07.01.2026, 2438 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der ATX hat sich gestern Dienstag auch nach bereits elf Gewinntagen noch in Rekordlaune gezeigt. Mit dem zwölften Plus in Folge stellte der österreichische Leitindex nun die bisher längste Gewinnserie aus dem Frühjahr 1991 ein, dem Anfangsjahr der Indexberechnung. Zum Handelsende notierte der ATX um 0,38 Prozent höher bei 5.415,39 Punkten. Der ATX Prime stieg um 0,33 Prozent auf 2.688,59 Zähler, während im europäischen Umfeld ebenfalls neue Rekordstände aufgestellt wurden. Marktbeobachter begründen die gute Entwicklung um den Jahreswechsel mit neuen Wetten auf eine Belebung der deutschen Konjunktur. Dies hatte zwar schon vergangenes Jahr maßgeblich zur guten ATX-Performance beigetragen, bei vielen heimischen Werten sehen Analysten aber durchaus noch weiteren Spielraum. Am Berichtstag standen moderat ausgefallene Inflationsdaten aus Deutschland und Frankreich im Fokus, die den Aktienkursen ebenso wie enttäuschende Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungssektor jedoch nur geringe Impulse gaben. Daneben blieben auch die Entwicklungen rund um den US-Angriff auf Venezuela im Blick, wenngleich diese bereits am Vortag kaum belastend gewirkt hatten.
Auf Unternehmensebene blieb die Nachrichtenlage abgesehen von Analystenkommentaren ruhig. Die kanadische Bank RBC bestätigte in einer Branchenstudie ihre "Sector Perform"-Einschätzung für die OMV-Aktien und beließ das Kursziel bei 50,0 Euro. Die Einbindung der Borouge stärke die Investmentstory der OMV und verbessere die Ausgangslage für eine mögliche Erholung im Chemiegeschäft, schrieb der zuständige Analyst. OMV-Aktien stiegen um 0,1 Prozent auf 48,44 Euro. EVN stiegen um 1,6 Prozent auf 28,30 Euro. Die Baader Bank hatte ihr 6-Monats-Kursziel für die Aktien von 27,9 auf 31,1 Euro angehoben. Das "Reduce"-Rating wurde jedoch beibehalten. Wienerberger schlossen um 0,7 Prozent tiefer bei 30,12 Euro. Analysten von Barclays hatten ihre "Overweight"-Empfehlung und ihr Kursziel von 35 Euro bekräftigt. Entsprechend der Einschätzung der Endmärkte ist der Analyst kurzfristig relativ vorsichtig gegenüber europäischen Bauprodukten eingestellt in seiner Branchenstudie. Unterstützung bekam der ATX von den Bankwerten BAWAG und RBI, die 1,5 respektive 2,6 Prozent zulegten. Erste Group gaben hingegen um 0,4 Prozent nach. Auch bei einigen anderen Werten kam es zu Gewinnmitnahmen. Strabag und UNIQA kamen um bis zu 1,3 Prozent zurück."
Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber
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