22.03.2023, 2820 Zeichen
Die Semperit-Gruppe verzeichnete 2022 einen Umsatz- und Ergebnisanstieg im fortgeführten Geschäftsbereich (Sektor Industrie plus Produktion von Operationshandschuhen, Medizinsparte wird bekanntlich in zwei Schritten veräußert). Der Umsatz konnte, durch höhere Verkaufspreise, um 29,6 Prozent auf 779,8 Mio. Euro erhöht werden. Das EBITDA wurde um 86,2 Prozent auf 100,5 Mio. Euro erhöht, das EBIT verbesserte sich um 146 Prozent von 25,2 Mio. Euro in 2021 auf nunmehr 62,1 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern (fortgeführter und aufgegebener Geschäftsbereich zusammen) betrug –5,6 Mio. Euro (2021: 247,5 Mio. Euro). Der negative Saldo ist laut Semperit auf die nachteilige Geschäftsentwicklung des aufgegebenen Geschäftsbereichs (Untersuchungshandschuhe) mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von –44 Mio. Euro zurückzuführen.
Wie bereits angekündigt, wird die Ausschüttung einer Basisdividende von 1,50 Euro je Aktie sowie einer bedingten Zusatzdividende von 2,00 bis 3,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2022 vorgeschlagen.
CEO Karl Haider kommentiert das abgelaufene Geschäftsjahr: „2022 war für Semperit ein sehr wichtiges Jahr: Wir haben es in einem volatilen Geschäftsumfeld geschafft, deutliche Umsatzzuwächse zu erwirtschaften. Mit dem Verkauf des Medizinsegments schaffen wir die Möglichkeit, im Industriegeschäft schneller und profitabel zu wachsen. Damit ist das Geschäftsjahr 2022 der Startschuss für eine rein auf industrielle Elastomer-Anwendungen ausgerichteten Unternehmensstrategie.“
Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet das Management aufgrund vielfacher Herausforderungen wie etwa Konjunktur-Abkühlung, Inflation, Russland/Ukraine-Konflikt, einen Rückgang der Ergebnisse des fortgeführten Geschäftsbereichs. Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einem EBITDA des fortgeführten Geschäftsbereichs zwischen 70 und 90 Mio. Euro gerechnet. In Bezug auf den Verkauf des Medizingeschäfts wird mit einem ersten Closing Mitte des Jahres 2023 gerechnet. Aus dem Sektor Medizin wird infolge des Auslaufens der Corona bedingten Sonderkonjunktur bzw. nach dem negativen zweiten Halbjahr 2022 weiterhin mit einer Belastung im Ergebnis nach Steuern gerechnet. Bis zum Closing trägt die negative Ergebnisentwicklung aus dem Medizingeschäft die Semperit-Gruppe.
Für die Analysten der Baader Bank verzeichnete Semperit für sein Industriegeschäft ein stärker als erwartetes viertes Quartal. Der EBITDA-Ausblick ( 70-90 Mio. Euro) würde zwar den Baader-Erwartungen (84 Mio. Euro) entsprechen, jedoch unter dem Konsensdurchschnitt von 96 Mio. Euro liegen. Hauptgrund hierfür dürfte die Zeit bis zum Closing des Sempermed-Verkaufs sein. Ein erstes Closing wird Mitte 2023 erwartet. Der Nettogewinn könnte sich negativ auswirken. Die negative Ergebnisentwicklung wird bis zum Closing von Semperit getragen, so die Analysten.
Wiener Börse Party #1089: ATX nach Rücksetzer wieder etwas erholt; Verbund und Bawag (auch nach Ende Rückkaufprogramm) gesucht
Aktien auf dem Radar:AT&S, Andritz, OMV, EuroTeleSites AG, Austriacard Holdings AG, Amag, Österreichische Post, Lenzing, CPI Europe AG, Telekom Austria, Semperit, Flughafen Wien, VIG, DO&CO, Gurktaler AG Stamm, Josef Manner & Comp. AG, Bajaj Mobility AG, Verbund, Warimpex, Addiko Bank, Palfinger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Reploid Group AG, Marinomed Biotech, Agrana, CA Immo, EVN, Zumtobel.
Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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