31.10.2021, 3807 Zeichen
Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: "Zuletzt ging es trotz vieler vorderhand widriger Einflussfaktoren (Lieferkettendisruptionen, stark anziehende Energiepreise, höhere Inflation und damit verbundene Sorgen vor einer weniger expansiven Geldpolitik) weiter aufwärts. Wichtige US-Indizes konnten dabei sogar neue Allzeithöchststände erklimmen. Auch der Euro STOXX 50 ist mittlerweile in Schlagdistanz zu seinem Rekordstand.
Einen wesentlichen Einflussfaktor für die steigenden Kurse stellt – wie von uns erwartet – die Berichtssaison zum dritten Quartal dar. Hier konnten bislang sowohl in den USA als auch in Europa die Unternehmen mehrheitlich klar die in sie gestellten Konsenserwartungen übertreffen. Gleichwohl ebenfalls der eine oder andere Misston auf Unternehmensebene zu vernehmen war.
In den letzten Tagen standen hier insbesondere die großen Tech- und Internetriesen im Fokus, denn mit Facebook, Apple, Alphabet, Microsoft und Apple berichteten alleine rund 22 % der Marktkapitalisierung des S&P 500 ihre Quartalszahlen. Nach den Enttäuschungen von IBM und Intel fielen die Ergebnisausweise der genannten Werte gemischt aus. Denn während Alphabet und Microsoft überzeugten, so erfüllten Facebook und Apple zwar die Gewinnerwartungen, blieben aber beim Umsatz hinter den Konsensschätzungen zurück. Amazon wiederum verfehlte die Gewinnschätzungen deutlich. Dennoch konnte auch der Nasdaq-100 zuletzt ein neues Allzeithoch erzielen. In der jüngsten Konsolidierungsphase im September bis Anfang Oktober hatte der mit Wachstumstiteln gespickte Index in der Spitze noch um mehr als 8 % nachgegeben!
Wir erwarten in den nächsten Wochen ein anhaltend positives Grundrauschen vonseiten der Unternehmensberichte. Das schließt aber nicht aus, dass der eine oder andere Titel aufgrund von Lieferkettendisruptionen oder der hohen Energiepreise schlechte Nachrichten verbreitet. In Summe können die Unternehmen mit den Problemen aber bislang recht gut umgehen und die Preisanstiege oft an die Kunden weitergeben. Außerdem gilt vielfach auch „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, insofern ist davon auszugehen, dass aktuell nicht erfüllbare Aufträge (z.B. aufgrund von Chipmangel) in den nächsten Quartalen nachgeholt werden. Daher halten wir die momentan stärker debattierten „Stagflationsvergleiche“ auch für unpassend, weil im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum keineswegs von Stagnation auszugehen ist. Mehr zu dieser Thematik finden Sie in unserer Publikation Stagflation – die neue Gefahr?
Gut vorbereitet sehen wir den Aktienmarkt ebenfalls auf die Weichenstellungen auf geldpolitischer Seite, schließlich läuft die Tapering-Debatte gefühlt seit einem halben Jahr. Hier sollte sich aus unserer Sicht weiterhin die positive Lesart über den "Einstieg in den Ausstieg" aus der ultralockeren Geldpolitik der Federal Reserve durchsetzen, welche lautet, dass das konjunkturelle Momentum so stark ist, dass man seitens der Währungshüter auf die Bremse steigen muss. Indes bleiben trotz der jüngsten Anstiege bei den Staatsanleiherenditen die Refinanzierungs- und Liquiditätskonditionen für die Unternehmen klar unterstützend – auch dank weiterhin niedriger Risikoaufschlägen bei Unternehmensanleihen.
Für eine Fortsetzung der Rally spricht auch das Sentiment. Hier ist in Stimmungsumfragen unter Kleinanlegern trotz Indexständen nahe der Allzeitrekorde keine Euphorie auszumachen (Chart der Woche). Die jüngste Marktkonsolidierung im September sorgte gemäß einer großen Brokerumfrage auch bei Hedge Funds für eine Reduktion der Aktienquoten und einen Anstieg der Cashquoten bei institutionellen Investoren. Eine verhaltene Positionierung der Investoren ist aus "Contrarian"-Sicht oftmals ein guter Nährboden für weitere Kursanstiege. Wir bestätigen daher unsere "Kauf"-Empfehlung für Aktien."
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