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CEO Herbert Ortner erklärt, warum sich Palfinger an der Wiener Börse gut aufgehoben und betreut fühlt (25 Jahre ATX)

Autor:
25 Jahre ATX

Rund um "25 Jahre ATX" haben wir im Dezember 2015 und Jänner 2016 eine grossangelegte Audioproduktion mit dem Ziel einer Fest-CD gemacht. Infos unter http://www.boerse-social.com/25jahreatx . Hier täglich ein Interview transkribiert. Wichtig: Diese Interviews wurden nicht für Print gemacht.

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14.03.2016, 7109 Zeichen

About: Für die CD-Produktion http://www.boerse-social.com/25jahreatx wurden 33 Telefon-Interviews geführt. Hier täglich ein Interview transkribiert. Heute: Herbert Ortner, CEO Palfinger. Wichtig: Diese Interviews wurden nicht für Print gemacht, die Transkripte sind ein Versuch. Die Audio-Version des Ortner-Interviews findet man unter: Palfinger-CEO Herbert Ortner: "Es ist der klare Wunsch von Palfinger, im ATX zu sein" , das Set "Shirt und Doppel-CD" in der "Ich war dabei!"-Version hat am 9.3. das Funding-Ziel von 100 erreicht, es kann noch bis 14.4. bestellt werden (HIER die Namen der Besteller und die Details des Angebots). 


Frage (Peter Heinrich): Bitte um kurze Vorstellung.

Herbert Ortner: Herbert Ortner, CEO der Palfinger AG.
 
Der ATX, der ändert wie alle Börsen immer mal wieder seine Zusammensetzung, das heißt, manchmal kommen neue Firmen rein, andere gehen raus. Herr Ortner, davon kann Palfinger ja ein Lied singen, Sie sind sozusagen Auf- und Abstiegsexperte. Wie oft haben Sie das eigentlich schon mitgemacht?
 
An die genaue Zahl kann ich mich nicht erinnern, aber es war ein paar Mal, dass wir aufgenommen worden sind, dann wieder rausgefallen sind. Natürlich würden wir uns wünschen, ein fixer Bestandteil des ATX zu sein, jedoch es gibt klare Kriterien, das ist auch gut so und die erfüllen wir ab und zu und ab und zu erfüllen wir sie nicht. Ich glaube, es war 3x , dass wir rein- und rausgerutscht sind. Wie gesagt, wir würden uns freuen, ein fixer Bestandteil zu sein, wenn wir die Kriterien erfüllen, werden wir das, wenn nicht, dann eben nicht.
 
Wie ärgerlich ist das, wenn man raus muss. Kann man da tatsächlich einen Unterschied feststellen, beispielsweise in der internationalen Wahrnehmung, wenn man im ATX gelistet ist im Gegensatz zu den Zeiten, in denen man nicht im ATX gelistet ist?
 
Eine typisch österreichische Antwort: Jein. Natürlich ist es ärgerlich, ich sage einmal so, die unmittelbare Auswirkung auf den Kurs ist immer sehr kurzfristig und begrenzt. Ich bin relativ überzeugt davon, dass die Kursentwicklung der Palfinger AG mit oder ohne ATX über einen längeren Zeitraum die gleiche wäre. Was ein Nachteil ist, wenn man nicht im ATX ist, ist das Thema Transparenz in Medien, da wird natürlich hauptsächlich über ATX Unternehmen berichtet, über die Performance der ATX Unternehmen und speziell was das Employer branding betrifft wäre es ein Vorteil, dem ATX anzugehören. Also was den Kurs betrifft, auch die Liquidität der Aktie, sehe ich da keine wesentlichen Vorteile, der einzige Nachteil meiner Meinung nach ist einfach das Thema Visibiltiy in Medien, es wird weniger über das Unternehmen gesprochen und geschrieben und das ist sicher ein Nachteil.
 
Und generell, die Börse Wien als Börsestandort, wie wichtig ist es als österreichisches Unternehmen, dort gelistet zu sein?
 
Es gab Diskussionen bei uns im Rahmen des IPO, gehen wir nach Deutschland, gehen wir nach Österreich. Da hat es viele Überlegungen gegeben. Ich sage einmal so, natürlich sind Börsestandorte wie London, wie Frankfurt attraktiver, aber man braucht natürlich auch eine entsprechende Größe. Zu dem Zeitpunkt, als Palfinger ein IPO gemacht hat war die Entscheidung relativ klar, nein, wir bleiben in Wien, sind auch ein österreichisches Unternehmen. Was die Attraktivität betrifft, wie gesagt, große Börsenstandorte sind natürlich attraktiver, aber die Wiener Börse macht da aktiv sehr viel, da fühlen wir uns gut aufgehoben, viele Roadshows, viele Aktivitäten und da wird dieser Nachteil durch deren tollen Job, den das Börsemanagement macht, hart ausgeglichen.
 
