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Fazits zu Polytec, Mayr-Melnhof, DO&CO, Wienerberger, Post ...

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13.08.2022, 4909 Zeichen

Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

Zu Polytec: "Wir erwarten, dass sich die Ergebnisse von Polytec in der 2. Jahreshälfte erholen dürften, da Kompensationszahlungen der OEM (für höhere Material- und Energiekosten etc.) normalerweise im 4. Quartal gebucht werden. Wir rechnen jedoch nicht mit einer signifikanten Margenerholung auf- grund der anhaltenden Energie- und Lohnkosteninflation. Wir bleiben bei unserer Halten-Empfehlung da wir derzeit keine Kurs-Trigger für die Aktie sehen."

Zu Wienerberger: "Nach der sehr starken 1. Jahreshälfte, signalisiert das untere Ende der Guidance einen EBITDA-Rückgang um 4,5% für die 2. Jahreshälfte. Während die Märkte Renovierung und Infrastruktur sich stabil entwickeln dürften, wird eine leicht schwächere Neubautätigkeit in Europa und den USA erwartet. Wir sehen die bestätigte Guidance als konservativ an, sodass bei gutem Geschäftsverlauf eine Erhöhung durchaus möglich scheint. Trotz der positiven Kursreaktion auf die finalen Q2-Zahlen sehen wir die Aktie infolge der Gaslieferunterbrechungen weiter als zu stark diskontiert an. Wienerberger hat seinen Gasbedarf 2022 und 2023 fast komplett abgesichert, zudem ist das Geschäftsmodell über die letzten Jahre diversifiziert worden, sodass das Unternehmen wesentlich widerstandsfähiger aufgestellt ist. Wir bleiben bei unserer positiven Einschätzung der Aktie erwarten je- doch, dass die Gasversorgungslage die Kursentwicklung weiter dämpfen wird." 

Zu Mayr-Melnhof: "Traditionellerweise gibt das Management keinen konkreten Ergebnisausblick, erwartet jedoch eine solide Nachfrage nach Kartonverpackungen. Die Kosteninflation soll zeitnah über Preiserhöhungen bewältigt werden. Zudem sind in der 2. Jahreshälfte investitionsbedingte Stillstände geplant. Für die russische Tochter (rund 9% des EBITDA 2021) werden weiter alle Optionen geprüft. Wir erwarten nicht, dass die außerordentlich starke Profitabilität in die 2. Jahreshälfte mitgenommen werden kann, da Maschinenstillstände und auch Lohnkostendruck auf den Margen lasten werden. Die kritische Gasversorgungslage trifft auch die energieintensive Produktion bei Mayr-Melnhof. In Österreich wurden Gasspeicher angemietet und es wurden Maßnahmen ergriffen, eine mögliche Gasrationierung zu entschärfen. Dennoch denken wir, dass das Sentiment gegenüber energieintensiven Industriewerten infolge der Gasversorgungslage gedämpft bleiben wird."

Zu DO&CO: "Während es Konferenz Calls für Investoren und Analysten bestätigte das Management – trotz des türkischen Lira Gegenwinds (von bis zu EUR -175 Mio.) - seinen Umsatzausblick 2022/23 von rund EUR 1,1-1,2 Mrd. Eine gute Grundlage dafür bildet die ständig erweiterte Liste von neuen Großaufträgen (vor allem in den USA), wo DO&CO eine immer stärkere Marktposition aufbaut, was durch die neue Gourmetküche in Miami (die als 6. Standort in den USA Ende GJ22/23 in Betrieb gehen soll), unterstrichen wird. Das Unternehmen nimmt laufend an weiteren Ausschreibungen teil im Bereich Airline Catering sowie in der Division International Event Catering, die für zusätzlichen Umsatzschub (sowie Kurstreiber) sorgen könnten. Die Anstrengungen des Managements, die Kosteninflation mit neuen Preisen (in Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern) zu decken, sollten mehr Re- sultate in den kommenden Quartalen bringen und die Gewinnmargen wieder steigen lassen. Wir glauben, dass die attraktive Investmentstory basierend auf dem starken Post-Pandemie-Erholungspotenzial sowie der ungebrochen erfolgreichen Geschäftsakquise durch das kompetente Managementteam bei weitem noch nicht eingepreist ist. Wir bleiben klar bei unserer Kauf-Empfehlung."

Zur Post: Das 2. Quartal zeigte die erwartete Normalisierung des Marktumfeldes wobei Umsatz und Profitabilität sogar über unseren Schätzungen lagen. Nach einem EBIT von EUR 91 Mio. in der 1. Jahreshälfte 22 erwarten wir, dass die Post für das Gesamtjahr im oberen Bereich der Guidance zu liegen kommen wird. Unterstützend wirken sollten dabei die sich erholenden Brief- und Paketvolumina, Preisanhebungen bei Briefen sowie ein sich besserndes Ergebnis der Division Filiale & Bank. Wir bleiben bei unserer Akkumulieren-Empfehlung.

Zu voestalpine: 
"Auf aktuellen Kursniveaus sehen wir die erwartete Margenkontraktion bereits eingepreist. Mit einem KGV von unter 7,0x auf Basis unserer Schätzungen für 23/24e und 24/25e handelt die voestalpine weit unter dem historischen Schnitt. Solange die Gasversorgung in Europa jedoch nicht stabilisiert ist, erwarten wir, dass das Sentiment gegenüber der Aktie gedämpft bleiben wird."
 
Ausblick: Kommende Woche setzt sich die Berichtssaison in Österreich mit den Q2-Ergebnissen von SBO, VIG, Uniqa, Addiko, Semperit, FACC und Flughafen Wien fort. Kapsch präsentiert seine Q1 22/23-Ergebnisse.


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    Zu Polytec: "Wir erwarten, dass sich die Ergebnisse von Polytec in der 2. Jahreshälfte erholen dürften, da Kompensationszahlungen der OEM (für höhere Material- und Energiekosten etc.) normalerweise im 4. Quartal gebucht werden. Wir rechnen jedoch nicht mit einer signifikanten Margenerholung auf- grund der anhaltenden Energie- und Lohnkosteninflation. Wir bleiben bei unserer Halten-Empfehlung da wir derzeit keine Kurs-Trigger für die Aktie sehen."

    Zu Wienerberger: "Nach der sehr starken 1. Jahreshälfte, signalisiert das untere Ende der Guidance einen EBITDA-Rückgang um 4,5% für die 2. Jahreshälfte. Während die Märkte Renovierung und Infrastruktur sich stabil entwickeln dürften, wird eine leicht schwächere Neubautätigkeit in Europa und den USA erwartet. Wir sehen die bestätigte Guidance als konservativ an, sodass bei gutem Geschäftsverlauf eine Erhöhung durchaus möglich scheint. Trotz der positiven Kursreaktion auf die finalen Q2-Zahlen sehen wir die Aktie infolge der Gaslieferunterbrechungen weiter als zu stark diskontiert an. Wienerberger hat seinen Gasbedarf 2022 und 2023 fast komplett abgesichert, zudem ist das Geschäftsmodell über die letzten Jahre diversifiziert worden, sodass das Unternehmen wesentlich widerstandsfähiger aufgestellt ist. Wir bleiben bei unserer positiven Einschätzung der Aktie erwarten je- doch, dass die Gasversorgungslage die Kursentwicklung weiter dämpfen wird." 

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