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#gabb aktuell



22.03.2019, 5577 Zeichen

Der Dow war mit Apple fester gestern, trotzdem ist man heute Vormittag nach einer starken Woche an den europäischen Börsen wieder etwas nachdenklich. Aber Gewinnmitnahmen schaden nicht. Im ATX ist erneut die Telekom der Top-Titel.

Semperit 1.69% voestalpine -3.58%
Telekom Austria 1.34% Palfinger -2.07%
Zumtobel 0.79% AT&S -1.72%

Und: Es ist dies die 300. Ausgabe des #gabb, da ist es von den Zahlen her naheliegend, dass wir heute den Börseneuling startup300 (gestern zwei Monate gelistet) in den Mittelpunkt stellen. Unter http://www.openingbell.eu findet man Co-CEO Michael Eisler heute, unter https://photaq.com/page/index/3613 gibt es eine aktuelle Präsention der startup300 mit Zukunftssichten auch für den ATX und unter https://photaq.com/page/index/3609 haben wir die Bilder der Roadshow die im Wiener Talent Garden von startup300 in dieser Woche stattgefunden hat.

Und hier ein Bericht vom Ebenso-Co-CEO Bernhard Lehner, wie die Börse das (Unternehmer-)Leben verändert.

"Ich mag Countdowns. Für fast jedes wichtige Ereignis setze ich mir einen solchen „Tagefresser“. Es beruhigt mich zu sehen, wie viele Tage ich noch Zeit habe, um perfekt auf Meilensteine vorbereitet zu sein. Selbstverständlich hat ein solcher Countdown seit Sommer 2018 auch die Tage bis zum Listing der startup300 AG am 21. Januar diesen Jahres am Direct Market Plus der Wiener Börse gezählt. Praktisch ist, dass meine Countdown-App nach dem „Tag 0“ noch weiterläuft. So zeigt mir ein Blick auf mein Smartphone heute den 46. Tag der startup300 AG als „Public Company“. Seither haben Michael (Eisler, mein Co-Founder und -Vorstand) und ich wahrscheinlich schon 100 Mal die Frage gestellt bekommen, ob wir denn mit unserem Börsengang glücklich seien.

Jetzt mal ehrlich: Was ist denn das für eine Frage? Mich erinnert sie an die Trainer-Folter durch Sportreporter unmittelbar nach einem Match mitten in der Meisterschaft (egal, ob gewonnen oder verloren) nach den „Gefühlen“. Die einzig richtige Antwort: blöde Frage, das ist irrelevant. Der Trainer hat noch viele, viele Matches vor sich, bis die Meisterschaft entschieden ist. Gefühle mögen die emotionale Neugier der Zuschauer befriedigen, sind aber faktisch unbedeutend. Entscheidend ist, professionell, weitsichtig und mit Blick nach vorne jeden Tag zu arbeiten.

Genau so geht es uns. Unsere Gefühlswelt ist ja total irrelevant. Kurzfristige Schlussfolgerungen ebenso. Wir haben einen Schritt geplant und gemacht, der möglichst gute Voraussetzungen für das angestrebte weitere Wachstum der startup300 AG schafft. Das ist ein Plan, der auf Jahre angelegt ist. Darauf waren wir professionell vorbereitet. Ist seither vieles anders? Ja, klar. Haben wir bereits viel gelernt? Unbedingt! Waren große Überraschungen dabei? Nein, eigentlich nicht. Die größte Unsicherheit vor dem Börsestart war, ob der Markt auch Interesse an uns haben wird. Ja, hat er. An so gut wie jedem Handelstag hatten wir Umsätze bisher – und das in einem Marktsegment, das von vielen „alten Kapitalmarkthasen“ skeptisch beäugt wird. Es ist so typisch österreichisch, gleich mal „das wird ja sowieso nichts“ zu sagen. Oh Mann, wie mir das zum Hals heraushängt! Dieses neue Marktsegment gibt so vielen Unternehmen die Möglichkeit, sich Aktionären zu öffnen. Menschen, die an das Geschäftsmodell glauben, die den Unternehmenszweck gut finden, die dabei sein wollen. Das ist großartig! Und das ist, zumindest für mich, eines der wichtigsten Ziele einer Aktiengesellschaft überhaupt: viele Aktionäre auf eine spannende Reise mitzunehmen und, hoffentlich, davon auch wirtschaftlich profitieren zu lassen.

