09.05.2013, 2231 Zeichen
„Ein Bankier ist ein Mensch, der seinen Schirm verleiht, wenn die Sonne scheint, und ihn sofort zurückhaben will, wenn es zu regnen beginnt“ – Mark Twains Definition eines Bankers könnte gut und gerne auch für so manche (Rechtsschutz-)Versicherung gelten. Denn wenn man sie mal wirklich braucht, ist kein Verlass auf sie. Diese Erfahrung haben zahlreiche Lehman-Geschädigte gemacht. Doch der Bundesgerichtshof (BHG) bereitet dem nun ein Ende.
Zwei von zahlreichen Rechtsschutzversicherern bislang in ihren Versicherungsbedingungen gern verwendete Klausels hat der BGH für unwirksam erklärt – die so genannte „Effektenklausel“ und die „Prospekthaftungsklausel“. Die Klauseln seien intransparent und verstießen gegen das Gebot von Treu und Glauben, so die Richter (Az.: IV ZR 84/12 und IV ZR 174/12).
Nach diesen Klauseln ließen Rechtsschutzversicherer ihre Versicherungskunden bei vielen Anlegerklagen im Regen stehen – oder wie es in den Bedingungen juristisch-umständlich formuliert heißt: Sie boten keinen Rechtsschutz "für die Wahrnehmung rechtlicher Interessen in ursächlichem Zusammenhang mit der Anschaffung oder Veräußerung von Effekten (z.B. Anleihen, Aktien, Investmentanteilen) sowie der Beteiligung an Kapitalanlagemodellen, auf welche die Grundsätze der Prospekthaftung anwendbar sind (z.B. Abschreibungsgesellschaften, Immobilienfonds)".
Gerade Anlegern, die Zertifikate der US-Pleitebank Lehman Brothers erworben hatten und häufig Falschberatung geltend machen wollten, haben die Rechtsschutzversicherungen mit Verweis auf die Klausel den finanziellen Beistand verweigert. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW) klagte dagegen – und bekam in den Verfahren gegen die R + V Versicherung und die WGV Versicherung recht.
Die Verbraucherzentrale NRW rät allen Opfern der Finanzkrise, die wegen Falschberatung gegen einen Berater vorgehen wollen, unter Hinweis auf diese BGH-Urteile auf eine Deckungszusage zu pochen. Auch die Verbraucher, die sich nicht von einer Klage abschrecken ließen, sollten nun ihre Versicherung zur Kostenübernahme auffordern – selbst dann, wenn ihr Prozess bereits rechtskräftig entschieden wurde, meinen die Verbraucherschützer.
Mehr unter http://finanzjournalisten.blogspot.co.at/
Börsepeople im Podcast S23/04: Johanna Duchek
1.
Aktien auf dem Radar:Amag, Polytec Group, Verbund, Kapsch TrafficCom, Semperit, Frequentis, Wienerberger, Mayr-Melnhof, Palfinger, ATX, ATX Prime, ATX TR, FACC, Pierer Mobility, Porr, ATX NTR, Erste Group, EVN, CPI Europe AG, Lenzing, Addiko Bank, Agrana, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Josef Manner & Comp. AG, RHI Magnesita, Wolford, Österreichische Post, BASF, 3M, Fresenius Medical Care.
Semperit
Die börsennotierte Semperit AG Holding ist eine international ausgerichtete Unternehmensgruppe, die mit ihren beiden Divisionen Semperit Industrial Applications und Semperit Engineered Applications Produkte aus Kautschuk entwickelt, produziert und in über 100 Ländern weltweit vertreibt.
>> Besuchen Sie 61 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
BörseGeschichte Podcast: Heiko Thieme vor 10 Jahren zum ATX-25er
Der ATX wurde dieser Tage 35. Rund um "25 Jahre ATX" haben wir im Dezember 2015 und Jänner 2016 eine grossangelegte Audioproduktion mit dem Ziel einer Fest-CD gemacht, die auch auf Audible als Hörb...
Tenmei Kanoh
New York 1969
2014
Ishi Inc.
Livio Piatti
Schtetl Zürich
2001
Offizin Verlag
Robert Frank
Os Americanos (first Brazilian edition)
2017
Instituto Moreira Salles
Dominique Lapierre, Jean-Pierre Pedrazzini, René Ramon
So lebt man heute in Rußland
1957
Blüchert