30.11.2020, 1580 Zeichen
Das Jahr 2021 wird ein Jahr der Kapitalmarktchancen, damit rechnet Jens Wilhelm, im Vorstand von Union Investment zuständig für Portfoliomanagement und Immobilien. Er sieht die Aussichten geprägt von negativen Realrenditen, einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik und Fortschritten bei der Pandemiebekämpfung.
Wilhelm hält dabei vor allem Aktien für aussichtsreich. "Die Gewinne werden 2021 zu Kurstreibern. Wir rechnen mit einem Anstieg der weltweiten Firmengewinne um bis zu 30 Prozent im Jahresvergleich", sagt er. Gleichzeitig halten die niedrigen bzw. negativen Realrenditen die Bewertungen auf einem erhöhten Niveau. "Für Aktien ist das fast die beste aller Welten", meint der Kapitalmarktstratege. Für das Gesamtjahr traut er der Anlageklasse damit einen Ertrag von bis zu 10 Prozent zu. Den DAX erwartet er bei 14.000 Punkten zum Jahresende 2021. Insgesamt rechnet er mit einem Wechsel bei den favorisierten Regionen und Stilen. "Die konjunkturelle Erholung wird Zyklikern, aber auch Value-Werten im Jahresverlauf helfen", folgert er. Gleichzeitig betont Wilhelm die Chancen der erfolgreichen Titelselektion: "Corona ist ein Trendverstärker und führt zu einer vermehrten Ausdifferenzierung bei Gewinnern und Verlierern."
Bei Immobilien sieht er zwar durchaus einige von der Pandemie ausgelöste Herausforderungen. Insgesamt hält Wilhelm die sachwertbasierte und cashflowstarke Anlageklasse aber im aktuellen Umfeld weiter für attraktiv. "Die Immobilie bleibt ein wichtiger Bestandteil in einem balancierten Portfolio, gerade in Zeiten negativer Realzinsen", ist er überzeugt.
Wiener Börse Party #1214: ATX nach Rekord unchanged, AT&S / Bajaj Mobility sehr auffällig, 150er-Bilanz und Wienerberger-Aufnahme
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Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, Bajaj Mobility AG, Andritz, Austriacard Holdings AG, Semperit, Flughafen Wien, FACC, Emerald Horizon AG, ATX, ATX Prime, ATX TR, Bawag, ATX NTR, RBI, voestalpine, AT&S, Frequentis, Marinomed Biotech, Wolftank-Adisa, Wiener Privatbank, Polytec Group, BTV AG, BKS Bank Stamm, Kapsch TrafficCom, Amag, DO&CO, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, UBM.
Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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