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Fazits zu Palfinger, Andritz, Erste Group, Verbund, RBI ...

31.07.2026, 7239 Zeichen

Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

Erste Group "Die Erste Group veröffentlichte gestern ihre Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Nach der Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres hat die Erste Group ihren Finanzausblick für 2026 angehoben. Die Erste Group erwartet, eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 20% (statt bisher ~19%) zu erwirtschaften und damit das Ergebnis je Aktie um mehr als 20% zu steigern. Der ausgewiesene Nettogewinn wird 2026 trotz der außerordentlichen Posten im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der Erste Bank Polska bei über EUR 4 Mrd. erwartet. Zudem rechnet die Erste Group mit einem Wachstum des Kreditvolumens von 6 bis 8% sowie einer Kosten-Ertrags-Relation von unter 45%. Zusätzlich zum angehobenen Ausblick für 2026 hat die Erste Group ihre finanziellen Ambitionen bis 2030 veröffentlicht. Die Gruppe strebt eine Verdoppelung des Ergebnisses je Aktie (EPS) bis 2030 auf über EUR 15 an. Ausgangsba-sis für diesen Vergleich ist der bereinigte Gewinn je Aktie von 2025 in Höhe von EUR 7,72. Angepeilt wird somit eine durchschnittliche, jährliche EPS- Wachstumsrate (CAGR) von ca. 15% im Zeitraum von 2025 bis 2030. Gleich- zeitig strebt die Erste Group eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 20% während des Prognosezeitraums an."
 
Andritz: "Andritz veröffentlichte gestern seine Ergebnisse zum 2. Quartal bzw. 1. Halbjahr 2026. Während der Auftragseingang im Q2 erwartungsgemäß leicht unter dem außergewöhnlich starken Vorjahresquartal lag, überzeugten Umsatzwachstum und Margenentwicklung. Besonders die Segmente Pulp & Paper so- wie Metals entwickelten sich robust, während der Rekordauftragsstand die Erreichung der Finanzziele zusätzlich untermauert. Wir sehen die Ergebnisse als klar positiv und bestätigen unsere Kaufen-Empfehlung."

Palfinger: "Palfinger veröffentlichte seine Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2026. Nach einem soliden Jahresauftakt belasteten geopolitische Unsicherheiten, US-Zölle sowie verzögerte Investitionsentscheidungen der Kunden das 2. Quartal. Das Management erwartet für 2026 weiterhin einen Umsatz und Gewinn über Vorjahresniveau, verschiebt jedoch die Erreichung der Finanzziele 2027 aufgrund der verzögerten Erholung in den Kernmärkten USA und Deutschland. Die langfristigen Ziele der Strategie 2030+ bleiben unverändert. Trotz des herausfordernden Marktumfelds sehen wir Palfinger dank seiner starken Marktposition und des Effizienzprogramms gut für eine Erholung positioniert."

Kapsch TrafficCom: "Kapsch TrafficCom veröffentlichte gestern die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025/26. Das Management erwartet für 2026/27 wieder höhere Umsätze und ein höheres EBIT als im Vorjahr. Kostensenkungsmaßnahmen werden bereits im laufenden Geschäftsjahr wirksam, während Projektverschiebungen aufgeholt werden sollen. Zusammen mit dem hohen Auftragsbestand und der geplanten Restrukturierung sehen wir gute Voraussetzungen für eine schrittweise operative Erholung, auch wenn das Marktumfeld vorerst herausfordernd bleibt."

AMAG: "AMAG hat im 1. Halbjahr 2026 solide Zahlen, im Rahmen der Erwartungen, vor- gelegt und den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 angehoben. AMAG hat ein starkes Halbjahr geliefert. Der erhöhte Ausblick und das starke Segment Walzen sind klar positiv. Der schwache Free Cashflow und die Volatilität im Segment Metall bleiben aber die wichtigsten Risiken. Für Anleger ist die Aktie damit attraktiv, aber weiterhin zyklisch und rohstoffsensitiv."

