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Die grosse Bankenfrage (Robert Gillinger)

Magazine aktuell


#gabb aktuell



03.10.2012, 1553 Zeichen

(Autor: Robert Gillinger)
Trennbanken- oder Universalbankensystem. Darüber streiten derzeit Experten, Branche und NGOs. Für Attac ist klar, dass es eine völlige Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken ohne Wenn und Aber geben muss. Derart soll verhindert werden, dass der Investmentbanking-arm mittels masslosen Zockens das Gesamtinstitut in die Bredouille stürzt und der Staat helfend eingreifen muss, bevor der Teil mit den Spareinlagen auch noch unter die Räder kommt. Das hat natürlich etwas, und lässt so etwas wie eine Bankenunion bzw. gesamteuropäische Einlagensicherung den Wählern leichter verkaufen, als wenn z.B. Spaniens Sparer für das Gezocke etwa eines Kärntner Instituts gerade stehen müssen.
Klar ist jedenfalls eines: Die für die Wirtschaft unerlässliche Dienstleistung Investmentbanking würde teurer werden, sobald sich diese nicht mehr über den Bereich Spareinlagen refinanzieren kann. Klar gehören Grenzen gesetzt, die die Liikanen-Kommission auch einführen will (Trennung, wenn die Vermögenswerte 100 Mrd. Euro oder 15% der Bilanzsumme übersteigen). Was wahrscheinlich auch der richtige Weg ist. Denn eine Trennung per se bringt nicht nur der Wirtschaft und damit im Endeffekt dem Konsumenten höhere Preise. Besteht nicht auch die Gefahr, dass die Risken für das System an sich steigen? Denn grosso modo gingen nicht Universalbanken in der Krise baden, es waren jene Institute, die kein Einlagengeschäft hatten: Lehman Brothers, Hypo Real Estate, WestLB, ÖVAG ...
(aus dem Börse Express vom 27.9., mehr Kommentare von Robert HIER)



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