26.06.2021, 3027 Zeichen
Aus dem Wöchentlichen Marktkommentar von Raiffeisen Research: "Im Westen nichts Neues. So oder so ähnlich lässt sich die aktuelle Lage an den Aktienmärkten wohl am besten zusammenfassen. Obwohl der Datenkalender gut gefüllt war und ist, fehlten zuletzt die großen Impulse. Unterm Strich konnten die US-Märkte auf Wochensicht leicht zulegen, wohingegen die europäischen Börsen moderate Rückgänge zu verbuchen hatten – all das bei verhältnismäßig niedrigen Umsätzen. Generell sind bereits über den gesamten Juni hinweg nur geringe Transaktionsvolumina zu beobachten. Dies ist dahingehend ungewöhnlich, da der Juni historisch betrachtet eigentlich ein Monat mit reger Transaktionstätigkeit ist. Im Nasdaq 100 zeichnet sich dementsprechend der umsatzschwächste Juni seit zehn Jahren ab. Selbiges gilt für den DAX und den Euro STOXX 50.
Die Richtungssuche an den Märkten könnte aber im kommenden Monat bereits ihr Ende finden, wenn mit dem Start der US-Berichtssaison neue Impulse an die Börsen gelangen. Diese beginnt in der ersten Julihälfte und wird traditionell von US-Großbanken eröffnet. Im Hinblick auf die Gewinnwachstumserwartungen ist davon auszugehen, dass wir auf den Zenit zusteuern. Unter Berücksichtigung des lockdownbedingten Basiseffekts aus dem letzten Jahr geht der Konsens nach Bloomberg von einem Anstieg der aggregierten Unternehmensgewinne im S&P 500 von mehr als 60 % aus. Im Value-Bereich wird aggregiert sogar ein Anstieg von mehr als 110 % erwartet.
Wem die aktuelle Marktphase an den Aktienbörsen zu unspektakulär erscheint, kann einen Blick auf die Rohstoffmärkte werfen. Nach dem Höhenflug der vergangenen Monate deutet sich in vielen Bereichen nicht nur ein sich abschwächendes Momentum an, sondern Kupfer, Kaffee oder auch Sojabohnen kamen in den letzten Tagen sogar vermehrt unter Druck. Die erwähnten Kursrückgänge wirken aber geradezu unscheinbar in Relation zu den Kryptomärkten. Dort herrscht bereits seit einigen Wochen Sommerschlussverkauf.
Wie in unserem Chart der Woche ersichtlich musste die Leitwährung Bitcoin seit dem Hoch bei knapp USD 66.000 zwischenzeitlich mehr als 50 % abgeben und fiel jüngst sogar unter die psychologisch wichtige Marke von USD 30.000. Zwar konnte diese bereits wieder zurückerobert werden, das Sentiment bleibt aber höchst angespannt.
Wir haben die Gründe für die Kapitulation der Marktteilnehmer an den Kryptobörsen in unserem letzten Krypto Update Q2 2021 ausführlich dargelegt. Hinzu gesellt sich der weitere Faktor, dass China nun endgültig Ernst zu machen scheint. Laut Nachrichtenagentur AFP, unter Berufung auf Aussagen lokaler Bitcoin-Miner, haben chinesische Behörden die Schließung von 26 Rechenzentren in Sichuan angeordnet. Energieversorger wurden aufgefordert, die Miner nicht mehr mit Strom zu beliefern. Das sollte zwar eigentlich nicht mehr allzu sehr überraschen – schließlich war China bisher äußert restriktiv und wird es auch weiterhin bleiben – beim aktuellen Ausmaß an Angst in den Märkten können weitere Rücksetzer aber definitiv nicht ausgeschlossen werden."
Wiener Börse Party #1110: ATX mehr als 2 Prozent tiefer, Verbund gesucht, Andritz vielversprechend und Gabler statt Babler
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Sale, Verkauf, Prozent, rot, Abverkauf
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