Verbund: "Der Verbund erzielte im 2. Quartal 2026 ein EBITDA von EUR 527 Mio., was 24% unter dem Vorjahreswert lag und rund 3% unter unseren Erwartungen. Die schwachen Quartalszahlen waren angesichts der ungünstigen Wasserführung und des schwierigen Marktumfelds weitgehend erwartet wor- den. Das starke Netzgeschäft konnte einen Teil der Belastungen ausgleichen. Positiv zu bewerten ist die weitestgehend bestätigte Guidance: Für das Gesamtjahr 2026 passte der Verbund den Ausblick nur geringfügig an. Die obere Grenze der EBITDA-Prognose wurde um EUR 100 Mio. gesenkt, während die Untergrenze der Prognose für den bereinigten Gewinn leicht erhöht wurde. Die Ergebnisprognose liegt weiterhin leicht über den Markterwartungen. Die Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von 45 bis 55% des bereinigten Jahresüberschusses wurde bestätigt. Positiv zu bewerten ist die weitere Erhö- hung der abgesicherten Strompreise."

RBI: "Die RBI veröffentlichte diese Woche ihre Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Für 2026 erwartet der Vorstand nun eine Eigenkapitalrendite (ROE) von rund 9,5% (zuvor: rund 10,5%). Gleichzeitig wurde der Ausblick für die Kernerträge leicht angehoben: Der Zinsüberschuss soll über EUR 4,4 Mrd. liegen, der Provisionsüberschuss bei rund EUR 2,2 Mrd. Das prognostizierte Kreditwachstum bleibt unverändert bei rund 7%. Die Kostenprognose wurde hingegen auf rund EUR 3,8 Mrd. erhöht, wodurch die erwartete Cost-Income-Ra- tio auf etwa 55% steigt. Die harte Kernkapitalquote (CET1) ohne Russland wird zum Jahresende weiterhin bei rund 14,3% erwartet, die Risikokosten sollen bis zu 35 Basispunkte betragen. Die Zahlen des zweiten Quartals unterstreichen die weiterhin starke operative Entwicklung der RBI. Das Kredit- und Einlagenwachstum blieb in den Kernmärkten robust, während die Risikokosten deutlich unter den Erwartungen lagen. Die Senkung des ROE-Ausblicks ist vor allem auf Aufwendungen im Zusammenhang mit der nun offiziell eingebrachten Schadenersatzklage gegen Rasperia zurückzuführen und sollte daher nicht überbewertet werden. Die RBI erwartet im Erfolgsfall einen Mittelzufluss von mehr als EUR 3 Mrd., womit die Klage erhebliches Wertsteigerungspotenzial für die Aktionäre birgt Erfreulich ist zudem der Fortschritt bei der Übernahme der Addiko Bank. Die RBI gab diese Woche bekannt, dass die Mindestannahmeschwelle von 55% für das Übernahmeangebot erreicht wurde, womit ein wesentlicher Meilenstein für die Transaktion geschafft ist. Sowohl die Rasperia-Klage als auch die Addiko- Übernahme stärken die strategischen Perspektiven der RBI. Nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Wochen dürften diese positiven Entwicklungen jedoch bereits teilweise im Aktienkurs eingepreist sein."

OMV: "Im 2Q26 erzielte OMV ein CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 1.706 Mio. (+65 % gegenüber dem Vorjahr) und übertraf damit die Ana- lystenerwartungen leicht. Für den weiteren Jahresverlauf erwartet OMV nun leicht höhere Gas- preise sowie verbesserte Raffineriemargen im Segment Fuels und höhere Ethy- len-Indikatormargen im Segment Chemicals. Insgesamt beurteilen wir die Zah- len für das 2. Quartal 2026 als positiv. Besonders hervorzuheben sind das über den Markterwartungen liegende CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sowie der verbesserte Ausblick für das zweite Halbjahr 2026, der auf eine an- haltend robuste Ergebnisentwicklung hindeutet."

Ausblick: In der kommenden Woche erwarten wir Zahlen von ams OSRAM, AT&S, Lenzing, voestalpine, Österreichische Post und Kontron.



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Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1211: ATX fester, starke Andritz überholt Do&Co (war mehr als 1100 Tage vorne) in unserer 25-Jahres-Wertung


 

Bildnachweis

1. Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).   >> Öffnen auf photaq.com



Aktien auf dem Radar:Kapsch TrafficCom, Palfinger, Lenzing, Austriacard Holdings AG, Semperit, CPI Europe AG, CA Immo, VIG, Fabasoft, Strabag, EVN, Amag, Andritz, AT&S, Bawag, FACC, Marinomed Biotech, RBI, BKS Bank Stamm, DO&CO, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Telekom Austria, UBM, ATX, adidas, Infineon, Siemens Energy, DAIMLER TRUCK HLD..., Mercedes-Benz Group, Fresenius.


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