15.12.2023, 2402 Zeichen
Die Raiffeisen-Research-Analyst:innen geben in ihrem jährlich veröffentlichten CEE Bankenreport einen Ausblick auf die Geschäftstätigkeit des CEE Bankensektors und bescheinigen dem Sektor: „Die aktuelle Ertragslage im CEE-Bankgeschäft hat alle unsere Erwartungen übertroffen“, wie RBI- Chefökonom Gunter Deuber betont. Laut RBI-CEO Johann Strobl sei dies aber nicht nur auf die Zinssituation zurückzuführen: „Die aktuelle sehr solide Ertragslage spiegelt nicht nur die Leitzinserhöhungen wider, sondern auch massive Optimierungs- und Restrukturierungsanstrengungen der letzten Jahre.“
Raiffeisen-Research-Senior-Bankenanalyst Ruslan Gadeev geht aber davon aus, dass sich die aktuelle Ertragssituation kaum so einfach fortschreiben lässt und die Kernbankerträge durch verschiedene Faktoren unter Druck geraten werden. Gadeev: „Der Druck auf die Erträge wird von allen Seiten zunehmen. Sei es die zusätzliche Bankenbesteuerung, der Inflationsdruck auf die Geschäftskosten, die Veränderung der Refinanzierungsseite oder ein teurerer Mix aufgrund des zunehmenden Anteils von Termineinlagen, kostspieligen regulatorisch getriebenen (MREL-)Finanzierungen sowie die Aussicht auf ein geringes Kreditwachstum in Verbindung mit gewissen Risikokosten und Zinsrückgängen. All das spricht für einen Ertragshöhepunkt heuer.“
Die Praxis der (Über-)Gewinnbesteuerung von vermeintlichen „Zufallsgewinnen“ im Bankgeschäft würde immer mehr Länder in Mittel- und Osteuropa betreffen. "Die Ukraine, Rumänien, Slowenien und die Slowakei werden dem Beispiel Ungarns und Tschechiens folgen, wo solche Abgaben bereits im Jahr 2022 eingeführt wurden", heißt es seitens Raiffeisen. Für die Raiffeisen-Research-Analyst:innen wäre es allerdings wichtig, dass solche Extra-Belastungen "zeitlich begrenzt bleiben".
Heimische CEE-Banken, wie Erste und RBI, weisen weiter einen Marktanteil von gut über einem Drittel am regionalen Bankgeschäft in CEE auf, konkret 33 Prozent. Gefolgt werden die österreichischen CEE-Großbanken von italienischen Kreditinstituten mit einem Marktanteil von 27 Prozent. Damit sieht Gunter Deuber die Rolle des Finanzplatzes Wien als regionale Drehscheibe weiterhin gut abgesichert. Allerdings würde sich gemäß den Raiffeisen-Research-Analyst:innen in einigen Märkten wie Ungarn, Rumänien oder Serbien derzeit eine Marktanteilsverschiebung zu Gunsten von lokalen Akteuren abzeichnen.
Börsepeople im Podcast S24/24: Harald Weygand
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RBI. Ukraine, Credit: Raiffeisen
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