Das ist perfekt für unsere junge AG. In der start­up300 AG bauen wir die digitalen Geschäftsmodelle von morgen. Dabei arbeiten wir mit Start-Ups, aber auch mit etablierten Unternehmen. Wir positio­nieren uns an strategisch zentraler Stelle, um von der laufenden 2. Industriellen Revolution zu profitieren und, noch viel wichtiger, sie mitzugestalten. Daran wollen wir möglichst viele Menschen teilhaben lassen. Menschen, die positiv und voller Freude den Veränderungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft entgegenblicken. Wir haben ein großartiges und in seiner Art einzigartiges Unternehmen gebaut – und wir werden weiterbauen. Ein Angebot, das meiner Meinung nach einzigartig nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und vielleicht in ganz Europa ist.

Apropos „einzigartig“ und „das wird ja sowieso nichts“: Das haben wir auch bei wikifolio vor einigen Jahren von vielen Menschen zu hören bekommen (ich habe die Ehre, ein Teil des Founder Teams von wikifolio zu sein). Eine digitale Plattform, mit der jedermann seine Anlagestrategien publizieren kann und andere Anleger diesen folgen können? Wer soll das denn brauchen? Einige Jahre, tausende, publizierte Anlagestrategien und hunderte Millionen investierten Euros später wissen wir: viele. Wenn wir öfter sagen würden „Klar, das bekommen wir hin“ und weniger „Das wird nie etwas“, dann müsste sich niemand vor der Zukunft fürchten."

Aus dem "Börse Social Magazine #26" - 1 Jahr, 12 Augaben, 77 Euro. Ca. 100 Seiten im Monat, ca. 1200 Seiten Print A4

Und zur Inspiration wieder ein Blick auf die gerade meistgehandelten Zertifikate an der Wiener Börse, Berechnung nach Geldumsatz..
Name Preis Diff. %
RCB GarZ/STOXXGlobSelDiv100-21 102,080 +1,53 %
RCB OE Zert./TakeOverOstBasket 11,000 -0,27 %
RCB BonusZ/ESTOXX50/CECEEUR-19 148,730 -0,01 %
RCB OE Index.Z./KTXEUR 3,340 0,00 %
EB OE Anl.Z./BRENT CRUDE 42,990 -0,42 %
EB OE Anl.Z./BULGARIEN BASK 2,590 0,00 %
 

(Der Input von Christian Drastil für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 22.03.)



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Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Börsepeople im Podcast S24/20: Elke Müller




 

Bildnachweis

1. Bernhard Lehner (startup300), Michael Eisler (startup300), Christian Drastil (BSN) , (© Michaela Mejta, photaq.com )   >> Öffnen auf photaq.com

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    startup300-Fokus zum #gabb300 (Christian Drastil)


    22.03.2019, 5577 Zeichen

    Der Dow war mit Apple fester gestern, trotzdem ist man heute Vormittag nach einer starken Woche an den europäischen Börsen wieder etwas nachdenklich. Aber Gewinnmitnahmen schaden nicht. Im ATX ist erneut die Telekom der Top-Titel.

    Semperit 1.69% voestalpine -3.58%
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    Und: Es ist dies die 300. Ausgabe des #gabb, da ist es von den Zahlen her naheliegend, dass wir heute den Börseneuling startup300 (gestern zwei Monate gelistet) in den Mittelpunkt stellen. Unter http://www.openingbell.eu findet man Co-CEO Michael Eisler heute, unter https://photaq.com/page/index/3613 gibt es eine aktuelle Präsention der startup300 mit Zukunftssichten auch für den ATX und unter https://photaq.com/page/index/3609 haben wir die Bilder der Roadshow die im Wiener Talent Garden von startup300 in dieser Woche stattgefunden hat.

