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RBI will Dividende von 1,6 Euro je Aktie auszahlen

30.01.2026, 3275 Zeichen

Die Raiffeisen Bank International (RBI) verbucht 2025 ein um 48 Prozent gestiegenes Konzernergebnis von 1,443 Mrd. Euro (ohne Russland). Der Zinsüberschuss stieg um ein Prozent auf 4,184 Mrd. Euro, der Provisionsüberschuss verzeichnete ein Plus von neun Prozent auf 2,0 Mrd. Euro. Das Kreditwachstum betrug im Jahresvergleich sechs Prozent und beschleunigte sich laut RBI insbesondere im 4. Quartal 2025 in allen Ländern des Konzerns. „Angesichts des außerordentlich soliden Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2025 wird der Vorstand der Hauptversammlung am 9. April 2026 eine Dividende von 1,60 Euro je Aktie vorschlagen”, so RBI-Vorstandsvorsitzender Johann Strobl. Für 2024 wurde eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie ausgeschüttet.

Die harte Kernkapitalquote der RBI ohne Russland lag zum Jahresende 2025 bei 15,5 Prozent. Bei der Berechnung dieser Kennzahl geht die RBI von einem Worst-Case-Szenario aus, in dem sie die Raiffeisenbank Russland entkonsolidieren muss und dabei deren gesamtes Eigenkapital verliert. Die CET1 Ratio von 15,5 Prozent repräsentiert eine deutliche Stärkung der Kapitalposition der RBI, die vor Ausbruch des Krieges inklusive des russischen Eigenkapitals bei 13,1 Prozent gelegen hatte.

Die Qualität des Kreditportfolios ist mit einer NPE Ratio von 1,7 Prozent zum Jahresende 2025 nach wie vor ausgezeichnet. Mit 192 Millionen Euro lagen die Risikokosten für den Kernkonzern um rund 100 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr.  „Die Qualität unseres Kreditportfolios ist weiterhin sehr stabil. Das Verhältnis von notleidenden Engagements zum Gesamtengagement befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Da das Marktumfeld volatil bleibt und die geopolitischen Spannungen andauern, setzen wir unsere vorausschauende Risikopolitik konsequent fort“, sagte RBI-Risikovorstand Hannes Mösenbacher.

Das Kreditvolumen der Raiffeisenbank Russland sank seit Kriegsbeginn um 60 Prozent. Auch die Kundeneinlagen gingen aufgrund entschiedener Maßnahmen - so erhalten Kunden beispielsweise keine Zinsen mehr auf ihre Einlagen - erheblich zurück (minus 40 Prozent seit Februar 2022), betont die RBI.

Im vierten Quartal wurde das Russland-Geschäft zusätzlich durch Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten mit Rasperia belastet. Diese werden zu den Schadenersatzforderungen der RBI in Österreich hinzukommen, wodurch sich der Gesamtwert der Forderungen der RBI auf 2,4 Mrd. Euro erhöht.

Im Ausblick auf 2026 geht die RBI davon aus, dass der Zinsüberschuss bei rund 4,4 Mrd. Euro und der Provisionsüberschuss bei rund 2,1 Mrd. Euro liegen wird. Die Bank stellt in Aussicht, dass die Forderungen an Kunden um rund 7 Prozent wachsen, die Neubildungsquote – vor Berücksichtigung von Overlays –  rund 35 Basispunkte betragen dürfte und der Konzern-Return-on-Equity bei rund 10,5 Prozent liegen wird (Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten in Polen sind hier berücksichtigt). Zudem erwartet die RBI zum Jahresende eine harte Kernkapitalquote von über 15 Prozent. Zudem strebt die RBI mittelfristig einen Konzern-Return-on-Equity von mindestens 13 Prozent ohne Russland und ohne Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten in Polen an.



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