30.07.2025, 2476 Zeichen
Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im 1. Halbjahr 2025 ein Konzernergebnis (ohne Russland) in Höhe von 567 Mio. Euro erreicht, das entspricht einem Plus 5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024. Der Zinsüberschuss liegt bei 2.073 Mio. Euro, im Vergleich zu 2.094 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2024. Der Provisionsüberschuss verzeichnete einen Anstieg von 9 Prozent auf 969 Mio. Euro. „Ich bin mit dem Halbjahresergebnis angesichts der Zinssenkungen in der Eurozone und unserem wichtigsten Markt Tschechien zufrieden. Die RBI hat ihre Ertragsstärke erneut unter Beweis gestellt“, sagte RBI-Vorstandsvorsitzender Johann Strobl.
Die Forderungen an Kunden im Kernkonzern stiegen im Vergleich zum Jahresende 2024 um 2 Prozent auf rund 97,5 Mrd. Euro. Die harte Kernkapitalquote der RBI ohne Russland betrug zum Ende des zweiten Quartals 2025 15,7 Prozent. Bei der Berechnung dieser Kennzahl geht die RBI von einem Worst-Case-Szenario aus, in dem sie die Raiffeisenbank Russland entkonsolidieren muss und dabei deren gesamtes Eigenkapital verliert.
Die Risikokosten beliefen sich auf 108 Mio. Euro (Vorjahr: -81 Mio. Euro). Während die Zahl der Kreditausfälle laut RBI weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau blieb, erhöhte die RBI ihre Risiko-Overlays im 1. Halbjahr, um auf das unsichere makroökonomische Umfeld angemessen zu reagieren. Die NPE Ratio verbesserte sich im ersten Halbjahr auf 1,8 Prozent (vs. 2,1 Prozent).
„Dank der positiven Entwicklung der Risikokosten im ersten Halbjahr können wir unsere Prognose für das Gesamtjahr reduzieren. Wir erwarten nun eine Neubildungsquote im Kernkonzern von rund 35 Basispunkten, während wir ursprünglich bis zu 50 Basispunkte angenommen hatten“, erklärte RBI-Risikovorstand Hannes Mösenbacher. Bis auf die Anpassung der Neubildungsquote bleibt der Ausblick der RBI für das Geschäftsjahr 2025 unverändert.
Die RBI setzte die Reduzierung ihres Kreditportfolios in Russland im ersten Halbjahr fort und liegt vor dem mit der EZB vereinbarten Zeitplan. Auch das Einlagenvolumen nahm weiter ab. Aufgrund der starken Aufwertung des russischen Rubel im ersten Quartal 2025 sind diese Fortschritte vor allem in der lokalen Währung sichtbar. Der Ergebnisbeitrag der Raiffeisenbank Russland zum Gesamtkonzern wurde massiv durch die von einem russischen Gericht der Rasperia Trading Limited zugesprochene Schadenersatzsumme belastet, die vom Konto der Raiffeisenbank bei der Russischen Zentralbank eingezogen wurde.
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