08.09.2019
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
Aus dem Wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Während zu Beginn der Woche der schwache Industrie-ISM aus den USA (erstmals seit 2016 unter 50) vom Markt nicht tragisch genommen wurde, führten seither einige positive Entwicklungen zu einer deutlichen Kurserholung: Erstens die Behauptung fruchtbarer Arbeitsgespräche China/USA und der Ankündigung von High-Level Verhandlungen im Oktober (aus unserer Sicht am wenigsten relevant, weil keine rasche Einigung zu erwarten ist); zweitens der (sehr wahrscheinliche) Aufschub eines etwaigen Hard-Brexit auf den 31. Jänner – damit ist (wieder einmal) die Gefahr eines Hard Brexit nach hinten verschoben (aber nicht vom Tisch). Vor allem aber konnte sich der US-Dienstleistungs ISM um unerwartete drei Punkte auf 56,4 verbessern. Während also die globale Industrie-Schwäche auch die US-Industrie (nur rund 10% des BIP) sukzessive weiter Richtung Schrumpfen bringt, steht der dominierende Rest der Wirtschaft weiterhin unter Dampf. Das nährt die Hoffnung, dass für die USA die derzeitige Episode eher eine Wiederholung von 1995/1998/2015 wird (vorübergehende Industrie-Schwäche, Gesamtwirtschaft vermeidet Rezession) als der Beginn eines allgemeinen Konjunktureinbruchs. Das würde insbesondere für die global gebeutelten zyklischen Sektoren (Industrie, Autobauer etc.) für 2020 eine fulminante Erholung nahelegen. Noch kann (auch dank Handelsstreit) allerdings keine Entwarnung gegeben werden.
Mit der Aktienmarktkorrektur Anfang August waren unsere (tieferen) Q3-Ziele für die meisten Indizes bereits erreicht, seither konnten sich die Märkte spürbar erholen und in vielen Fällen bereits die Dezember-Ziele erklimmen. Angesichts anhaltender Risikofaktoren (insb. Handelsstreit) und noch ausstehender Trendwende bei den Industrie-Vorlaufindikatoren halten wir einen Kauf auf Quartalssicht unverändert für noch zu riskant; die oben erwähnten Verbesserungen zusammen mit unseren Q4 Index-Prognosen lassen uns unsere Empfehlung aber auf Halten/Neutral aufstufen. Unsere (höheren) Index-Prognosen für 2020 würden wir erst in einen „Kauf“ münden lassen, wenn sich die Abwärtsrisiken weiter reduzieren oder sich eine günstige Kaufgelegenheit in der nächsten Korrektur bietet oder die globale Industrie-Rezession signifikant das Tief durchschritten hat.
Nachdem beim Goldpreis unser März-Ziel von USD 1550 bereits fulminant erreicht wurde, stellt eine (vielleicht auch nur vorübergehende) Reduktion des pol. Risikos, v.a. aber die bereits (übertrieben) aggressiven Zinssenkungserwartungen (insb. betreffend Fed) eine beträchtliche kfr. Korrekturgefahr für den Goldpreis dar. Wir setzen unsere Quartalsprognosen unter Revision und empfehlen Gewinnmitnahmen.
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Aktien auf dem Radar:Austriacard Holdings AG, Addiko Bank, Agrana, ATX Prime, ATX TR, ATX NTR, ATX, Bawag, Mayr-Melnhof, Lenzing, AT&S, OMV, Palfinger, Rosgix, Pierer Mobility, Porr, EVN, Österreichische Post, VIG, Warimpex, Frequentis, Kapsch TrafficCom, Semperit, FACC, UBM, EuroTeleSites AG, Rosenbauer, Oberbank AG Stamm, Athos Immobilien, BKS Bank Stamm, Amag.
(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)244780
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Vienna International Airport
Die Flughafen Wien AG positioniert sich durch die geografische Lage im Zentrum Europas als eine der wichtigsten Drehscheiben zu den florierenden Destinationen Mittel- und Osteuropas. Der Flughafen Wien war 2016 Ausgangs- oder Endpunkt für über 23 Millionen Passagiere.
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08.09.2019, 3236 Zeichen
08.09.2019
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Aus dem Wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Während zu Beginn der Woche der schwache Industrie-ISM aus den USA (erstmals seit 2016 unter 50) vom Markt nicht tragisch genommen wurde, führten seither einige positive Entwicklungen zu einer deutlichen Kurserholung: Erstens die Behauptung fruchtbarer Arbeitsgespräche China/USA und der Ankündigung von High-Level Verhandlungen im Oktober (aus unserer Sicht am wenigsten relevant, weil keine rasche Einigung zu erwarten ist); zweitens der (sehr wahrscheinliche) Aufschub eines etwaigen Hard-Brexit auf den 31. Jänner – damit ist (wieder einmal) die Gefahr eines Hard Brexit nach hinten verschoben (aber nicht vom Tisch). Vor allem aber konnte sich der US-Dienstleistungs ISM um unerwartete drei Punkte auf 56,4 verbessern. Während also die globale Industrie-Schwäche auch die US-Industrie (nur rund 10% des BIP) sukzessive weiter Richtung Schrumpfen bringt, steht der dominierende Rest der Wirtschaft weiterhin unter Dampf. Das nährt die Hoffnung, dass für die USA die derzeitige Episode eher eine Wiederholung von 1995/1998/2015 wird (vorübergehende Industrie-Schwäche, Gesamtwirtschaft vermeidet Rezession) als der Beginn eines allgemeinen Konjunktureinbruchs. Das würde insbesondere für die global gebeutelten zyklischen Sektoren (Industrie, Autobauer etc.) für 2020 eine fulminante Erholung nahelegen. Noch kann (auch dank Handelsstreit) allerdings keine Entwarnung gegeben werden.
Mit der Aktienmarktkorrektur Anfang August waren unsere (tieferen) Q3-Ziele für die meisten Indizes bereits erreicht, seither konnten sich die Märkte spürbar erholen und in vielen Fällen bereits die Dezember-Ziele erklimmen. Angesichts anhaltender Risikofaktoren (insb. Handelsstreit) und noch ausstehender Trendwende bei den Industrie-Vorlaufindikatoren halten wir einen Kauf auf Quartalssicht unverändert für noch zu riskant; die oben erwähnten Verbesserungen zusammen mit unseren Q4 Index-Prognosen lassen uns unsere Empfehlung aber auf Halten/Neutral aufstufen. Unsere (höheren) Index-Prognosen für 2020 würden wir erst in einen „Kauf“ münden lassen, wenn sich die Abwärtsrisiken weiter reduzieren oder sich eine günstige Kaufgelegenheit in der nächsten Korrektur bietet oder die globale Industrie-Rezession signifikant das Tief durchschritten hat.
Nachdem beim Goldpreis unser März-Ziel von USD 1550 bereits fulminant erreicht wurde, stellt eine (vielleicht auch nur vorübergehende) Reduktion des pol. Risikos, v.a. aber die bereits (übertrieben) aggressiven Zinssenkungserwartungen (insb. betreffend Fed) eine beträchtliche kfr. Korrekturgefahr für den Goldpreis dar. Wir setzen unsere Quartalsprognosen unter Revision und empfehlen Gewinnmitnahmen.
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