Das heißt, wenn Sie auf Roadshow gehen, dann ist Wien auf jeden Fall dabei und nicht nur London, Hongkong, Peking?
 
Ja, absolut. Wir gehen natürlich auf Roadshow in Gesamteuropa, wir gehen nach London, wir gehen nach Frankfurt und die Wiener Börse organisiert viele Roadshows und davon profitieren wir natürlich auch. Die organisieren Roadshows an allen Börsenplätzen und Finanzplätzen in Europa, teilweise auch in Nordamerika. Das machen sie sehr aktiv, sehr engagiert und da profitieren natürlich jene Unternehmen, die in Wien gelistet sind.
 
Wie ist denn Ihr persönlicher Bezug zur Wiener Börse und zum ATX? Haben Sie da irgendwelche besonderen Erinnerungen?
 
Es gibt einmal im Jahr ein schönes Börsefest in Wien, habe natürlich guten Kontakt zu den Börsevorständen und wie gesagt, fühle mich da als Unternehmen gut aufgehoben und auch die Betreuung ist sehr, sehr gut.
 
Eingangs hatte ich ja mal über die Zusammensetzung im ATX gesprochen, da sehen wir viele Finanzen, viel Immo, aber eher wenig Industrie.
 
Was dem ATX extrem guttun würde, ist, wenn der Mix der Zusammensetzung sich mal ändern würde. Wie Sie schon gesagt haben, wenn man die Immowerte und die Bankenwerte nimmt, repräsentieren die den Großteil des ATX und da ist einfach die Industrie unterrepräsentiert, obwohl Österreich starke international tätige Industrieunternehmen hat und das wäre natürlich ein Wunsch, ob man da die Kriterien der Zusammensetzung in diese Richtung auch einmal ändern könnte.
 
Dann könnten natürlich auch Sie dabei sein. Planen Sie denn früher oder später mit einer ATX-Rückkehr?
 
Wenn es die Zahlen zulassen natürlich. Es ist klarer Wunsch von Palfinger im ATX zu sein, nur die Kriterien, was Liquidität betrifft, Marktkapitalisierung betrifft, das sind Kriterien - wir können es beeinflussen mit einer guten Performance - aber wir können es nicht aktiv ändern.
 
Dann schauen wir mal auf die Zukunft. Welche ATX-Zukunft sehen Sie denn?
 
Ich glaube schon, dass die Wiener Börse Zukunft hat, da geht es um die lokale Betreuung, wie gesagt, da fühlen wir uns gut aufgehoben und deswegen glaube ich schon, dass der Börseplatz Österreich auch in der Zukunft eine Bedeutung haben wird.


(14.03.2016)

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Bildnachweis

1. Herbert Ortner.

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    An die genaue Zahl kann ich mich nicht erinnern, aber es war ein paar Mal, dass wir aufgenommen worden sind, dann wieder rausgefallen sind. Natürlich würden wir uns wünschen, ein fixer Bestandteil des ATX zu sein, jedoch es gibt klare Kriterien, das ist auch gut so und die erfüllen wir ab und zu und ab und zu erfüllen wir sie nicht. Ich glaube, es war 3x , dass wir rein- und rausgerutscht sind. Wie gesagt, wir würden uns freuen, ein fixer Bestandteil zu sein, wenn wir die Kriterien erfüllen, werden wir das, wenn nicht, dann eben nicht.
     
    Wie ärgerlich ist das, wenn man raus muss. Kann man da tatsächlich einen Unterschied feststellen, beispielsweise in der internationalen Wahrnehmung, wenn man im ATX gelistet ist im Gegensatz zu den Zeiten, in denen man nicht im ATX gelistet ist?
     
    Eine typisch österreichische Antwort: Jein. Natürlich ist es ärgerlich, ich sage einmal so, die unmittelbare Auswirkung auf den Kurs ist immer sehr kurzfristig und begrenzt. Ich bin relativ überzeugt davon, dass die Kursentwicklung der Palfinger AG mit oder ohne ATX über einen längeren Zeitraum die gleiche wäre. Was ein Nachteil ist, wenn man nicht im ATX ist, ist das Thema Transparenz in Medien, da wird natürlich hauptsächlich über ATX Unternehmen berichtet, über die Performance der ATX Unternehmen und speziell was das Employer branding betrifft wäre es ein Vorteil, dem ATX anzugehören. Also was den Kurs betrifft, auch die Liquidität der Aktie, sehe ich da keine wesentlichen Vorteile, der einzige Nachteil meiner Meinung nach ist einfach das Thema Visibiltiy in Medien, es wird weniger über das Unternehmen gesprochen und geschrieben und das ist sicher ein Nachteil.
     
    Und generell, die Börse Wien als Börsestandort, wie wichtig ist es als österreichisches Unternehmen, dort gelistet zu sein?
     
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