16.03.2020, 2710 Zeichen
Der steirische High-Tech Konzern AT&S hat im Kampf gegen die Ausbreitung der COVID-19 Erkrankungen an seinen Standorten in Österreich präventiv Maßnahmen eingeführt, die in den chinesischen AT&S-Werken über die vergangenen zweieinhalb Monate erfolgreich angewendet wurden. AT&S greift dabei auf die Erfahrungen aus China zurück: Die drei AT&S-Werke in Shanghai bzw. Chongqing laufen seit einigen Tagen wieder im Vollbetrieb und produzieren bis auf kurze Unterbrechungen kontinuierlich.
„Wir haben uns dazu entschieden, auch an unseren österreichischen Standorten auf strenge Maßnahmen zu setzen und – im Rahmen unserer Möglichkeiten – einen Beitrag zur Bewältigung dieser Situation zu leisten“, sagt AT&S-CEO Andreas Gerstenmayer. An den AT&S-Standorten Leoben und Fehring wurde unter anderem eine Maskenpflicht am Betriebsgelände eingeführt, die Home-Office Regelungen umfassend ausgeweitet, der Kantinenbetrieb eingeschränkt und die Dienstreisetätigkeit gestoppt. Zur regelmäßigen Information aller Mitarbeiter wurde außerdem ein eigener Infopoint im AT&S-Intranet erstellt und eine eigene Telefonhotline für alle Fragen der Belegschaft eingerichtet.
Exakt jene Maßnahmen seien in den vergangenen zweieinhalb Monaten in den Werken in China erfolgreich angewandt worden und hätten dafür gesorgt, dass dort bisher keine COVID-19 Infektionen diagnostiziert wurde, heißt es. AT&S habe als eines der ersten Unternehmen in China den Betrieb wiederaufnehmen dürfen. Das Werk 1 in Chongqing sei überdies nie von Schließungen betroffen gewesen. „Oberstes Ziel aller Schritte ist es, die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner zu gewährleisten und ein mögliches Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig setzen wir alles daran, den Betrieb ununterbrochen aufrechtzuerhalten und damit unsere Lieferverpflichtungen vollständig und termingerecht zu erfüllen", so der CEO. Derzeit seien alle AT&S-Standorte in Europa und Asien zu 100 Prozent verfügbar und auch die Versorgung mit den benötigten Produktionsmaterialien sei gegeben.
Bei AT&S geht man derzeit davon aus, dass die getroffenen Maßnahmen für zumindest ein bis zwei Monate aufrecht erhalten bleiben, um – so wie auch in China – eine nachhaltige Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus sicherzustellen und den laufenden Betrieb garantieren zu können.
Während sich die Anzahl der Neuinfektionen in Europa weiter nach oben bewegt, ist in China ein stark rückläufiger Trend erkennbar. Alle drei AT&S-Werke in Shanghai und Chongqing sind den Angaben zufolge in Vollbetrieb, und nach den Quarantänemaßnahmen der vergangenen Wochen bewegt sich mittlerweile die Zahl der Mitarbeiter an den beiden AT&S-Standorten wieder auf Normalniveau.
Börsepeople im Podcast S24/26: Birgit Noggler
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AT&S Headquarter (Bild: AT&S)
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