19.03.2015, 1718 Zeichen
"Heute möchte ich Sie auf eine interessante Umfrage aus Deutschland hinweisen: Unser Schwesterverband DDV hat mehr als 3.000 Privatpersonen, die sich in Fragen der Geldanlage als Selbstentscheider bezeichnen, über den Anteil von strukturierten Produkten in ihren Portefeuilles befragt. Das Ergebnis ist beachtlich und zeigt, dass Zertifikate einen festen Platz im Anlageinstrumentarium nicht nur der Profis, sondern auch der privaten Investoren einnehmen und mit gleichem Interesse verfolgt werden wie Anleihen, Aktien oder Festgeldzinssätze.
Mir ist dieses Umfrageergebnis deshalb so wichtig, weil wir Emittenten zunehmend mit regulatorischen Einschränkungen konfrontiert sind. MiFID II oder auch PRIIPs sind allseits bekannte Arbeitsthemen, die uns beschäftigen. Sie wissen, dass ich klare Regeln begrüße und ich sie für nützlich halte, um Transparenz und Leistungsvielfalt darzustellen - mit dem Ziel, gute, fundierte Entscheidungen der Investoren zu ermöglichen. Die Regularien sollten aber nicht so weit gehen, dass sie die Produktvielfalt einschränken und die Entscheidungsmöglichkeiten der Anleger einengen.
Heute wie auch nach 2017 sollte die Entscheidung, wieviel Risiko, welche Instrumente der Einzelne für seine Veranlagung nehmen möchte, jeder auf Basis transparenter und sachgerechter Information für sich selber treffen dürfen. Behalten wir uns die Vision eines mündigen, informierten Anlegers, der Zertifikate gerne als Alternative wählt, als Zielbild vor Augen!
Ihre
Heike Arbter"
(Heike Arbter, ZFA)
ZFA Vorstand: Markus Kaller (Erste Group), Heike Arbter (RCB), Frank Weingarts (UniCredit)
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