04.05.2017, 3538 Zeichen
Tomas Visek, der mit 83 Jahren älteste Teilnehmer am VCM 2017, ist diesmal den Halbmarathon gelaufen. 2018 will er wieder auf die volle Distanz.
Sein weißes Haar strahlt aus der Masse an Läufern heraus. Seine Geschichte erst recht. Tomas Visek, 1968 aus der Tschechoslowakei nach Österreich geflüchtet, war mit 83 Jahren der älteste Teilnehmer am Vienna City Marathon 2017. Seit der ersten Auflage im Jahr 1984 hatte er es jedes Jahr ohne Ausnahme über die volle Marathondistanz ins Ziel geschafft. 33 Mal ist er in Wien die 42,195 Kilometer gelaufen. Auch am 23. April stand er am Start. Nach 3:00:23 Stunden erreichte er das Ziel vor dem Burgtheater – zum ersten Mal als Halbmarathon-Finisher.
Nächstes Jahr wieder Marathon
„Am 20. Kilometer war ich noch gut dabei, aber dann habe ich analysiert, dass ich diesmal kaum durchkommen werde. Physisch ging es mir gut, aber ich hatte Magenprobleme. So bin ich ins Halbmarathonziel gelaufen“, erzählt der in Steyr lebende Marathon-Senior. „Es war besser so, aber ich war auch entsprechend ang’fressen“, kommentiert er, denn seine Marathonserie in Wien war damit beendet. Ans Aufhören denkt Visek dennoch nicht: „Nächstes Jahr will ich wieder beim Marathon dabei sein. Ich glaube, ich kann das schaffen.“ Lachend fügt er an: „Meine Gattin protestiert aber schon.“
Probleme nach dem VCM-Halbmarathon hatte er keine. „Es geht mir sehr gut. Ich spiele schon wieder Tennis.“ Der ehemalige Motorrad-Rennfahrer hat sich sein ganzes Leben über sportlich aktiv betätigt. Als leidenschaftlicher Tennis-Spieler war er in Wien oft am Cricket-Platz. „Dort im Prater habe ich viele Leute laufen gesehen. Das hat mich motiviert. Ich habe mich 1984 für den Marathon angemeldet, und seither bin ich dabei. Ich spüre, dass es mir für Körper und Geist gut tut. Das Training ist notwendig für den Marathon. Ich laufe jeden Tag ein bisschen und spiele meist viermal die Woche Tennis.“
Bewegte Lebensgeschichte
Tomas Visek hat auch abgesehen vom Sportlichen eine bewegte Lebensgeschichte. 1968 flüchtete er aus der damaligen Tschechoslowakei nach Österreich, weil er für die Kommunisten spionieren hätte sollen und politisch unter Druck gesetzt wurde. In Wien begann der Techniker, der in Prag an der Entwicklung von Dieselmotoren gearbeitet hatte, ganz unten. Er kehrte Lagerhallen und verrichte Hilfsarbeiten. Doch er konnte Fuß fassen und schaffte einen Aufstieg bis zum Geschäftsführer. „Ich bin sehr dankbar dafür, wie ich aufgenommen wurde“, blickt er zurück. Eine ausführliche Geschichte über Tomas Visek lesen Sie in diesem Artikel aus dem Jahr 2013 in der „Presse“.
Club 34 mit acht Mitgliedern
Acht Läufer sind es nunmehr, die bei allen bisherigen 34 Auflagen des Vienna City Marathon über die volle Distanz im Ziel waren. Ein sehr exklusiver Club 34. Der 35er im Jahr 2018 ist wohl für alle von ihnen ein Ziel. Manche denken auch deutlich weiter. Wie Michael Reichetzeder, der sagt: „50 Marathons in Wien in Folge zu schaffen, das ist ein schönes Ziel.“ Tomas Visek ist mit 33 Marathons und einer Halbmarathonteilnahme indes zum Ehrenmitglied übergewechselt.
Hier jene acht Läufer, die bei allen 34 Auflagen des Vienna City Marathon über die volle Distanz im Ziel waren:
• Alfred Biela (Jg. 1952)
• Bernhard Bruckner (Jg. 1966)
• Herbert Christian (Jg. 1947)
• Dr. Franz Gschiegl (Jg. 1955)
• DI Rainer Kalliany (Jg. 1958)
• Erwin Reichetzeder (Jg. 1965)
• Michael Reichetzeder (Jg. 1957)
• Gerhard Tomeczek (Jg. 1953)
Alle Zeiten des Club 34 und weiterer VCM-Dauerläufer
Im Original hier erschienen: 33 Ganze und einen Halben
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