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Erste Group: Nettoergebnis im Halbjahr bei 1,66 Mrd. Euro

01.08.2025, 3339 Zeichen

Die Erste Group hat im 1. Halbjahr ein um 2,2 Prozent höheres Nettoergebnis von 1,66 Mrd. Euro (H1 2024: 1,63 Mrd. Euro) erwirtschaftet. Der Zinsüberschuss stieg insbesondere in Tschechien, Rumänien und der Slowakei aufgrund der geringeren Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen um 2,7 Prozent auf 3.786 Mio. (H1 2024: 3.687 Mio). Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 8,3 Prozent auf 1.542 Mio. Euro (H1 2024 1.423 Mio. Euro). Die Betriebserträge stiegen um 2,7 Prozent auf 5.668 Mio. Euro (H1 2024 5.522 Mio. Euro). Das Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten belief sich auf -182 Mio Euro bzw. auf 16 Basispunkte des durchschnittlichen Bruttokundenkreditbestands (vs. -126 Mio. Euro bzw. 12 Basispunkte). Dotierungen von Wertberichtigungen für Kredite und Darlehen wurden vor allem in Österreich vorgenommen. Die NPL-Quote bezogen auf Bruttokundenkredite verbesserte sich auf 2,5 Prozent (2,6 Prozent). Die NPL-Deckungsquote (ohne Sicherheiten) stieg auf 73,6 Prozent (72,5 Prozent), wie die Bank mitteilt.

Das Harte Kernkapital (CET1, aktuell) erhöhte sich auf 26,6 Mrd. Euro (vs. 24,0 Mrd). Die Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote, aktuell) belief sich auf 17,4 Prozent (15,3 Prozent), die Gesamtkapitalquote auf 22,6 Prozent (19,7 Prozent).

Die Kundenkredite stiegen seit Jahresende um 2,7 Prozent auf 224,0 Mrd. Euro (vs. 218,1 Mrd. Euro), am stärksten in den CEE-Märkten. Passivseitig gab es einen Rückgang bei den Einlagen von Kreditinstituten auf 15,4 Mrd. Euro (vs. 21,3 Mrd). Die Kundeneinlagen stiegen um 2,8 Prozent auf  248,5 Mrd. Euro (vs. 241,7 Mrd. Euro), insbesondere in Tschechien, Ungarn und Österreich. 

Nach der guten Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres hat die Erste Group ihren Finanzausblick für 2025 angehoben und erwartet nun aufgrund eines höheren Kreditvolumens und einer besseren Ertragsdynamik eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 15 Prozent. Angesichts des bereits in der ersten Jahreshälfte schneller als erwarteten Kapitalaufbaus und der prognostizierten starken Gewinnentwicklung sollte die Harte Kernkapitalquote vor der erstmaligen Konsolidierung von Santander Bank Polska gegen Jahresende 2025 noch auf über 18,25 Prozent ansteigen, so die Bank.

„Unsere guten Ergebnisse bestätigen die eingeschlagene Strategie. Mit der geplanten Akquisition in Polen investieren wir in einen der wachstumsstärksten Märkte Europas – weil wir an die Innovationskraft, Eigenverantwortung und das unternehmerische Potenzial in Zentral- und Osteuropa glauben. Europa braucht weniger Blick über den Atlantik und mehr eigenen Gestaltungswillen. Genau dafür stehen wir.“ sagt Peter Bosek, CEO der Erste Group. 

Am 5. Mai 2025 hatte die Erste Group den geplanten Erwerb eines beherrschenden 49 Prozent-Anteils an der Santander Bank Polska Group S.A. sowie eines 50 Prozent-Anteils am Asset-Manager Santander Towarzystwo Funduszy Inwestycyjnych S.A. für einen Gesamtpreis von 7,0 Mrd. Euro bekanntgegeben. „Unsere starke Kapitalposition ist das Ergebnis klarer Prioritäten: Wir haben bewusst auf den Aktienrückkauf verzichtet, die Ausschüttungen vorübergehend reduziert und profitieren von hoher Profitabilität. So können wir die Übernahme in Polen aus eigener Kraft stemmen – ein starkes Signal für unsere finanzielle Stabilität und strategische Handlungsfähigkeit.”, sagt Stefan Dörfler, CFO der Erste Group.



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