16.11.2015, 3205 Zeichen
Vor ein paar Wochen wurde für das Bargain Magazine die Rubrik „Grahams Ecke“ ins Leben gerufen. Diese Artikelserie setzt sich zum Ziel, einem Investor mit sehr begrenztem Zeitbudget Investmentideen nach den Kriterien von Benjamin Graham aus Kapitel 5 seines Werkes „The Intelligent Investor“ zu liefern. Diese waren zur Wiederholung Folgende:
- Eine signifikante Größe und Bedeutsamkeit
- 20 Jahre oder länger andauernde Dividendenhistorie
- Eigenkapitalquote von mindestens 50%
- Aktienpreis nicht mehr als das 25-fache der durchschnittlichen Gewinne der letzten 7 Jahre
- Aktienpreis nicht mehr als das 20-fache der letztjährigen Gewinne
Das zweite Unternehmen, das in dieser Rubrik behandelt wird, ist das weltweit größte Erdölunternehmen, nämlich die allseits bekannte Exxon Mobil aus den USA.
Wer sich für die Unternehmensgeschichte und den historischen Kontext der Gesellschaft interessiert, ist wie immer mit dem zugehörigen Wikipedia-Artikel bestens bedient. Die Geschäftsfelder, in denen sich Exxon betätigt umfassen unter anderem die Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas mit allen derzeit technologisch möglichen Mitteln, Petrochemie, Raffineriebetrieb und so weiter. Aufschluss darüber kann einem natürlich auch die Unternehmenshomepage geben. Mit einem Jahresumsatz von mehreren hundert Milliarden US-Dollar ist das erste Kriterium der Größe und Bedeutsamkeit auf jeden Fall erfüllt.
Die Dividendenhistorie ist ebenso geschichtsträchtig wie das Unternehmen selbst. Dividendenzahlungsdaten lassen sich bis ins Jahr 1911 zurückverfolgen. In den letzten 33 Jahren wuchsen die Dividenden laut Unternehmensangaben übrigens mit einer durchschnittlichen Rate von 6,4% p.a. Auch dieses Kriterium von Graham ist also gegeben.
Die Gesellschaft ist verhältnismäßig konservativ finanziert, wie aus dem letzten SEC-Bericht hervorgeht. Die Eigenkapitalquote beträgt etwas über 51%. Auch die Nettofinanzverschuldung (vulgo Gearing) ist moderat bei etwas über 17%. Wenn man die langfristigen Investments und Forderungen auf der Aktivseite berücksichtigt, ist diese Kennzahl noch geringer bzw. sogar negativ. Auch dieses Kriterium ist also erfüllt.
Die Ertragslage und die damit korrespondierenden KGVs sehen wie folgt aus:
| Jahr | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
| Gewinn | 32,52 | 32,58 | 44,88 | 41,06 | 30,46 | 19,28 | 45,22 |
| Durchschnitt | 35,14 | Mrd. | |||||
| Marktwert | 349,2 | Mrd. | |||||
| KGV 2014 | 10,74 | ||||||
| KGV Durchschnitt | 9,94 |
Hier muss man freilich etwas aufpassen. Durch den jüngsten Ölpreisverfall hat sich die Ertragskraft von ExxonMobil (zumindest temporär) verschlechtert. In den bereits vergangenen neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag der Gewinn bei „nur“ 13,37 Mrd. USD. Ich habe nicht im Detail nachgesehen, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass ein Teil des Gewinnrückganges auf Einmaleffekte wie Abschreibungen bei Ölfeldern zurückzuführen sein dürfte. Aber selbst wenn man das jetzige Gewinnniveau stur aufs Gesamtjahr hochrechnet, würde Exxon mit einem KGV von ungefähr 19 gehandelt und somit Grahams Kriterien genügen.
Da alle anderen Kriterien ebenfalls erfüllt sind, ist ExxonMobil das zweite Unternehmen, das als Kandidat für ein defensives Portfolio a la Benjamin Graham geeignet wäre.
The post Grahams Ecke: Exxon Mobil appeared first on Bargain Magazine.
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