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    "Ich mag Countdowns. Für fast jedes wichtige Ereignis setze ich mir einen solchen „Tagefresser“. Es beruhigt mich zu sehen, wie viele Tage ich noch Zeit habe, um perfekt auf Meilensteine vorbereitet zu sein. Selbstverständlich hat ein solcher Countdown seit Sommer 2018 auch die Tage bis zum Listing der startup300 AG am 21. Januar diesen Jahres am Direct Market Plus der Wiener Börse gezählt. Praktisch ist, dass meine Countdown-App nach dem „Tag 0“ noch weiterläuft. So zeigt mir ein Blick auf mein Smartphone heute den 46. Tag der startup300 AG als „Public Company“. Seither haben Michael (Eisler, mein Co-Founder und -Vorstand) und ich wahrscheinlich schon 100 Mal die Frage gestellt bekommen, ob wir denn mit unserem Börsengang glücklich seien.

    Jetzt mal ehrlich: Was ist denn das für eine Frage? Mich erinnert sie an die Trainer-Folter durch Sportreporter unmittelbar nach einem Match mitten in der Meisterschaft (egal, ob gewonnen oder verloren) nach den „Gefühlen“. Die einzig richtige Antwort: blöde Frage, das ist irrelevant. Der Trainer hat noch viele, viele Matches vor sich, bis die Meisterschaft entschieden ist. Gefühle mögen die emotionale Neugier der Zuschauer befriedigen, sind aber faktisch unbedeutend. Entscheidend ist, professionell, weitsichtig und mit Blick nach vorne jeden Tag zu arbeiten.

    Genau so geht es uns. Unsere Gefühlswelt ist ja total irrelevant. Kurzfristige Schlussfolgerungen ebenso. Wir haben einen Schritt geplant und gemacht, der möglichst gute Voraussetzungen für das angestrebte weitere Wachstum der startup300 AG schafft. Das ist ein Plan, der auf Jahre angelegt ist. Darauf waren wir professionell vorbereitet. Ist seither vieles anders? Ja, klar. Haben wir bereits viel gelernt? Unbedingt! Waren große Überraschungen dabei? Nein, eigentlich nicht. Die größte Unsicherheit vor dem Börsestart war, ob der Markt auch Interesse an uns haben wird. Ja, hat er. An so gut wie jedem Handelstag hatten wir Umsätze bisher – und das in einem Marktsegment, das von vielen „alten Kapitalmarkthasen“ skeptisch beäugt wird. Es ist so typisch österreichisch, gleich mal „das wird ja sowieso nichts“ zu sagen. Oh Mann, wie mir das zum Hals heraushängt! Dieses neue Marktsegment gibt so vielen Unternehmen die Möglichkeit, sich Aktionären zu öffnen. Menschen, die an das Geschäftsmodell glauben, die den Unternehmenszweck gut finden, die dabei sein wollen. Das ist großartig! Und das ist, zumindest für mich, eines der wichtigsten Ziele einer Aktiengesellschaft überhaupt: viele Aktionäre auf eine spannende Reise mitzunehmen und, hoffentlich, davon auch wirtschaftlich profitieren zu lassen.

    Das ist perfekt für unsere junge AG. In der start­up300 AG bauen wir die digitalen Geschäftsmodelle von morgen. Dabei arbeiten wir mit Start-Ups, aber auch mit etablierten Unternehmen. Wir positio­nieren uns an strategisch zentraler Stelle, um von der laufenden 2. Industriellen Revolution zu profitieren und, noch viel wichtiger, sie mitzugestalten. Daran wollen wir möglichst viele Menschen teilhaben lassen. Menschen, die positiv und voller Freude den Veränderungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft entgegenblicken. Wir haben ein großartiges und in seiner Art einzigartiges Unternehmen gebaut – und wir werden weiterbauen. Ein Angebot, das meiner Meinung nach einzigartig nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und vielleicht in ganz Europa ist.

    Apropos „einzigartig“ und „das wird ja sowieso nichts“: Das haben wir auch bei wikifolio vor einigen Jahren von vielen Menschen zu hören bekommen (ich habe die Ehre, ein Teil des Founder Teams von wikifolio zu sein). Eine digitale Plattform, mit der jedermann seine Anlagestrategien publizieren kann und andere Anleger diesen folgen können? Wer soll das denn brauchen? Einige Jahre, tausende, publizierte Anlagestrategien und hunderte Millionen investierten Euros später wissen wir: viele. Wenn wir öfter sagen würden „Klar, das bekommen wir hin“ und weniger „Das wird nie etwas“, dann müsste sich niemand vor der Zukunft fürchten."

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    (Der Input von Christian Drastil für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 22.03.)



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