22.10.2017
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
In der kommenden Woche gilt der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) das Hauptinteresse. Vor allem die Vorgehensweise bei den Anleihekäufen ab Jänner 2018 steht zur Entscheidung an. Darüber gibt es wohl Einblicke, ob und wie sich der Maßnahmenmix im weiteren Jahresverlauf 2018 verändern kann. Es ist absehbar, dass die Notenbank einerseits eine sehr expansive Geldpolitik Aufrecht erhalten und andererseits das Ausmaß der Akkommodation reduzieren wird. Die erklärte Absicht der EZB ist es, trotz verringerter Einwirkung die Zinsen, Renditen und Spreads auf einem tiefen Niveau zu verankern. Es steht eine Reihe von Optionen für die weitere Vorgehensweise zur Verfügung, welche dieses Anliegen ermöglichen. Unsere Prognosen für die Benchmarkzinsen (Euribor-Sätze, Rendite für deutsche Staatsanleihen) berücksichtigen eine vorsichtige Haltung der EZB und wir halten diese relativ robust gegenüber möglichen Variationen von Details. Folgende Aspekte erscheinen uns als wesentlich:
Erstens wird die EZB den Markt auf noch lange unveränderte Leitzinsen ein- schwören (unverändert noch für eine längere Zeit nach Ende der Anleihekäufe). Zweitens werden die Anleihekäufe verlängert, aber ab Jänner 2018 reduziert. Dabei dürfte keine Auslaufphase beschlossen werden (Tapering wie die US Fed). Vielmehr wird wohl wieder ein Zeitpunkt genannt, bis wann die Käufe mit einem bestimmten Volumen auf alle Fälle weitergeführt werden (easing bias in Bezug auf die Anleihekäufe bleibt aufrecht). Zuletzt schien sich im EZB-Rat die Auffassung durchzusetzen, die monatlichen Käufe lieber stärker zu reduzieren, aber dafür die Fortsetzung für längere Zeit außer Streit zu stellen (z.B. eher Senkung der monatlichen Käufe auf EUR 30 Mrd. und Fortsetzung auf alle Fälle bis September 2018 als Reduktion auf EUR 45 Mrd. bis März 2018).
Neben der EZB-Sitzung stehen einige interessante Wirtschaftsdaten für die Eurozone zur Veröffentlichung an. Beim vorläufigen Ergebnis der Einkaufsmanagerindizes rechnen wir mit einem Anstieg im Dienstleistungsbereich und einem Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe. Die Schnellschätzung für das Konsumen- tenvertrauen dürfte einen kleinen Anstieg ausweisen. Das Geldmengenwachs- tum dürfte weiter rund 5,0 % p.a. betragen. Weiters sind Konjunkturumfragen aus einzelnen Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien) von Interesse, worunter der deutsche ifo-Index hervorsticht.
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(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)188071
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