27.02.2023, 2401 Zeichen
RHI Magnesita hat im Jahr 2022 die Umsatzerlöse um 30 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro erhöhen können. Das Umsatzplus war vor allem unterstützt von Preissteigerungen. So hätten höhere Kosten durch ein Preiserhöhungsprogramm in Höhe von 600 Mio. Euro vollständig kompensiert werden können, wie es seitens RHI Magnesita heißt. Das angepasste EBITDA verbesserte sich um 37 Prozent auf 384 Mio. Euro. Das Unternehmen möchte eine Dividende von 1,1 Euro vorschlagen (Vorjahr 1,0 Euro). Die Dividende für das Gesamtjahr von 1,60 Euro je Aktie beinhaltet die am 23. September 2022 an die Aktionäre gezahlte Zwischendividende von 0,50 Euro je Aktie.
CEO Stefan Borgas: "Obwohl der Ausblick für 2023 aufgrund der rückläufigen Nachfrage nach Feuerfestprodukten und nachgebender Preise in bestimmten Regionen von einer höheren Unsicherheit geprägt ist, befindet sich RHI Magnesita dank der Umsetzung von strategischen Kosteneinsparungen und Vertriebsstrategien in den letzten vier Jahren heute in einer viel stärkeren Position, um diese Herausforderungen zu bewältigen.“ Starkes Wachstum wird vor allem im zweitgrößten Stahlmarkt der Welt, in Indien, erwartet. Es wird mit einem Markt-Wachstum in Indien bis 2030 von jährlich 7 bis 8 Prozent gerechnet. Die indische Politik will die Stahlproduktion bis 2030 verdoppeln, wie aus einer Präsentation von RHI Magnesita hervorgeht.
Im Ausblick meint das Unternehmen: "Die gedämpften Volumina im vierten Quartal 2022 werden sich voraussichtlich bis ins erste Halbjahr 2023 fortsetzen, da ein Rückgang der Bautätigkeit die Nachfrage nach Stahl, Zement und Kalk, Nichteisenmetallen und Glas global beeinflussen. Die Nachfrageschwäche wird jedoch durch ein anhaltend starkes Wachstum in Indien ausgeglichen, und die Gruppe wird auch von zusätzlichen Erträgen aus neuen Akquisitionen und Kosteneinsparungen aus ihren strategischen Initiativen profitieren. Der Ausblick des Konzerns für Umsatz, EBITDA und EBITA im Jahr 2023 entspricht weitgehend dem aktuellen Analystenkonsens, wobei ein Rückgang der Verkaufsmengen um bis zu 5 % und niedrigere Feuerfestpreise voraussichtlich zu niedrigeren Umsätzen führen werden. Es wird erwartet, dass die Kosten unverändert bleiben oder steigen, da höhere Energie- und Arbeitskosten geringere Seefrachtkosten und eingekaufte Rohstoffe ausgleichen, was zu einer EBITA-Marge der Gruppe von rund 10 Prozent im Jahr 2023 führt (2022: 11,6 Prozent)."
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