16.02.2022, 2885 Zeichen
Kapitalmarktteilnehmer sind zumeist kluge Menschen. Allein die Angst davor, sein oft mühsam erspartes Geld zu verlieren, sorgt für Respekt vor der Investitionsentscheidung. Man nimmt sich Zeit und denkt nach. Auch die Anforderungen bei Berufen, die mit Kapitalmärkten zu tun haben, unterstreichen diese Annahmen. Ohne intensive Schulungen und Ausbildungen die gar nicht mal so Wenige zurück ins Rad der Wiederholung-Termine schicken, so lange bis die Zeugnisse passen, wird man in dieser Welt kaum an den „Start“ gelassen. Wir haben es also mit zumeist über dem Durchschnitt intelligenten Menschen zu tun. Glaubt man. Aber dann kommen Krisen aus dem Versteck, und schon sieht alles anders aus, und aus vielen Schlangen werden Mäuse.
Für geübte Börsianer ist der Rückblick immer schon ein geeigneter Lehrmeister gewesen. Die Erfahrung, Krisen überlebt zu haben im Paarlauf mit der eigenen Analyse, wie man sich dabei verhalten hat, und der finalen Erkenntnis, ob das klug war oder nicht, ergibt zumeist das Adjektiv Experte. Interessant dabei aber wie oft sich Experten emotional verhalten, wo sie doch die Chance und das Risiko in den vielfältigsten Situationen zu balancieren gelernt haben müssen.
Naja, so viel zur Polemik. Tatsache ist, dass wir alle immer emotional agieren. Gier und Angst als Hauptattribute von Börsen sind permanent zugegen und machen gerade dadurch die tägliche Spannung im Börsenleben auch aus. Wer also annimmt, dass man, wenn Kriegsdrohungen rund um uns einschlagen, genau weiß, was jetzt passieren wird und man darauf völlig rational agiert, der irrt, denn rationales Agieren wird in solchen Phasen immer schwerer. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: eine Drohung ist so lange ungefährlich, bis sie wahr gemacht wird, aber wissen tut man das erst im Nachhinein. Genauso sind Kapitalmärkte nie von einseitig geprägtem Wissen und Orientierung geprägt, es ist eine Melange von allen möglichen Meinungen und eben auch Emotionen, die uns hier am Kurs begegnen. Dies zu erahnen und komplett rational zu agieren, wird dadurch zusätzlich erschwert.
In hoch emotionalen Marktphasen gilt es daher nahezu immer, dem ersten Schwung der Bewegung, ob nach Oben oder nach Unten, aufmerksam und analytisch zu begegnen. Die Beurteilung der Bewegung und deren Motivation ersetzt dabei die Suche nach der finalen Erklärung, ob nun geschossen werden wird oder nicht. Kaum jemand wünscht sich natürlich, dass Kurse fallen, deswegen sind diese Analysen auch so wichtig, denn man möchte ja nicht den doch zu erwartenden Anstieg, das Ende der Angst und den Wechsel zur so oft falsch verstandenen Gier finden. Ein ultimatives Wechselbad der Gefühle, das immer wieder mit den eigenen und tief in einem selbst verwurzelten Ängsten spielt.
Man lernt viel in solchen Phasen. Auch über sich selbst.
(Der Input von Wolfgang Matejka für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 16.02.)
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