonieren an jedem Ort war „in“.
Angesichts des aktuellen Verhaltens von Smartphone Benutzern muten solcher Erinnerungen wie ein Zeitsprung in einem billigen Science Fiction Film an. Heute muss man sich global von Überall vernetzen können, Videos streamen, Likes in den Äther senden und mit gestochen scharfen Fotos Jeden jederzeit erreichen. Telefonieren rückt ins Add-On, wer nur spricht ist out. Die Industrie hat das Potential von Smart Phones immer weiter und immer höher getrieben. Jetzt scheint es, ist sie an einem Punkt angekommen, an dem es nicht mehr so weiter geht.
Man erkennt es an den nachlassenden Verkäufen von Smartphones. Mittlerweile ist man schon gut, wenn die Raten nicht rückläufig sind. Immer mehr Kunden wollen sich kein Handy mehr kaufen das mehr als 1000,- US$ kostet. Inzwischen ist auch dieser Trend bereits rückläufig, 750 US $ ist aktuell die Schwelle ab der mit Zähneknirschen in ein Neues getauscht wird. Ebenso werden die neuen Gimmicks dieser Handys immer stärker auf Nutzen hinterfragt. So ist die 3D-Gesichtserkennung für Viele zwar nett, aber kein Grund ins Börserl zu greifen wenn man das alte Handy auch mit dem Fingerabdruck öffnen kann. Apple hat sich hier bereits geirrt. Ebenso zweifelt man den Erfolg der faltbaren Displays von Samsung oder Huawei an, die mit fast 2000 US$ diesen Service bepreisen. Die Technik dahinter macht für Investoren schon mehr Sex-Appeal aus, aber dafür braucht man das Handy jetzt noch nicht. Die Geschwindigkeit der Handy-Neuerungen beginnt rapide zu sinken. Und diese Babyschritte sind nicht mehr genug.
Die Entscheidung, welches Produkt gekauft wird, ist inzwischen auch um eine politische Facette bereichert worden. China als größter Konsument orientiert sich immer mehr an den eigenen heimischen Smartphones und lässt Apple & Co zunehmend im Regal stehen. Die letzten Verkaufszahlen belegen, dass Chinas Smartphone-Produzenten bereits doppelt so viel Umsatz machen wie Apple und Samsung zusammen. Da verstört auch, dass die Penetrationsrate nirgends so hoch ist wie in den USA. 80% aller Amerikaner haben bereits ein Smartphone, Chinesen nur 52%. Das Potential bleibt daher in Asien.
Für die global verbundenen Aktien bedeutet dies unterschiedliche Bewegungen. IT-Entwickler kämpfen um die letzten Wünsche am Display, Zulieferer werden noch stärker an die Kandare genommen, Applikateure noch mehr in die Automatisierung gedrängt, Marketing wird für Apple & Co zum fast einzigen Unterscheidungsmerkmal und das Lagermanagement bei den Telekoms wird immer mehr zum täglichen Faktorcheck des Finanzchefs.
Smartphones haben unser tägliches Leben revolutioniert. Sie haben die größten Unternehmen am Globus geschaffen. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklung ist aber auch Indiz für beide Richtungen. Der Druck innerhalb dieses Sektors war selten höher als jetzt
(Der Input von Wolfgang Matejka für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 06.03.)
Börsepeople im Podcast S24/26: Birgit Noggler
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#gabb goboersewien
Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Telekom Austria, Amag, UBM, Austriacard Holdings AG, Andritz, Wienerberger, Zumtobel, Porr, Marinomed Biotech, Addiko Bank, AT&S, Erste Group, Palfinger, Rath AG, Wolftank-Adisa, Polytec Group, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Mayr-Melnhof, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Infineon, Münchener Rück, Zalando, Siemens Energy, Merck KGaA, Fresenius Medical Care.
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Die Vienna Insurance Group (VIG) ist mit rund 50 Konzerngesellschaften und mehr als 25.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv. Bereits seit 1994 notiert die VIG an der Wiener Börse und zählt heute zu den Top-Unternehmen im Segment “prime market“ und weist eine attraktive Dividendenpolitik auf.
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