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08.05.2019, 4683 Zeichen

Wienerberger-HV GJ 2018 (2). Die AR-Vorsitzende las die weiteren Beschlussvorschläge vor: Genehmigtes Kapital, Satzungsänderungen (zeitgemäße Anpassungen, "wir haben da ein bißchen aufgeräumt!"). Mögliche Potentialträger würden evaluiert, um die Nachfolge des im Frühjahr 2020 ausscheidenden Finanzvorstands Willy Van Riet zu planen. Personalberater hätten evaluiert, ob man den Vorstand unternehmensintern nachbesetzen könne, zahlreiche Kandidaten seien geeignet gewesen. Mit Wirkung Juni 2019 sei Solveig Menard-Galli am 26.3.19 als zusätzliche Stärkung in den Vorstand berufen worden, sie werde die Position des Chief Performance Officers inne haben, sie werde das "Fast Forward 2020"-Programm nun auf Vorstandsebene vorantreiben. Menard-Galli stellte sich vor: Als Controllerin und CFO der Pagro-Gruppe sei sie nach der Übernahme zu Heineken gekommen. 2016 sei sie als CFO einer Wienerberger-Business-Unit zu Wienerberger gekommen.

Prehofer bemerkte, der Aufsichtsrat habe sich vorgenommen, die Systematik der Vergütungen, "insbesondere der Vorstandsvergütungen, aber durchaus auch der Aufsichtsratsvergütungen" nachzuschärfen, wir würden dafür auch auf das äußerst konstruktive Feedback aus unserer Governance-Roadshow zurückgreifen. Für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat und in den Ausschüssen stehe jeweils eine Fixvergütung zu, darüber hinaus gebe es ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Sitzungen. Die erworbenen Ansprüche auf Aufsichtsratsvergütungen seien 2018 auf 799.000 Euro gestiegen, von 663.000 Euro für das Jahr 2017. Der Grund für den Anstieg liege ausschließlich in der höheren Anzahl von Sitzungen, die wir im vergangenen Jahr gehabt hätten. Für das Jahr 2019 seien weniger Sitzungen geplant. Man könne natürlich nie ausschließen, dass dann noch einmal etwas eingeschoben werden muss. Die Ansprüche des Vorstands für das Jahr 2018 würden 3,874.724 Euro ausmachen. Anmerkung: Ich glaube, bei keiner anderen österreichischen AG ist die Differenz zwischen den Bezügen von Vorstand und Aufsichtsrat so gering wie bei Wienerberger. Denn bei Wienerberger haben wir laut Satzung eine "internationalen Standards entsprechende Vergütung sowie für jede Sitzung ein angemessenes Sitzungsgeld" für den Aufsichtsrat.

Weiters erklärte Prehofer detailliert das Vergütungssystem für den Vorstand, heuer wolle man noch ambitioniertere Vorgaben machen. So, die erste Stunde bestand außer der Vorstellung eines Aufsichtsratskandidaten und der neuen Frau Chief Performance Officer praktisch nur aus Formalitäten. Schade eigentlich. Schade bei allen Hauptversammlungen im Lande, wo das Vortragen der Formalitäten ein Drittel der Gesamtzeit in Anspruch nimmt.

Wilhelm Rasinger bedankte sich in seiner Abschiedsrede für die konstuktive Zusammenarbeit, und er bedankte sich bei Wolfgang Reithofer, der ihn animiert hätte, für den Aufsichtsrat zu kandidieren. Er sei dem Unternehmen sehr verbunden, das könne man daran erkennen, dass er den Großteil seiner AR-Vergütung in Wienerberger-Aktien investiert habe. Die Abschiedsrede war bemerkenswert kurz für eine Rasinger-Rede. Prehofer bedankte sich auch bei Belegschaftsvertreter Gernot Weber, für den an diesem Tag auch die Aufsichtsratstätigkeit ende.

