08.03.2026, 3779 Zeichen
Garbsen treibt mit zwei Großprojekten seine Entwicklung voran. Diese Woche fiel der Startschuss für einen 48-Millionen-Euro-Neubau am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Parallel erreicht der flächendeckende Glasfaserausbau in Altgarbsen die nächste Bauphase.
Gymnasium-Erweiterung: Spatenstich für 48 Millionen Euro
Mit einem symbolischen Spatenstich startete die Stadt offiziell den Bau am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Das Projekt kostet rund 48,23 Millionen Euro und soll in knapp drei Jahren fertig sein. Der Neubau reagiert auf steigende Schülerzahlen und erhöht die Kapazität der Schule.
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Das Gebäude entsteht in innovativer Holzhybrid-Bauweise. Diese Kombination aus Holz und Stahl gilt als nachhaltig und ermöglicht flexible Grundrisse für künftige pädagogische Anforderungen. Bereits seit Januar laufen vorbereitende Maßnahmen, um den Baumbestand auf dem Gelände zu schützen.
Nachhaltiges Vorzeigeprojekt mit Lern-Clustern
Der Erweiterungsbau soll mehr sein als reine Raumerweiterung. Die Stadt strebt eine Zertifizierung als klimafreundlicher Neubau an. Herzstück des Energiekonzepts ist eine Geothermie-Anlage für Heizung und Kühlung.
Regenwasser wird für Toilettenspülung gesammelt, eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom. Im Inneren bildet eine große Halle mit Bühne das Zentrum. Darum gruppieren sich fünf Lern-Cluster, die moderne Unterrichtskonzepte unterstützen sollen. Für das Klimakonzept erhält Garbsen eine KfW-Förderung von 1,875 Millionen Euro.
Glasfaser: Altgarbsen wird ab April angeschlossen
Parallel zur Schulerweiterung schreitet der digitale Ausbau voran. Das Kooperationsprojekt von Stadt und Telekom hat ein klares Ziel: Bis 2030 sollen bis zu 90 Prozent aller Garbsener Haushalte Glasfaser erhalten.
Die nächste konkrete Bauphase startet im April in Altgarbsen. Hier können über 4.000 Haushalte profitieren. Die Vermarktung der Anschlüsse läuft bereits seit Januar. Der Ausbau folgt auf bereits fertige oder laufende Arbeiten in Stadtteilen wie Auf der Horst oder Berenbostel-Nord.
Strategie: Attraktiv für Familien und Unternehmen
Warum drückt Garbsen bei beiden Projekten gleichzeitig aufs Tempo? Die Doppel-Strategie soll die Lebensqualität und Wirtschaftskraft der Stadt steigern. Ein modernes Gymnasium macht Garbsen für Familien interessanter. Schnelles Internet ist Grundvoraussetzung für Unternehmen und Homeoffice.
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Das von der Telekom betriebene Netz wird als "Open Access"-Plattform geführt. Das bedeutet: Auch andere Anbieter können ihre Dienste darüber anbieten. Mehr Wettbewerb soll für bessere Auswahl und Preise für die Bürger sorgen.
Bauzeit: Gymnasium bis 2029, Glasfaser bis 2027
Die Zeitpläne stehen. Der Gymnasiums-Neubau soll nach rund drei Jahren Bauzeit Anfang 2029 fertig sein. Der Glasfaserausbau in Altgarbsen wird voraussichtlich bis Ende Februar 2027 dauern.
Der gesamtstädtische Netzausbau beschäftigt die Verantwortlichen noch bis zum Ende des Jahrzehnts. Für die Bürger bedeuten die kommenden Jahre zwar Bauaktivitäten. Die langfristigen Vorteile sollen die Investition wert sein: eine topmoderne Schule und gigabit-schnelles Internet für fast alle.
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