06.04.2022, 2867 Zeichen
Die Oesterreichische Kontrollbank AG (OeKB) konnte 2021 ein erfreuliches operatives Ergebnis erzielen. Mit 65,5 Mio. Euro liegt der Gewinn nach Steuern um 37,3 Prozent höher als im Vorjahr (47,7 Mio. Euro). Hauptverantwortlich für diesen deutlichen Anstieg waren die positive Entwicklung von Veranlagungen und Beteiligungen sowie die Auflösung von Risikovorsorgen. Der Zinsüberschuss war mit 110,5 Mio. Euro etwas höher als im Vorjahr (108,4 Mio. Euro), das Provisionsergebnis ist mit 42,8 Mio. Euro leicht zurückgegangen (44,0 Mio. Euro). Versicherungsmathematische Effekte führen dazu, dass das Gesamtergebnis mit 78,5 Mio. Euro um 69,8 Prozent höher als im Vorjahr (46,2 Mio. Euro) liegt. „Die OeKB hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) die heimische Wirtschaft auch im zweiten Corona-Jahr mit einer Palette an Hilfsmaßnahmen unterstützt. Darüber hinaus haben wir unsere vielfältigen Dienstleistungen ausgeweitet, womit die OeKB Gruppe sehr breit aufgestellt ist und über eine hohe Resilienz verfügt. Deshalb konnten wir auch im erwartungsgemäß herausfordernden Geschäftsjahr 2021 ein positives Ergebnis erzielen“, erklärt Angelika Sommer-Hemetsberger, im OeKB-Vorstand für die Kapitalmarktaktivitäten zuständig.
Die OeKB ist seit 1956 als Geschäftsstelle für die Begebung von Bundesanleihen der Republik Österreich im Auktionsverfahren tätig. Im August 2021 wurde diese Dienstleistung um die Auktionierung von kurzfristigen Geldmarktpapieren ausgeweitet. „Diese Austrian Treasury Bills helfen der Republik, die Investorenbasis am kurzen Ende der Zinskurve zu erweitern und das im Zuge der COVID-19-Pandemie erhöhte Finanzierungsvolumen aufzubringen. 2021 wurden im Zuge von vier Auktionen Austrian Treasury Bills in Höhe von 7,4 Mrd. Euro begeben. Weitere Highlights waren der Go-Live von Fondsdaten Plus, das eine Ergänzung zu den bereits öffentlich angebotenen Fondssteuerdaten darstellt, sowie die Angebotsausweitung des General Clearing Member-Services auch an kleinere Energieunternehmen“, so Angelika Sommer-Hemetsberger.
Während sich regionale Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie weiterhin auf das Wachstum der Weltwirtschaft auswirken, stellen besonders der Ukraine-Krieg und dessen Auswirkungen große Herausforderungen für die österreichische Außenwirtschaft dar. „Wir evaluieren die Situation laufend und reagieren in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Finanzen unmittelbar mit entsprechenden Maßnahmen. Im Bereich der Export Services erwarten wir bei den Haftungen und auch bei den Finanzierungen eine schwächere Geschäftsentwicklung als in 2021. Insgesamt ist die OeKB Gruppe aufgrund der Breite des Produkt- und Serviceportfolios jedoch gut für die Herausforderungen gerüstet, weshalb wir von einer stabilen Ertragsentwicklung im operativen Bereich ausgehen“, so Vorstand Helmut Bernkopf zum Ausblick auf 2022.
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