Heimo Scheuch erzählte, Wienerberger sei vor 200 Jahren von einem Visionär gegründet worden, Alois von Miesbach (https://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Miesbach: "Die sozialen Missstände, die Victor Adler als Journalist aufzeigte und anprangerte traten in den Ziegelwerken vorwiegend erst nach Miesbachs Tod auf.") aus Tschechien. Ringstraßenprachtbauten und sozialer Wohnbau seien mit Wienerberger-Ziegeln errichtet worden. Die Unternehmensgeschichte sei auch von sozialer Verantwortung geprägt gewesen, Wienerberger habe für die Arbeitsrechte der vielen Tausend Mitarbeiter eingestanden. Ein sehr bekannter Betriebsarzt der Wienerberger sei einer der Begründer der österreichischen Sozialdemokratie gewesen, Victor Adler, somit habe Wienerberger auch eine Riesenverantwortung im Bereich des Sozialen. Anmerkung: Hier ist es Zeit, etwas inne zu halten und zu vergleichen, was https://de.wikipedia.org/wiki/Wienerberger schreibt. Wie weit die Vorstellungen auseinander gehen, kann zum Schmunzeln anregen, ich billige es einem CEO natürlich zu, sein Unternehmen in einem guten Licht darzustellen. Aber uns Oldies kann man sowas nicht erzählen, zu meiner Zeit hat man in der Schule noch aufgepasst, so etwas vergisst man nicht. Scheuch hat nicht wirklich etwas Falsches gesagt, aber es kam anders rüber, als es wirklich war. "Blechmarken" und so ...
Wienerberger ( Akt. Indikation:  20,00 /20,04, -1,17%)

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 08.05.)



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    08.05.2019, 4683 Zeichen

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    Weiters erklärte Prehofer detailliert das Vergütungssystem für den Vorstand, heuer wolle man noch ambitioniertere Vorgaben machen. So, die erste Stunde bestand außer der Vorstellung eines Aufsichtsratskandidaten und der neuen Frau Chief Performance Officer praktisch nur aus Formalitäten. Schade eigentlich. Schade bei allen Hauptversammlungen im Lande, wo das Vortragen der Formalitäten ein Drittel der Gesamtzeit in Anspruch nimmt.

    Wilhelm Rasinger bedankte sich in seiner Abschiedsrede für die konstuktive Zusammenarbeit, und er bedankte sich bei Wolfgang Reithofer, der ihn animiert hätte, für den Aufsichtsrat zu kandidieren. Er sei dem Unternehmen sehr verbunden, das könne man daran erkennen, dass er den Großteil seiner AR-Vergütung in Wienerberger-Aktien investiert habe. Die Abschiedsrede war bemerkenswert kurz für eine Rasinger-Rede. Prehofer bedankte sich auch bei Belegschaftsvertreter Gernot Weber, für den an diesem Tag auch die Aufsichtsratstätigkeit ende.

    Heimo Scheuch erzählte, Wienerberger sei vor 200 Jahren von einem Visionär gegründet worden, Alois von Miesbach (https://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Miesbach: "Die sozialen Missstände, die Victor Adler als Journalist aufzeigte und anprangerte traten in den Ziegelwerken vorwiegend erst nach Miesbachs Tod auf.") aus Tschechien. Ringstraßenprachtbauten und sozialer Wohnbau seien mit Wienerberger-Ziegeln errichtet worden. Die Unternehmensgeschichte sei auch von sozialer Verantwortung geprägt gewesen, Wienerberger habe für die Arbeitsrechte der vielen Tausend Mitarbeiter eingestanden. Ein sehr bekannter Betriebsarzt der Wienerberger sei einer der Begründer der österreichischen Sozialdemokratie gewesen, Victor Adler, somit habe Wienerberger auch eine Riesenverantwortung im Bereich des Sozialen. Anmerkung: Hier ist es Zeit, etwas inne zu halten und zu vergleichen, was https://de.wikipedia.org/wiki/Wienerberger schreibt. Wie weit die Vorstellungen auseinander gehen, kann zum Schmunzeln anregen, ich billige es einem CEO natürlich zu, sein Unternehmen in einem guten Licht darzustellen. Aber uns Oldies kann man sowas nicht erzählen, zu meiner Zeit hat man in der Schule noch aufgepasst, so etwas vergisst man nicht. Scheuch hat nicht wirklich etwas Falsches gesagt, aber es kam anders rüber, als es wirklich war. "Blechmarken" und so ...
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