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Semperit: Transformationsprozess zeigt sich im Ergebnis

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14.08.2019, 3139 Zeichen

Die börsennotierte Semperit Gruppe hat im Halbjahr das Ergebnis verbessert, während die Umsatzentwicklung einen 2,5%igen Rückgang auf 437,3 Mio. Euro verbuchte. Der Sektor Industrie verbuchte nur einen leichten Umsatzrückgang und der Umsatzrückgang im Sektor Medizin fiel mit 5,9% deutlicher aus. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) stieg von 32,7 Mio. Euro (um den negativen Sondereffekt von 3,9 Mio. Euro aus der Schließung des Sempertrans-Standortes in China bereinigter Wert für das erste Halbjahr 2018) im ersten Halbjahr 2018 auf 39,1 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2019. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 7,3% (bereinigter Wert für das erste Halbjahr 2018) auf 9,0% im ersten Halbjahr 2019. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verbesserte sich von 13,2 Mio. Euro (bereinigter Wert für das erste Halbjahr 2018) auf 20,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2019. Die EBIT-Marge stieg von 2,9% (bereinigter Wert für das erste Halbjahr 2018) auf 4,8% im ersten Halbjahr 2019. In Summe ergab sich ein Ergebnis nach Steuern für das erste Halbjahr 2019 von +5,8 Mio. Euro nach –67,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018. 

„Unser erfolgreicher Turnaround setzt sich kontinuierlich fort und gewann vor allem im zweiten Quartal an Dynamik. Neben der sehr positiven Entwicklung des Industriesektors trugen nun auch unsere Restrukturierungsanstrengungen im Sektor Medizin erste Früchte: So waren alle vier Segmente im zweiten Quartal auf EBITDA-Level positiv. Sempermed bleibt weiter im Fokus, um die Nachhaltigkeit der Bemühungen sicherzustellen“, meint CEO Martin Füllenbach. „Unser konzernweiter Transformationsprozess wird konsequent weitergeführt. Parallel haben wir nunmehr das Programm ‚SemperGrowth200‘ gestartet, das die strategische Neuausrichtung unserer Gruppe für den anstehenden 5-Jahres-Zeitraum bis zu unserem 200. Geburtstag definieren und die Basis für deren Umsetzung schaffen wird.“

Die Umsatzentwicklung im Sektor Industrie konnte dank strategischer Markt- und Preisverarbeitung trotz leicht rückläufiger Produktionsmengen in Summe nahezu stabil gehalten werden: Bei Semperform gab es Zuwächse, während bei Semperflex und Sempertrans ein geringfügiger Rückgang zu verzeichnen war. Gleichzeitig wurden die laufenden Transformationsmaßnahmen auf Konzernebene konsequent weitergeführt; dies führte zu einer fortlaufenden Verbesserung der operativen Performance. Die Verringerung des Umsatzes im Sektor Medizin beruht überwiegend auf dem Rückgang der abgesetzten Mengen infolge eines bewussten Strategiewechsels zwecks Reduktion von Handelsware. Zugleich führte die Inangriffnahme der operativen Probleme im Sektor Medizin zu Verbesserungen, die im zweiten Quartal erstmals erkennbar waren.

Seit dem Start des Restrukturierungs- und Transformationsprozesses hat der Vorstand signifikante Potenziale zur Ergebnisverbesserung identifiziert und entsprechende Umsetzungsmaßnahmen in die Wege geleitet. Der Abschluss der Transformation der Semperit Gruppe ist für Ende 2020 geplant. Ab diesem Zeitpunkt soll die Semperit Gruppe als zentrale Steuerungsgröße eine EBITDA-Marge von rund 10% (Run Rate 2021) erzielen.



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Semperit Group, Semperflex, Schlauch, Credit: Semperflex, (© Aussender)


Autor
Christine Petzwinkler
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