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Wachstumsaussichten für Österreich gedämpft

15.03.2019

Die Eintrübung der Konjunkturstimmung vom Allzeithoch zum Jahreswechsel 2017/18 setzt sich fort. „Im Februar 2019 ist der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator auf 2,5 Punkte gesunken. Das Tempo des Rückgangs hat sich zwar jüngst etwas verlangsamt, jedoch hat der Indikator mittlerweile den tiefsten Stand seit 2,5 Jahren erreicht“, meint UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Während die Herausforderungen im Export erneut deutlich gestiegen sind, bremste der anhaltende Optimismus im Inland das Absinken des UniCredit Bank Austria Konjunkturindikators. Der starke Rückgang des mit den österreichischen Handelsanteilen gewichteten Teilindikators für das internationale Exportumfeld hat die Stimmung in der heimischen Industrie erneut stark belastet. Dagegen hat der Optimismus am Bau sogar zugelegt, während sich im Dienstleistungssektor die Stimmung kaum verändert hat, zumal die heimischen Verbraucher angesichts des noch anhaltenden Verbesserungstrends am Arbeitsmarkt und der höheren Lohndynamik im Februar sogar etwas zuversichtlicher geworden sind.

Seit der zweiten Jahreshälfte 2018 läuft der Konjunkturmotor mit geringerer Drehzahl. Der andauernde Rückgang des UniCredit Bank Austria Konjunkturindikators sowie die bisher vorliegenden realwirtschaftlichen Daten lassen auch für den Jahresbeginn 2019 keine Trendwende erwarten. Die bestehenden Unsicherheiten durch den bevorstehenden Brexit, die Veränderungen im globalen Handel durch die US-Politik sowie die Nachwirkungen in der Autoindustrie durch den neuen Abgastestzyklus belasten weiterhin den Export.

„Gestützt auf die Inlandsnachfrage wird die österreichische Wirtschaft zu Beginn 2019 ihren Wachstumskurs fortsetzen können. Allerdings wird der BIP-Anstieg erstmals seit 2,5 Jahren in einem Quartal weniger als 2 Prozent im Jahresvergleich betragen“, meint Bruckbauer. Auch wenn sich bis Mitte 2019 die vorhandenen Unsicherheiten zumindest zum Teil entspannen dürften, wird der Anstieg des BIP 2019 deutlich niedriger als im Vorjahr ausfallen. „Wir erwarten im Gesamtjahr 2019 einen Rückgang des Wirtschaftswachstums auf zumindest 1,6 Prozent nach starken 2,7 Prozent im Vorjahr. 2020 kommen mit der weiteren Verlangsamung der Dynamik in China und einer voraussichtlich spürbaren Abschwächung der Konjunktur in den USA noch zwei belastende Faktoren hinzu, sodass eine weitere Verringerung der Konjunkturdynamik im Raum steht“, so Bruckbauer und ergänzt, „allerdings sind vor allem für 2019 die Risiken eines schwächer als von uns erwarteten Wachstums größer als die einer positiven Überraschung.“

 


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Stefan Bruckbauer Bank Austria, (© Valerie Ferencic / ZFA)


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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Die Eintrübung der Konjunkturstimmung vom Allzeithoch zum Jahreswechsel 2017/18 setzt sich fort. „Im Februar 2019 ist der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator auf 2,5 Punkte gesunken. Das Tempo des Rückgangs hat sich zwar jüngst etwas verlangsamt, jedoch hat der Indikator mittlerweile den tiefsten Stand seit 2,5 Jahren erreicht“, meint UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Während die Herausforderungen im Export erneut deutlich gestiegen sind, bremste der anhaltende Optimismus im Inland das Absinken des UniCredit Bank Austria Konjunkturindikators. Der starke Rückgang des mit den österreichischen Handelsanteilen gewichteten Teilindikators für das internationale Exportumfeld hat die Stimmung in der heimischen Industrie erneut stark belastet. Dagegen hat der Optimismus am Bau sogar zugelegt, während sich im Dienstleistungssektor die Stimmung kaum verändert hat, zumal die heimischen Verbraucher angesichts des noch anhaltenden Verbesserungstrends am Arbeitsmarkt und der höheren Lohndynamik im Februar sogar etwas zuversichtlicher geworden sind.

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„Gestützt auf die Inlandsnachfrage wird die österreichische Wirtschaft zu Beginn 2019 ihren Wachstumskurs fortsetzen können. Allerdings wird der BIP-Anstieg erstmals seit 2,5 Jahren in einem Quartal weniger als 2 Prozent im Jahresvergleich betragen“, meint Bruckbauer. Auch wenn sich bis Mitte 2019 die vorhandenen Unsicherheiten zumindest zum Teil entspannen dürften, wird der Anstieg des BIP 2019 deutlich niedriger als im Vorjahr ausfallen. „Wir erwarten im Gesamtjahr 2019 einen Rückgang des Wirtschaftswachstums auf zumindest 1,6 Prozent nach starken 2,7 Prozent im Vorjahr. 2020 kommen mit der weiteren Verlangsamung der Dynamik in China und einer voraussichtlich spürbaren Abschwächung der Konjunktur in den USA noch zwei belastende Faktoren hinzu, sodass eine weitere Verringerung der Konjunkturdynamik im Raum steht“, so Bruckbauer und ergänzt, „allerdings sind vor allem für 2019 die Risiken eines schwächer als von uns erwarteten Wachstums größer als die einer positiven Überraschung.“

 


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